Finale oder Fiasko, Triumph oder Tragödie? So lauteten unsere Fragen hier an dieser Stelle vor einer Woche. Die Antwort am heutigen Abend war leider jeweils zweiteres. Letztendlich war es ein Elfmeter-Drama, welches wie 2012 im Borussiapark das Ende der Gladbacher Pokalhoffnungen bedeutete. Dabei zeigten sich die Gladbacher zunächst erstaunlich treffsicher und verwandelten die ersten 6 Elfer souverän. Die Frankfurter leider auch.  Christensen und Sow waren es dann letztendlich die ihre Schüsse vergaben und Sommer konnte nur einmal gegen Varela das “Re-break” schaffen.

 Elfmeterschiessen sind immer ein wenig Zufallsprodukte, weswegen man auch eher auf die 120 Minuten zuvor schauen sollte. Da schien die Borussia es in der ersten Halbzeit mit dem “historischen Spiel” etwas falsch interpretiert zu haben, indem man anscheinend bemüht war, dass schlechteste Pokalhalbfinale der Gladbacher Geschichte hinzulegen. Gut organisierte und aggressive Frankfurter dominierten die Partie und gingen in der 15. Minute völlig verdient in Führung als Chandler aus dem Halbfeld den Ball halbhoch durch die komplette Abwehr der Borussia segeln liess und letzendlich Tawatha fand, der den Ball energisch ins linke Eck drosch, auch wenn Sommer noch seine Finger dran hatte.

Die Borussia wirkte extrem gehemmt und ängstilcih in dieser Anfangsphase und bekam kaum Zugriff auf das Spiel.  Der Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam insofern sehr überraschend: Traoré flankte von links, Hahn berüehrte noch mit dem Kopf und letztendlich war Hofmann da und bugsierte den Ball mit dem linken Fuss ins Tor.

Nach der Pause wendete sich das Blatt, Die Borussia störte den Gegner nun früher und kam besser ins  Spiel, Frankfurt war bei weitem nicht mehr so gefährlich wie in der ersten Hälfte. Überzeugend war das Spiel der Borussia aber auch nun nicht, höchstens weniger schlecht als zuvor. Trotz immer mehr Feldüberlegenheit erspielte man sich kam Torchancen, Stindls Schüsschen mit der Seiten nach 75 minuten war noch die beste Gelegenheit. So ging es in die Verlängerung in der die Borussen gegen immer müder wirkende Hessen immer mehr dominierten, aber weiterhin kaum zu klaren Torchancen kamen . Den vielleicht besten Gladbacher Angriff des Spiels gab es in der 109. Minute als Herrmann von links kommen den Rückraum zu Stindl passen konnte, der allerdings verzog.

Auch wenn das Spiel in den letzten 75 Minuten bei weitem nicht mehr so peinlich war, wie zu Beginn und ein Gladbacher Sieg nach 120 Minuten nicht unverdient gewesen wäre, war die Leistung des VFL – und die Qualtiät des Spiiels insgeamt - doch extrem dürftig. Angesichts der wenigen erspielten Chancen, kann sich niemand bei der Borussia beschweren, dieses Spiel verloren zu haben. Man hat relative leichtfertig die Riesenchance verspielt eine insgesamt lausige Saison doch noch zu einem versöhnlichem Ende zu führen. Auch wenn die Verletztenmisere sicher eine Komponente ist, die zum Pokalaus beigetragen hat, sollte man festhalten dass die Startelf der Borussia an diesem Abend komplett aus gestandenen Bundesligaprofis bestand, denen man einen Sieg gegen Frankfurt zutrauen konnte. Am heutigen Abend gab es keine seltsamen Maulfwurfhügel oder katastrophale Schiedsrichterentscheidungen , die gegen uns waren. Es war auch nicht das Pech im Elfmeterschiessen, sondern schlichtweg mangelnde Qualiät und zeitweise auch Einstellung im  Team der Borussia.

Dem VFL bleiben nun noch 4 Ligaspiele um einer missratenen Saison vielleicht doch noch ein Happy-End zuu bereiten. Im Moment fällt es allerdings schwer darauf zu wetten.


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