VfL WolfsburgFast jeder hat diesen Traum schon gehabt: Angesichts schrecklicher Gefahr will man panisch schreien oder fliehen, kann sich aber weder bewegen noch einen Ton herausbringen. So ungefähr müssen sich die drei Bayernspieler gefühlt haben, als sie hilflos mit ansahen, wie der Ball sich nach Grafites Hackentrick mit einer Geschwindigkeit von etwa einem halben Kilometer pro Stunde ins Tor schleppte. So spektakulär das Tor war, man kann darüber streiten, ob Dzekos genial abgeschlossener Konter zum 3:1 nicht sogar noch sehenswerter war. Man kann sich wohl darauf einigen, dass es derzeit leichtere Gegner gibt als ausgerechnet den VfL Wolfsburg.

Wenig ist dazu angetan, den Gladbachern Hoffnung zu machen. Wer in der Rückrunde nur gegen die Karlsruher Strafraummelancholiker zu Null spielte, wie will der Misimovic-Grafite-Dzeko am Toreschießen hindern? Wer gegen zwei Abstiegskandidaten in Folge ohne eigenen Torerfolg blieb, wie will der gegen Wolfsburg treffen, das in der Bundesliga auf die zweitkleinste Zahl an Gegentoren kommt? In der Hinrunde hätte man sich noch mit der Wolfsburger Auswärtsschwäche trösten können, aber die ist nach drei Siegen in der Fremde hintereinander inzwischen auch Geschichte. So muss man sich seine Hoffnungsschimmer mühsam zusammensuchen: Vielleicht unterschätzt der Tabellenführer den Sechzehnten ja doch ein ganz klein wenig, trotz anderslautender Ankündigungen? Vielleicht erwischt Marko Marin einen Sahnetag, vielleicht platzt bei Colautti endlich der Knoten, und schließlich ist der Fußball doch immer für Überraschungen gut. Vorher einfach aufgeben kann man ja schlecht.

Borussias Defensive

Gegen Karlsruhe lieferte Dante ein vielversprechendes Startelf-Debüt ab, was mit Blick auf die Wolfsburger Offensivabteilung aber allenfalls als Aufwärmen zählt. Sein Partner wird erneut Roel Brouwers heißen, auch wenn der sich gegen den KSC in manchen Szenen ungewohnt orientierungslos zeigte. Steve Gohouri aber hat den Trainer nicht nachhaltig genug beeindruckt, um sich als Alternative anzubieten. Auch sonst ist in der Viererkette mit keinen Änderungen zu rechnen, auch wenn Tobias Levels nach zuvor guten Leistungen einen Platz links hinten durchaus verdient hätte.

Interessant wird werden, ob einer der defensiven Mittelfeldspieler als Sonderbewacher Misimovics fungieren wird. Tony Jantschke hätte sich dafür eignen können; der Youngster laboriert aber an einem Muskelfaserriss. So könnte Michael Bradley diese Aufgabe zufallen; der Amerikaner wäre dann aber seiner eigenen Offensivqualitäten weitgehend beraubt.

Borussias Offensive

Allgemein wurde in dieser Woche betrauert, dass Roberto Colautti in Karlsruhe zu Unrecht wegen angeblichem Abseits gestoppt wurde, als er alleine auf das Tor zugelaufen wäre. Ein Erfolgserlebnis wäre für den Israeli immens wichtig. Förderlich wäre es dafür, wenn die Kollegen sich noch entschiedener auf seine Spielweise einstellen und ihn weniger als Friend als Prellbock, sondern stärker als Kombinationspartner begreifen könnten. Auch steil schicken darf man Colautti gern öfter.

Einer, der das könnte, ist Marko Marin, mit dessen Rückkehr man bei der Borussia einige Hoffnungen verbindet. Ob Karim Matmour rechtzeitig wieder genesen wird, um die andere Außenbahn zu bearbeiten, war bei Redaktionsschluss noch offen. Dass andernfalls Oliver Neuville spielen wird, darf man aber bezweifeln. Neuville war in Karlsruhe offensiv kein belebendes Element, und aus Sicht der Defensive könnte diese Lösung gegen einen so angriffsfreudigen Außenverteidiger wie Marcel Schäfer zu riskant sein. Letzteres gilt für Moses Lamidi nicht minder. So gesehen würde sich Gal Alberman anbieten, aber auch dessen Einsatzfähigkeit ist zurzeit noch fraglich. Vielleicht kehrt also Patrick Paauwe in die Startelf zurück.

