Borussia Mönchengladbach siegt in einem zerfahrenen, kämpferischen und wenig schön anzusehenden Bundesligaspiel mit 2:0 in Ingolstadt.

Borussia begann das Spiel mit der mittlerweile etablierten Viererkette, auf der Doppelsechs agierten Kramer und Strobl anstelle von Dahoud, auf den offensiven Außenpositionen Hofmann und Johnson, im Sturm spielten Stindl und Drmic.

Die Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit auf einem schwer bespielbaren Platz kein gutes Fußballspiel. Borussia versuchte zunächst, möglichst viel Ballkontrolle zu erreichen, was bedingt durch frühes Angreifen der Ingolstädter nach Ballverlusten, den schlechten Platz und fehlende Präzision im eigenen Spiel jedoch nur selten gelang. Hatten die Gladbacher sich dagegen den Ball so gesichert, dass dieser zirkulieren konnte, zog sich der Gegner mit fast allen Spielern an den eigenen Strafraum zurück. Chancen waren in dieser Konstellation Mangelware, in Erinnerung bleibt eigentlich nur ein Schuss von Stindl nach einem der wenigen schnell vorgetragenen Angriffe.  Insofern muss der Heimmannschaft in der ersten Hälfte sogar ein leichtes Chancenplus zugestanden werden, kam diese doch durch Tisserand und Lezcano immerhin zu zwei aussichtsreichen Abschlüssen.

Dennoch ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Pause.

Aus dieser kam Borussia unverändert, wohingegen Ingolstadt Roger für Jung einwechselte. Am Spiel änderte das wenig. Beide Parteien neutralisierten sich weitgehend. Nach zwei Halbchancen für Borussia rettete Sommer in der 56. Minute fantastisch gegen einen eigentlich unhaltbaren Kopfball von Matip. Kurz darauf dann die Führung für die Borussia: Nach einer Ecke für Borussia flog Stindl am langen Pfosten in den Ball, traf diesen aber eindeutig mit der Hand. Das Tor zählte, stürmische und möglicherweise nicht ganz unberechtigte Proteste der Ingolstädter waren die Folge. Am Spielverlauf änderte sich durch das Führungstor wenig. Ingolstadt versuchte zwar, Druck zu machen, das gelang aber nur optisch. Es war deutlich zu sehen, dass dieser Mannschaft im Vergleich zur Borussia die spielerischen Mittel fehlen, so dass viele lange Bälle geschlagen wurden, die relativ leicht zu verteidigen waren. Bei Gladbach war dagegen nach der Einwechslung von Dahoud für Strobl eine leichte spielerische Steigerung zu sehen. Nach dem Wechsel Hahn für Drmic feierte in der 87. Minute Raffael sein Comeback, der Stindl ersetzte. In der 90. Minute gab es nach einem verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze noch einmal eine Schrecksekunde – doch Sommer parierte erneut sehr stark. Fast unmittelbar danach machte André Hahn nach einem der wenigen gelungenen Spielzüge des Spiels alles klar.

Am Ende stand ein etwas glücklicher Sieg, den Borussia der neuen Stärke bei Standards, möglicherweis der Gnade des Schiedsrichters angesichts von Stindls Handspiel, vor allem aber den beiden Weltklasseparaden von Yann Sommer zu verdanken hat, der damit Rückstand respektive Ausgleich verhinderte.

 

Aufstellungen

Ingolstadt: Hansen - M. Matip, Tisserand (72. Kittel), Bregerie – Hadergjonaj, Cohen, Morales, Suttner - P. Groß (78. Hinterseer), A. Jung (46. Roger) – Lezcano

Borussia: Sommer - Jantschke, A. Christensen, Vestergaard, Wendt - Kramer, Strobl (61. Dahoud) - Hofmann, Stindl (87. Raffael), F. Johnson – Drmic (80. Hahn)

 

Tore:

0:1 Stindl (60.)

0:2 Hahn (90. +1)


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