VfL BochumWillkommen zum zweiten Abstiegsendspiel der Borussia in der Rückrunde. Auch wenn man sicherlich richtig argumentieren kann, dass für die Elf vom Niederrhein jedes Spiel der Rückrunde ein „Abstiegsendspiel“ darstellt, sind diese sogenannten „Sechs-Punkte-Spiele“ auf dem Weg zum Klassenerhalt nun doch etwas ganz Besonderes. Nach Hannover 96 kommt nunmehr also der zweite Abstiegsaspirant in den Borussen-Park und wieder ist ein heißer Tanz zu erwarten. Dabei dürfte es vielen Borussen-Fans nicht schmecken, dass man mit der „Grauen Maus“ aus der Opel-Stadt einen Gegner auf Augenhöhe zu Gast hat.

Wer hier die Stirn in Falten legt, dem seien ein paar Zahlen mitgeteilt:

  • der Tabellensechzehnte empfängt den punktgleichen Tabellenfünfzehnten
  • der Tabellenvierte der Rückrunde empfängt den punktgleichen Tabellenfünften
  • der Dreizehnte der Heimtabelle empfängt den Sechzehnten der Auswärtstabelle
  • die zweitschlechteste Defensive empfängt die viertschlechteste Defensive
  • ähnliches Profil bei der Heim- und Auswärtsstärke beider Teams
  • fast gleichauf bei geschossenen und empfangenen Toren

Wie man es also dreht und wendet, egal welche Statistik man in dieser Saison bemüht, Borussia Mönchengladbach und der VfL Bochum liegen meist ganz nah beieinander. Da wir aber gerade dabei sind, die Statistik zu bemühen, sollte auch etwas nicht verschwiegen werden, was ein wenig hoffnungsfroher stimmt. Der VfL Bochum konnte in dieser Saison noch kein Spiel auswärts gewinnen, der letzte Auswärtssieg datiert von 10.Mai 2008 (ausgerechnet beim KSC). Wer nun aber glaubt, dass ein ähnlich auswärtsschwaches Team wie Hannover 96 zu Gast ist, der sei gewarnt. Keine Mannschaft konnte in dieser Saison mehr Unentschieden auf des Gegners Platz erzwingen und selbst Mannschaften wie der HSV oder Schalke 04 fuhren öfter mit Null Punkte wieder heim, als die Zechenstädter. Sieht man von dem 0:4 in Frankfurt ab, musste jeder Sieg gegen sie hart erkämpft werden. Schoss Bochum ein Tor, war das seit dem 6. April 2008 sogar immer gleichbedeutend mit Punktgewinnen.
Die Borussia erwartet somit ein hartes Stück Arbeit. Dabei dürfte ihr aber sicherlich entgegenkommen, dass sie sich in den letzten Spielen von einer Souveränität gezeigt hat, die ihr viele gar nicht mehr zutrauen wollten. Keine Frage, das Selbstbewusstsein ist enorm gestiegen. Es gilt also, diesen Schwung auch in diese Partie hinein zu nehmen.

Borussias Defensive

Stell dir vor, es ist Heiligabend und alles wartet auf's Christkind. Genauso geht es den Anhängern der Borussia im Fall Dante. Dass Hans Meyer auf den brasilianischen Neuzugang große Stücke hält, ist bekannt. Nur würden die Fans den vermeintlichen Messias nun auch mal selbst gerne unter die Lupe nehmen. Die ersten Spötter vermuteten bereits, es gäbe diesen Neuzugang überhaupt nicht und man hätte Moses Lamidi eine Perücke übergezogen, um dem Erwartungsdruck des Umfeldes entgegenzuwirken. Erleichtert durfte man daher am Montag zur Kenntnis nehmen, dass Dante nunmehr ins Training eingestiegen ist. Doch was bedeutet dies eigentlich? Was würde passieren, wenn der Brasilianer in die Startelf rückt? Würde dann wie geplant Filip Daems auf links rücken und den zuletzt starken Tobias Levels auf die Bank verdrängen? Oder hieße das neue Innenverteidigerpäarchen Dante/Daems, womit Steve Gohouri und Roel Brouwers, die ebenfalls überzeugen konnten, wieder ins zweite Glied zurückversetzt würden?