Der Gegner aus Wolfsburg

Bei Opel würde man sich freuen, solche Probleme zu haben. Gedanken wird man sich bei der Volkswagen AG darüber aber schon machen müssen: Welches Transfervolumen soll man nächste Saison seinem kickenden Werbeträger genehmigen? Allzu kostspielige Neuverpflichtungen könnten sich als PR-Eigentor erweisen in Zeiten, in denen VW-Leiharbeiter in den Hungerstreik treten. Auf der anderen Seite wird man die Erfolgsstrategie der letzten beiden Jahre fortsetzen wollen. Schon ist vom „Charme der Retorte" zu lesen, und Parallelen zu Hoffenheim in der Hinrunde drängen sich in der Tat auf: Ein taktisch hoch versierter Trainer wird mit großen Befugnissen und riesigen finanziellen Mitteln ausgestattet; durch deren intelligenten Einsatz entsteht ein ebenso attraktiv wie erfolgreich spielendes Team. Mit Felix Magath wird derzeit über vorzeitige Vertragsverlängerung verhandelt, und sicher wird der sich dabei ausbedingen, dass im VW-Schlaraffenland auch künftig Milch und Honig fließen mögen. Wobei der Trainer, auch hierin Hoffenheims Rangnick ähnlich, den Hinweis auf die eingesetzten Gelder gar nicht schätzt. Schätzungen über Ausgaben von 62 (gegenüber Einnahmen von 17) Millionen in den letzten beiden Jahren seien übertrieben; außerdem gebe es einen Komplettumbruch des Kaders eben nicht umsonst.

Nein, sicher nicht. Aber es hilft schon, wenn man für den neuen Abwehrchef (Barzagli) eine Summe jenseits der zehn Millionen hinlegen und sich auch mal einen sieben Millionen schweren Fehlgriff (Zaccardo) leisten kann. Auf der anderen Seite finden sich unter den Stammspielern des Tabellenführers auch manche günstigere Glücksgriffe: Torwart Benaglio, die Außenverteidiger Pekarik und Schäfer, der Sechser Josué - sie alle kamen für jeweils höchstens 1,5 Millionen. Andere, wie Misimovic und Dzeko (jeweils 4 Millionen) haben ihren Marktwert längst vervielfacht.

Wolfsburger Defensive

Im Tor hat Diego Benaglio zwar in DFB-Pokal und UEFA-Cup einige unglückliche Spiele hingelegt, in der Bundesliga war er aber vor allem in der Rückrunde wieder ein souveräner Rückhalt. Nach einigen Experimenten in der Hinrunde hat sich Magath in der Rückrunde auf Pekarik, Simunek, Barzagli und Schäfer als Viererkette festgelegt.

Für die rechte Position war vor der Saison eigentlich Cristian Zaccardo vorgesehen, der mit Barzagli aus Palermo kam, in der Viererkette aber auf ganzer Linie enttäuschte. Etwas besser kam er im defensiven Mittelfeld zurecht, ohne dort aber mehr als eine Alternative zu werden. Kaum etwas versinnbildlicht den Absturz des Weltmeisters mehr als die UEFA-Cup-Partie gegen Portsmouth, in der ihn Magath durch eine Auswechslung schon nach 36 Minuten geradezu demütigte. Seinen Platz im Team nimmt inzwischen der im Winter nachverpflichtete Peter Pekarik ein. Der offensivstarke Slowake wurde in der ersten Rückrundenpartie gegen Köln zur Pause für den desolaten Zaccardo eingewechselt und verpasste seitdem keine Spielminute. Auf der linken Seite sind derzeit Rodrigo Alvim und Sergej Karimow chancenlos gegen Marcel Schäfer. Der ungemein offensivfreudige Neunationalspieler, der in der letzen Saison sechs Tore erzielte, blieb in dieser Spielzeit zwar noch ohne eigenen Treffer, konnte aber deren sieben auflegen.

In der Innenverteidigung wurde das in der letzten Saison noch erfolgreiche Innenverteidigerduo Rodrigo Costa und Jan Simunek durch die Verpflichtung Andrea Barzaglis gesprengt. Das Rennen um den Platz neben dem Italiener schien zunächst Costa zu machen. Der 2007 für fünf Millionen verpflichtete Simunek kam dagegen in der Hinrunde nur zu einem Bundesligaspiel und wurde zwischenzeitlich zur Regionalligamannschaft abkommandiert. Ein furioses Comeback feierte der Tscheche aber in der Rückrunde, in der er alle Partien über die volle Distanz absolvierte. Wechselpläne im Winter waren bei Magath zuvor auf taube Ohren gestoßen. Mit seiner Schnelligkeit und seinen Stärken in Zweikampf, Kopfball und Passspiel hat Simunek alle Voraussetzungen für einen kompletten Innenverteidiger, ist zurzeit aber noch für gelegentliche Aussetzer gut. Allenfalls sporadisch, und dann meist im defensiven Mittelfeld, kommt dagegen Alexander Madlung zum Einsatz. Aus Gladbacher Sicht nimmt man das mit Erleichterung zur Kenntnis, denn Madlung hat die unschöne Angewohnheit, in Spielen gegen die Borussia mit einiger Regelmäßigkeit Tore zu schießen: immerhin vier in den letzten zehn Partien. Nach langem Vertragspoker mit Wolfsburg steht inzwischen fest, dass Madlung den VfL im Sommer verlassen wird; nur das Ziel ist noch unbekannt.

