Ein bewegtes Jahr liegt hinter uns. 56 Punkte sammelte Borussia in diesen 12 Monaten - eine Bilanz, die über eine vollständige Saison verteilt mindestens für den Einzug in die Europa League reichen sollte. Aktuell befindet sich die Mannschaft des neuen Trainers Dieter Hecking auf Augenhöhe mit Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig und damit punktgleich zu den Champions-League-Rängen - mit Blick auf die deutlich finanzstärkere Konkurrenz keine selbstverständliche Leistung.

Aber es gab auch Schattenseiten in 2017: so wurde der Europapokal-Platz in der Vorsaison fast schon fahrlässig verpasst, da die Fohlenelf in den entscheidenden Spielen zu wenig punktete. Auch im Pokal gab es unnötige Niederlagen - ob gegen Frankfurt und Leverkusen im DFB-Pokal oder gegen Schalke 04 in der Europa League. Wieder einmal mussten  zudem Abgänge wichtiger Leistungsträger verkraftet werden: Mo Dahoud wurde durch Denis Zakaria gleichwertig ersetzt. Matthias Ginter spielte sich als Nachfolger von Andreas Christensen solide in den Stamm.

Die Hoffnung, mit einer Neuausrichtung der medizinischen Abteilung die Verletztenzahl wieder auf das erstaunlich niedrige Niveau aus der Favre-Ära zu reduzieren, erfüllte sich nicht. Zuletzt fielen mehr als 10 Spieler zeitgleich aus. Dies bot aber den jungen Talenten eine Chance, die Zakaria, Cuisance und Oxford hervorragend nutzten, was Hoffnung macht auf eine erfolgreiche Zukunft des Vereins. Die immer wieder deutlich hervorgetretenen Schwächen in der Defensive sowie die schlechte Chancenverwertung sind aber Baustellen, für die Dieter Hecking in der kurzen Winterpause Lösungen suchen sollte, damit dies auch schon 2018 der Fall sein wird.

Zuvor gilt es aber für uns alle, für ein paar Tage abzuschalten vom emotionalen Fußballgeschäft. Wir wünschen all unseren Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest, viele Borussen-Geschenke und ein gutes, gesundes Jahr 2018.


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