Klar wird, dass in der Defensive die Parallelen zwischen Bochum und Mönchengladbach enden. Denn während Bochum hier quasi das letzte Aufgebot auf den Platz schickt, entwickelte sich in Gladbachs Archillesferse plötzlich ein Luxusproblem. Die Verteidiger, die in der Hinrunde noch zu schlecht für die Bundesliga schienen, werden plötzlich zu ernsthaften Alternativen. Selbst Experten reiben sich über diese wundersame Wandlung erstaunt die Augen. Eng verbunden ist dieser Wandel dabei mit einem Namen: Tomas Galasek. Der „Meister des taktischen Fouls" unterbindet gefährliche Situationen oft schon im Ansatz und verleiht damit eine enorme Sicherheit und ein neues Selbstvertrauen im Gladbacher Defensivverbund. An niemanden kann man dies so deutlich erkennen, wie an seinem Nebenspieler Michael Bradley. Der junge US-Boy blüht neben Galasek förmlich auf, was nicht nur an seinen vier Treffern in der Rückrunde zu erkennen ist. Das Duo Galasek/Bradley ist somit im defensiven Mittelfeld gesetzt. Das mag bitter sein für „Iceman" Paauwe, aber im Moment gibt es wirklich keinen Grund für eine Veränderung.

Ebenfalls als gesetzt betrachten darf sich Paul Stalteri auf der rechten Verteidigerseite. Ein Zustand, den die restlichen Verteidiger so nicht für sich in Anspruch nehmen können. Vorausgesetzt, dass für Dante ein Einsatz in der Startformation noch zu früh kommt, stellen sich zwei weitere Positionen in der Viererkette von selbst auf. Tobias Levels hat auf der linken Verteidigerposition seine Chance genutzt und in den vergangenen Wochen mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Es gibt also keinen Grund ihn auszuwechseln, zumal ihm durchaus zuzutrauen ist, den kriselnden Sestak an die Kette zu legen. Daems ist mit seiner ganzen Erfahrung sowieso nicht aus der Verteidigung wegzudenken. Er spielt in der Innenverteidigung. Bleibt also die Position des zweiten Innenverteidigers. Steve Gohouri darf man dabei sicherlich eine starke Rückrunde bescheinigen. Nach seiner Veletzung wurde er jedoch ebenso stark durch Roel Brouwers ersetzt. Da Steve Gohouri aber in dieser Woche weiterhin mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, spricht vieles dafür, das Brouwers auch gegen Bochum wieder in der Startelf steht.

Borussias Offensive

Machen wir es kurz: Rob Friend trifft (endlich) wieder. Nachdem der Kanadier eine gefühlte Ewigkeit auf einen Treffer warten musste, sind es nun sogar zwei Spiele hintereinander, an denen er Torjägerqualitäten beweisen durfte. Er spielt, sollte ihm nicht sein Rücken einen Strich durch die Rechnung machen. Wäre dies der Fall, würden Roberto Colautti, vielleicht aber auch Moses Lamidi bereit stehen.
Auch hinter Rob Friend sollten die Rollen klar verteilt sein. Marin und Matmour über die Aussen, Baumjohann als Schaltzentrale im Mittelfeld. Ob Karim Matmour durch sein Tor ebenso beflügelt wird wie Friend, bleibt abzuwarten. Mit Christian Fuchs spielt er gegen einen starken Verteidiger, der im sicherlich alles abverlangen wird. Marin trifft hingegen auf die aktuelle Schwachstelle der Bochumer. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, dass vieles in der Offensive von ihm abhängen wird.