Im defensiven Mittelfeld regiert Josué Anunciado de Oliviero, den Magath als den besten Sechser der Liga bezeichnet. Der taktisch ungemein umsichtige Großmeister des taktischen Fouls kam 2007 aus Sao Paolo, wo er neben der brasilianischen Meisterschaft auch die Copa Libertadores und die Klubweltmeisterschaft gewonnen hatte. Vor allem als im Sturm Grafite ausfiel, stellte Magath Josué gern einen zweiten Sechser zur Seite; inzwischen wird ein solcher aber allenfalls situationsbedingt eingewechselt. Dafür käme neben Madlung vor allem Sebastian Schindzielorz in Frage.

Wolfsburger Offensive

Was, bitte schön, soll man über das Dreieck Misimovic, Grafite und Dzeko noch schreiben? Dass die beiden Stürner allein 35 Tore erzielt haben, drei mehr als alle Borussen zusammen? Dass Dzeko stärker als sein Sturmpartner dazu neigt, auf die Flügel auszuweichen oder sich tief ins Mittelfeld fallen zu lassen? Dass noch keiner eine richtige gute Idee hatte, wie man das Trio ausschaltet? Dass Grafite, der ja zwischendurch länger verletzt ausfiel, Gerd Müllers 40-Tore-Marke zwar nicht mehr knacken wird, in Sachen Spielminuten pro Tor aber aktuell besser dasteht als kleines dickes Müller damals?  Dass Zvejzdan Misimovic mit 16 Assists Topvorbereiter der Liga ist? Vielleicht noch dieses: Neunmal wurde Misimovic in dieser Saison bereits ausgewechselt, einmal mehr als Marko Marin. Schlagzeilen der Sorte „Misimovic: Wie lange tut er sich Magath noch an?" waren trotzdem nicht zu lesen.

Auf den Außenbahnen ist mit dem Duo Riether-Gentner zu rechnen, zumal Makoto Hasebe verletzt ausfällt. Christian Gentner wäre dabei eigentlich ein typischer Fall für Hoffenheim gewesen: jung, offensivstark, technisch versiert, im Heidelberger Raum groß geworden, dann bei Stuttgart ausgebildet, dort aber nicht über die Rolle des Einwechselspielers hinausgekommen. 2007 wurde Gentner an Wolfsburg ausgeliehen, wo er sich nach Anlaufschwierigkeiten zum Führungsspieler entwickelte. Der Leihvertrag ohne Kaufoption gab Stuttgart eigentlich alle Trümpfe in die Hand, trotzdem entschlossen sich die Schwaben vor dieser Saison, Gentner dauerhaft nach Wolfsburg zu entlassen, immerhin für eine ganz ordentliche Ablösesumme.

Ein neues Betätigungsfeld hat im rechten Mittelfeld Sascha Riether gefunden. In der letzten Saison noch rechts in der Viererkette gesetzt, verlor der Ex-Freiburger seinen Platz auf dieser Position erst an Zaccardo, dann an Pekarik. Der enttäuschte Riether war im Sommer wechselwillig, und die Borussia hätte auch gern zu- and dafür tief in die Tasche gegriffen. Ein Transfer scheiterte aber am Veto Magaths.  Riether, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, ist auch im Mittelfeld einsetzbar und wird im Borussiapark, wie schon in den letzten beiden Spielen, wohl auf der rechten Außenbahn auflaufen.

