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Durch ein Tor in buchstäblich letzter Minute hat Borussia Mönchengladbach weiterhin alle Chancen, auch 2013 international zu spielen. Juan Arango sicherte in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem trockenen Flachschuss der Favre-Elf einen glücklichen, dennoch nicht unverdienten Punkt. Nach Kiew und Limassol bleiben die Rheinländer auch bei ihrem dritten Auswärtsauftritt ungeschlagen.

Lucien Favre hatte die Mannschaft entgegen dem Freiburgspiel auf zwei Positionen geändert. Der wiedergenesene Tony Jantschke rückte für Martin Stranzl ins Team, Igor de Camargo wurde durch Mike Hanke ersetzt. Marseille, die nach einem 2:0-Sieg am Wochenende punktgleich mit Paris St. Germain die französische Ligue 1 anführen, drängte nach der Niederlage in Mönchengladbach auf Wiedergutmachung. Klar war, dass sich der Verlierer der Partie wohl aus dem europäischen Wettbewerb verabschieden darf. Die Franzosen starteten daher offensiv und drängten die Borussia bereits frühzeitig in die Defensive. Nach 15 Minuten dann die erste Schrecksekunde, als ter Stegen eine Flanke unterlief und Oscar Wendt einen Kopfball artistisch auf der Linie klären konnte. Umso überraschender die Führung für die Borussia. Nach einem schlecht zu Ende gespielten Konter schien die Situation eigentlich schon bereinigt. Statt den Ball aber kontrolliert weiter zu spielen leistet sich Verteidiger Cheyrou einen katastrophalen Blackout, indem er sich am eigenen Fünfmeterraum den Ball von Arango abluchsen ließ. Dessen Hereingabe brauchte Mike hanke nur noch ins Tor zu schieben. Marseille reagierte geschockt. Zwar behielten die Franzosen ein optisches Übergewicht, die Angriffsversuche blieben aber weitestgehend ungefährlich. Ganz anders die Borussia, die durch gefährliche Konter immer wieder Nadelstiche setzte. So z. B. Mike Hanke, als er in der 40. Minute zwei Verteidigern enteilte, mit seinem Schuss jedoch nur das Aussennetz traf.

Gladbach stand tief, kontrollierte das Spiel aber auch nach Wiederanpfiff. Marseille agierte glück- und ideenlos. So ungewöhnlich die Führung gewesen war, so bizarr war der plötzliche Ausgleich. Ein Eckball von Barton fand direkt seinen Weg ins Tor, Torhüter ter Stegen hatte die Hereingabe unterschätzt. Der Ausgleich änderte das Bild auf dem Platz. Marseille fasste neues Selbstvertrauen und drängte die Fohlen immer mehr in die eigene Hälfte. Entlastungsangriffe fanden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr statt. Und wieder war es ein individueller Fehler, welcher das Spiel drehte. Nach einem Einwurf vertändelte Brouwers den Ball in den Lauf von Jordan Ayew, der der Abwehr enteilte und ins rechte obere Toreck einschoss. Favre reagierte und brachte mit Mlapa, de Camargo und Xhaka frische Offensivkräfte. Besonders Mlapa sorgte für neuen Schwung in der Gladbacher Offensive. Doch zunächst hatte Marseille die große Chance zur Entscheidung, vertändelte eine 3:1 Situation aber letztendlich kläglich. In der 82. Minute dann fast der Ausgleich, als Mlapa einen schön herausgespielten Angriff frei vor dem Tor nicht zum Abschluss bringen konnte. Die Borussia schien geschlagen, als der hervorragend leitende slowakische Schiedsrichter Kruzliak vier Minuten Nachspielzeit anzeigte. Doch dann kam Rupp, passte in den Rücken der französischen Abwehr auf Arango, der Gladbachs letzten Chancen wahrte.

 

 

Marseille: Mandanda -Fanni, Diawara (Kaboré), Lucas Mendes, Morel - Barton, Ben, Cheyrou - Remy, Amalfitano (Valbueana), A. Ayew - J. Ayew (Abdallah)

 

Borussia: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Alvaro Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx (Xhaka) - Rupp, Arango - Herrmann (Mlapa), Hanke (de Camargo)

 

Tore: 0:1 Hanke (20.); 1:1 Barton (54.); 2:1 J. Ayew (67.); 2:2 Arango (93.)


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