Mit 1:1 trennten sich Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg verdient in einer sehr schwachen Bundesliga-Partie. Der Tabellenletzte war nach 5 Minuten durch eine Kopfball-Bogenlampe von Sascha Mölders in Führung gegangen, bei der Marc-Andre ter Stegen erneut unglücklich aussah. Anschließend tat sich die Elf von Lucien Favre extrem schwer, gegen die kampfstarken Gastgeber ins Spiel zu finden, so dass es lange nach einem Deja Vu der Vorjahrespartie aussah. Zwingende Torchancen blieben Mangelware. Umso häufiger fabrizierte Borussia hingegen Fehler über Fehler, so dass gegenüber dem Limassol-Spiel nur eine unwesentliche Steigerung zu erkennen war. Als kaum noch jemand damit rechnete, nutzte Patrick Herrmann 5 Minuten vor dem Ende doch noch eine Unachtsamkeit in der Augsburger Hintermannschaft zum 1:1-Ausgleich. Mehr war an diesem Tag nicht drin und wäre auch allzu unverdient gewesen.

 

Positiv wie Borussia einmal mehr in einem Auswärtsspiel nach Rückstand punkten konnte. Die Effizienz, mit der die wenigen zwingenden Torchancen genutzt werden, verhilft der Mannschaft zu einem Verharren im sicheren Mittelfeld der Tabelle, obwohl spielerisch schon seit Monaten vieles nach Abstiegskampf aussieht. Sich von diesem fernzuhalten, wird in den kommenden schweren Spielen bis zur Winterpause das einzig realistische Ziel sein können. Für höhere Träumen, denen sich mancher Fan angesichts der eingeplanten 3 Auswärtszähler und einem potentiellen Sprung auf Platz 7 hingegeben hatte, scheint die Elf von Lucien Favre nicht gut genug aufgestellt zu sein.

 

Augsburg: Amsif – Vogt, Sankoh, Klavan, Ostrzolek – Koo, Callsen-Bracker, Baier, Oehrl (90. Bance), de Jong (85. Musona) – Mölders (60. Hain)

Borussia: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt – Rupp (57. Mlapa), Nordtveit, Marx (69. Xhaka), Arango – Herrmann, de Camargo (69. Hanke)

Gelbe Karten: Koo – Stranzl, Jantschke

Tore: 1:0 (5.) Mölders, 1:1 (85.) Herrmann


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