Erste Anwärter auf eine Einwechslung sind im Mittelfeld Ashkan Dejagah und im Sturm Caiuby. Der Brasilianer Caiuby, vor Saisonbeginn für 2,5 Millionen verpflichtet, kam gegen Schalke zu einem der kuriosesten Debüts der Bundesligageschichte. In der 65. Minute eingewechselt, erzielte er eine Minute später seinen ersten Treffer und wurde wiederum acht Minuten darauf aus taktischen Gründen wieder ausgewechselt, sehr zur Belustigung seiner Kollegen auf der Ersatzbank. Bei seinen acht folgenden Kurzeinsätzen gelang dem schnellen und ballsicheren 20-jährigen zwar kein weiteres Tor, immerhin durfte er aber jeweils den Schlusspfiff auf dem Platz erleben. Die weiteren Sturmalternativen heißen Alexander Esswein, Yoshito Okubo und Kamani Hill. Rätselraten gab es dabei um Okubos Ablösesumme: Dem Vernehmen nach soll man sich irgendwo zwischen Vissel Kobes Forderung von zehn Millionen und Wolfsburgs Angebot von einer getroffen haben, aber mit dieser Angabe wird man keinen Preis der Gesellschaft zur Förderung statistischer Präzision gewinnen.

Schiedsrichter


Einen Shootingstar der deutschen Schiedsrichterszene darf man am Samstag an der Seitenlinie begrüßen. Dort wird Robert Kempter die Fahne schwenken, jüngerer Bruder des Bundesligaschiedsrichters Michael Kempter und seines Zeichens der mit 20 Jahren jüngste Schiedsrichter, der jemals hauptverantwortlich ein deutsches Profispiel leiten durfte. Zugetragen hat sich das vor einem guten halben Jahr am Aachener Tivoli, und Kempter wurde allgemein eine gute Leistung attestiert. Erfahrener ist sein Kollege auf der anderen Seite: Immerhin durfte Stefan Lupp schon einmal in Valencia als Schiedsrichterasssistent UEFA-Cup-Luft schnuppern.

Die Pfeife bekommt aber Knut Kircher. Bei seinem letzten Auftritt im Borussiapark bekam er auch die Pfiffe. Als Mainz in der letzten Saison 1:0 in Gladbach siegte, versagte Kircher den Borussen mindestens einen klaren Elfmeter, ein zweiter wäre vertretbar gewesen. In der Schlussphase verwies er den protestierenden Christian Ziege des Innenraums und brachte das Publikum durch unerklärlich kurze Nachspielzeit zusätzlich in Rage. Dass zu allem Übel Borja vor seinem Tor auch noch knapp im Abseits stand, war ohne Zeitlupe aber kaum zu sehen. In dieser Saison pfiff Kircher Borussias 2:1-Niederlage in Dortmund, wobei er Tingas Handspiel vor dem Führungstreffer übersah.

Bilanz

Kuriosum eins: Wenn Borussia zuhause gegen Wolfsburg verliert, dann mit 0:2. Jedenfalls war das bei den bisherigen drei Heimniederlagen so. Kuriosum zwei: In einer Saison, in der Borussia absteigt, siegt sie vorher noch zuhause gegen Wolfsburg.

Umkehrschlüsse gelten aber jeweils nicht. Es gilt erstens also nicht: Wenn Wolfsburg in Gladbach zwei Tore schießt, gewinnt das Team auch. Ein Gegenbeispiel bietet der April 1999, als die Borussia durch zweimal Petterson, Polster und Pflipsen einen 5:2-Sieg herausschossen. Es gilt zweitens nicht: Wenn Borussia zuhause gegen Wolfsburg siegt, steigt sie am Ende ab. Das letzte Gegenbeispiel liegt vier Jahre zurück; damals erzielte Sverkos kurz vor Schluss den einzigen Treffer der Partie.

Aufstellungen

Borussia: Bailly - Stalteri, Brouwers, Dante, Daems - Galasek, Bradley - Paauwe, Baumjohann, Marin - Colautti.
Ersatz: Heimeroth, Gohouri, Kleine, Levels, Alberman, Neuville, Matmour, Lamidi.
Es fehlen: Jaurès, Jantschke, Friend (alle verletzt), Löhe, Dorda, van den Bergh, Schachten (bei der U23 eingesetzt).

Wolfsburg: Benaglio - Pekarik, Simunek, Barzagli, Schäfer - Josué - Riether, Misimovic, Gentner - Dzeko, Grafite.
Ersatz: Lenz, Madlung, Ricardo Costa, Rodrigo Alvim, Karimow, Zaccardo, Adlung, Schindzielorz, Wolze, Dejagah, Caiuby, Okubo, Esswein .
Es fehlt: Hasebe (verletzt).

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Schiedsrichterassistenten: Robert Kempter (Sauldorf), Stefan Lupp (Zossen)
Vierter Offizieller: Robert Kampka (Mainz)

SEITENWAHL-Meinung

Christoph Clausen: Nein, Wolfsburg siegt diesmal nicht mit 2:0 in Gladbach. Sondern mit 2:1, denn Colautti schießt sein erstes Bundesligator. Das Wolfsburger Offensivtrio bekommt die Borussenabwehr aber nur zeitweilig und zweimal eben nicht in den Griff.

