Die gute Nachricht zuerst: Die Borussia hat ihre Krise endgültig überwunden und in der Bundesliga ihren dritten Erfolg in Folge eingefahren. Hatte man noch am Mittwoch gegen den Retortenclub aus England äußerst unglücklich verloren, setzten sich die Fohlen drei Tage später gegen den Retortenclub aus Niedersachsen verdient mit 2:0 durch. Dass man sich dabei völlig unbeeindruckt von der späten Niederlage gegen Manchester zeigte, darf als gutes Zeichen bezüglich des Selbstvertrauens gewertet werden, welches ja noch vor wenigen Wochen völlig am Boden lag.  Die Borussen profitierten auch von einer starken Leistung von Schiedsrichter Zwayer, der die Partie unaufgeregt leitete und nicht auf schauspielerische Leistungen im Strafraum hereinfiel. Während die Borussia sich Schritt für Schritt aus der Krise befreit, rutscht der Gast aus Niedersachsen nach drei sieglosen Spielen immer tiefer in diese. Doch der Reihe nach…

 Beide Mannschaften knüpften an die starken Europapokalauftritte vom Mittwoch an und versuchten sofort auf dem Platz die Initiative zu übernehmen, Die erste wirkliche Gefahr ging von der Borussia aus. Lars Stindl profitierte in der 12. Minute von einer Unsicherheit der Wolfsburger Abwehr, traf allerdings freistehend nur den Pfosten. Sechs Minuten später dann Aufregung auf der anderen Seite.  Nach einer Schwalbe von André Schürrle schien alles auf den obligatorischen Elfmeter hinzudeuten. Schiedsrichter Zwayer behielt allerdings die Übersicht und  fiel auf die Showeinlage nicht herein. In der Folge war der ehemalige Leistungsträger der Buhmann des Publikums. Beide Teams behielten in der Folge ein hohes Tempo bei, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Pause.

Auch in der zweiten Hälfte verbuchte die Borussia die erste gefährliche Aktion, als Klose einen Schuss von Johnson fast ins eigene Tor ablenkte. Kurz darauf wieder Aufregung im Strafraum, diesmal im Wolfsburger. Die Borussen reklamierten vehement ein Handspiel von Guilavogui. Auch hier ließ Zwayer weiterspielen – wieder völlig korrekt. Beide Mannschaften zollten nun dem Kräfteverschleiß Tribut. Das Tempo verflachte, die Ruppigkeiten nahmen zu. Als alle schon mit einem Ausplätschern der Partie rechneten, überschlugen sich dann plötzlich die Ereignisse. Zuerst wurde Trainer Hecking aufgrund einer Unbeherrschtheit auf die Tribüne geschickt. Von dort musste er zusehen, wie sich Raffael an der Außenlinie stark durchsetzte und Nordtveit seinen Pass mit einem Traumschuss volley zum 1:0 in die Maschen drosch. Kurz darauf war Traoré plötzlich auf und davon und überwand Benaglio zum 2:0. Das Spiel war entschieden, der Park stand Kopf. Raffael und Traoré hätten kurz darauf sogar noch erhöhen können. Aber das wäre vermutlich zu viel des Guten gewesen.

Borussia: Sippel - Korb, Christensen, Dominguez, Wendt – Dahoud (69. Nordtveit), Xhaka - Traoré, Johnson (69. Herrmann)- Stindl, Raffael (88. Hazard)

Wolfsburg: Benaglio  - Jung, Naldo, Klose, Rodriguez - Guilavogui, Arnold (81. Bendtner) - Caligiuri, Schäfer (68. Dost) - Kruse, Schürrle

Tore: 1:0 Nordtveit (76.), 2:0 Traoré (79.)

Gelb: Xhaka, Johnson – Schäfer, Rodriguez, Kruse


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