In einer intensiven Partie bezwang Borussia Mönchengladbach nicht unverdient den Champions-League-Achtelfinalisten Bayer Leverkusen mit 2:1. Mann des Tages war dabei einmal mehr Marco Reus, der mit einem Treffer und einer Torvorlage all seinen Kritikern der letzten Wochen Wind aus den Segeln nahm.

 

Früh gelang es dem Noch-Borussen, einen groben Patzer von Daniel Schwaab auszunutzen, der einen Arango-Pass unfreiwillig in den Lauf des Stürmers verlängerte, so dass Reus überlegt ins lange Eck zum umjubelten 1:0 einschieben konnte. In der Folge bot sich ein offenes Spiel, in dem es ohne allzu große Chancen hin und her ging. Gegen Mitte der 1. Halbzeit ließ sich die Elf von Lucien Favre aber immer stärker in die eigene Hälfte zurückdrängen und überließ den Gastgebern weitgehend die Partie. Obwohl sich Borussia – wie schon in den letzten Wochen – viele Ungenauigkeiten im Aufbauspiel leistete und den Gegner damit immer wieder unnötig in Ballbesitz brachte, verstand es Bayer erstaunlich selten, dies zwingend auszunutzen. Chancen ergaben sich für die Werkself ausschließlich aus Weitschüssen, die Marc-Andre ter Stegen mühelos entschärfen konnte.

 

Nach dem Seitenwechsel blieb Leverkusener zwar spielbestimmend, wirkte aber mit zunehmender Spieldauer immer harmloser. Die einzig echte Torchance hatten stattdessen wieder die Gäste und wieder einmal über Marco Reus, der nach 61 Minuten die Entscheidung hätte herbeiführen müssen. Nachdem er sich an 3 Gegenspielern vorbeigedribbelt hatte, stand er erneut frei vor dem Leverkusener Torhüter, der sich aber nicht überlupfen ließ.

 

Dies schien sich in Minute 75 zu rächen, unter Mithilfe des sonst so souveränen ter Stegen, der einen leichten Kopfball aus 5 Metern nicht festhielt und damit Stefan Kießling einlud, im Nachschuss aus kurzer Distanz den Ausgleich zu markieren. Wer jetzt fürchtete, die Bayer-Elf würde in der verbleibenden Viertelstunde mit Vehemenz auf Sieg spielen, sah sich zunächst getäuscht. Borussia zog stattdessen noch einmal an und bekam durch den eingewechselten Igor de Camargo die Riesen-Chance zum direkten Gegenschlag. Doch wieder rettete Leno vor dem freistehenden Belgier. Kurz darauf hatte der Torhüter Glück, als er einen im Grunde zu unplatzierten Schuss von Marco Reus durchrutschen ließ, dieser dann aber übers Tor ging. Auch wenn Leverkusen anschließend durch Kießling und Toprak noch seine größeren Chancen bekam, sollte der entscheidende Schlag auf der richtigen Seite ausgeführt werden. Marco Reus setzte bei einem der typischen Borussen-Konter de Camargo gut in Szene, der dieses Mal mit vollem Tempo an Leno vorbeizog und zum 2:1 einschob. Selbst beim besonnenen Lucien Favre löste dies einen begeisterten Jubellauf zur Eckfahne aus, der wenige Minuten später durch den Schlusspfiff seine endgültige Berechtigung fand.

 

Dank der wichtigen Punkte konnte Borussia zumindest für einige Stunden mit dem Pokalgegner vom kommenden Mittwoch auf Rang 2 gleichziehen. Wichtiger aber war es, den Vorsprung auf die fünftplatzierten Leverkusener auf jetzt schon 11 Punkte anwachsen zu lassen.

 

Leverkusen: Leno – da Costa (83. Friedrich), Schwaab, Toprak, Kadlec – Castro, Reinartz, Rolfes (63. Derdiyok), Renato Augusto, Schürrle – Kießling

 

Borussia: ter Stegen – Stranzl, Brouwers, Dante, Daems – Wendt (83. Ring), Nordtveit, Neustädter, Arango – Reus (90. Marx), Hanke (70. de Camargo)

 

Tore: 0:1 (7.) Reus, 1:1 (75.) Kießling, 1:2 (88.) de Camargo

 

Gelbe Karten: Toprak, Schwaab – Stranzl, Nordtveit

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