Thomas Zocher: Das Leben in Extremen ist eines, dass den Bundesligisten und ihren Anhängern von Leuten auf das Auge gedrückt wird, die sich an ihrer Auflage bzw. ihrer Quote ergötzen. Die Borussia ist nicht so schlecht wie die beiden torlosen Spiele zuletzt ausdrückten, allerdings auch nicht so gut wie die acht Tore gegen Köln und Hamburg. Das ändert schließlich auch nichts daran, dass die Borussia gegen Wolfsburg mit 2:1 gewinnt.

Mike Lukanz
: Vor einigen Wochen hatte Borussias Marketing die Idee, mit besonders günstigen Ticketpreisen das Stadion gegen Wolfsburg und Bielefeld zu füllen. Im Wissen, dass beide Vereine so interessant sind wie die Städte, aus denen sie kommen. Jetzt kommt mit Wolfsburg der Tabellenführer, der vor ein paar Tagen die Bayern aus dem Stadion fegte, auch wenn das in diesen Tagen auch anderen ganz gut gelingt. Tabellenführer hin oder her, Wolfsburg bleibt Wolfsburg. Borussia schafft bei frühlingshaften Temperaturen ein schön anzusehendes 2:2. Danach kann Barcelona kommen.

Michael Heinen: Zum Sieg wird es nicht ganz reichen. Aber mit dem 1:1 wird man am Ende auch gut leben können, obwohl nach dem Spielverlauf durchaus mehr drin gewesen wäre.

Christian Heimanns: Nach dem letzten Wochenende war der Respekt vor Wolfsburg ins Unermessliche gewachsen und die Vorhersagen einer richtigen Klatsche für Borussia blühten nur so auf. Auch wenn der hohe Sieg der Wolfsburger gegen Bayern am Mittwoch abend leicht relativiert wurde, kommen sie dennoch randvoll mit Selbstbewusstsein. Und das wird ihnen reichen, Borussia eine knappe aber ungefährdete 1:0 Niederlage zuzufügen.

Christian Spoo: Wolfsburg kommt zur Unzeit. Die Einschätzung mancher, die Niedersachsen könnten überheblich auftreten und Borussia unterschätzen, ist Pfeifen im Walde. Am Samstag wird unser Pokalfinalgegner von 1995 zeigen, dass der Klassenunterschied ähnlich groß ist, wie seinerzeit - nur mit umgekehrten Vorzeichen. Nach der 0:2 Heimniederlage können wir uns immerhin damit trösten, dass die Bayern gegen Wolfsburg noch höher verloren haben.

Hans-Jürgen Görler: Wer gegen Bochum verliert und in Karlsruhe nicht siegt, dürfte gegen Wolfsburg keine Chance haben. Nach dem 0:2 stellt man(n) einmal mehr fest, dass es ein Leben nach dem Abpfiff gibt. Frohe Ostern.

Thomas Häcki: Was haben eine spanische Hafenstadt und eine Autowerkstadt gemeinsam? Richtig, sie sind zurzeit beide eine Nummer zu groß für den FC Bayern München. Dass nun ausgerechnet die Elf vom Niederrhein den Wolfsburgern die Grenzen aufzeigen soll, ist schwer zu glauben. Nein, beim 0:2 bekommt man dieselbigen selber aufgezeigt. Bleibt tröstend zu erwähnen, dass man sich bei weitem nicht so vorführen lässt, wie ein bajuwarischer Großstadtclub.

Der VfL Wolfsburg im Internet: http://www.vfl-wolfsburg.de/

 

 

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  • @agbeule Das Spiel des #effzeh war auch im letzten Jahr ähnlich limitiert. Aber halt sehr kompakt und vorne noch mit Lebensversicherung.
  • @GJA1201 Stimmt, es sagt auch einiges über die letzte Saison der #Fohlenelf aus. Platz 5 des #effzeh war durchaus nicht unverdient.
  • Es sagt einiges über die Qualität der Bundesliga aus, dass eine so limitierte Mannschaft wie der #effzeh europäisch spielen darf. #BMGKOE
  • Die Ente fliegt raus #dfbpokal #DÜSBMG
  • Wenn Barca an Dembeles aktuellem Streik Schuld hat: wer war dann zuvor in Rennes, bei Mkhitaryan in Donezk und einst bei H. Herrlich Schuld?
  • RT @tspsport: "Die haben sich das zusammengebastelt"- #Bundesliga-Schiri Manuel Gräfe kritisiert Krug und Fandel, im @tagesspiegel https://…

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