Der Gegner aus Bochum

Nach einer völlig verkorkten Hinrunde startete der VfL Bochum zu Beginn der Rückrunde durch. Die Abstiegsendspiele gegen den Karlsruher SC und Energie Cottbus konnten gewonnen werden, in Bielefeld gelang ein unglücklicher Punktgewinn. Auch hier hätte man durchaus gewinnen können. Gegen Schalke gewann eine ersatzgeschwächte Bochumer Elf dank enormen Kampfgeistes und in Leverkusen konnte ein Punkt entführt werden. Niederlagen gab es lediglich gegen die Titelaspiranten aus Wolfsburg und München. Keine Frage, die Bochumer gehören zu den Überraschungsteams der Rückrunde. Dies ist umso erstaunlicher, da Bochum von großem Verletzungspech gebeutelt ist. Diese Zwischenphase hat die Kritik um den in Bochum bei den Fans ungeliebten Marcel Koller etwas verstummen lassen. Im Winter hatte es sogar innerhalb der Mannschaft Kritik an dem Schweizer gegeben, in deren Gefolge Kapitän Zdebel gehen musste. Er war suspendiert wurden, nachdem er intern geäußert haben soll, das der Trainer „weg müsse". Zdebel heuerte daraufhin in Leverkusen an, lautlos ging dieser Wechsel ähnlich wie im Gladbacher Fall Rösler nicht vonstatten.
Ähnlich wie in Mönchengladbach startete man nach den Unruhen der Winterpause für viele Experten überraschend durch. Überraschend sind auch die sonstigen Parallelen zu der Niederrhein-Elf. Diese sind nicht nur in der sportlichen Situation zu finden, sondern auch im Spielsystem, in den Problemzonen in den Erwartungen. Es begegnen sich zwei Teams auf Augenhöhe.

Bochums Defensive

Tatort Wolfsburg am siebten Februar dieses Jahres. Es muss ein schwerer Schock für Trainer Marcel Koller gewesen sein, als in der Halbzeitpause klar wurde, das mit Maltritz und Yahia gleich beide Innenverteidiger mit einer Bänderverletzung langfristig ausfallen würden. Was machte der Bochumer Spielleiter daraufhin? Er packte seine Defensivspieler in einen Topf, schüttelte kräftig durch und heraus kam ein Defensivverbund, der dem bisherigen an Qualität in keiner Weise nachstand. Zu Gute kam der Bochumer Defensive dabei sicherlich auch eine aus der Not geborene Systemumstellung, die vor der klassischen Viererkette einen zweiten Sechser berücksichtigt. Christoph Dabrowski wechselte aus dem linken Mittelfeld auf die Position des defensiven Mittelfeldspielers und dieser Wechsel tat im sichtlich gut. Er zählt zu den stärksten Bochumer Akteuren und verkörpert mit seinen Leistungen so etwas wie das Herz der Mannschaft. Mit seinen sechs in dieser Saison bisher erzielten Tore verkörpert er eine Mischung von Torgefahr und starker Defensivleistung. Trifft Dabrowski, war das in seiner gesamten Bochumer Zeit immer gleichbedeutend mit einem Punktgewinn. Und auch mit seiner Position im defensiven Mittelfeld scheint er nichts von seiner Gefährlichkeit eingebüßt zu haben. Er und Bochum, das passt. Wunder also, dass er letztens sogar anklingen lies, seine Karriere in Bochum zu beenden. Ihm zur Seite steht Daniel Imhof, der davon profitierte, das sein Vorgänger Thomas Zdebel dem Ruhrgebiet-Verein nach einem Winter-Theater in Richtung Leverkusen den Rücken kehrte.
Beide Mittelfeldspieler spielen vor einer klassischen Viererkette. Nach der Katastrophe von Wolfsburg wurde diese ja, wie erwähnt, kräftig umgestaltet. Eine Konstante bildet dabei der Österreicher Christian Fuchs auf der linken Seite. Nach einer eher durchwachsenen Hinrunde ist er dort zum absoluten Leistungsträger geworden und zählt neben Dabrowski zu den stärksten Akteuren der Bochumer Rückrunde. Sein Pendant auf der rechten Seite dürfte Matias Concha sein. Der verletzungsanfällige Schwede profitierte dabei mehrfach von der aktuellen Verletzungskrise der Bochumer. Erst wurde der etatmäßige Rechtsverteidiger Marc Pfertzel notgedrungen in die Innenverteidigung versetzt, dann verletzte sich auch noch dessen Nachfolger Oliver Schröder. Concha konnte bisher kaum überzeugen, aber es gibt eben wenig Alternativen. Besonders groß ist die Not in der Innenverteidigung. Mit Mergim Marvaj spielt ein Innenverteidiger dessen Spiel von Licht und Schatten geprägt ist. Der bereits erwähnte Marc Pfertzel fehlt hingegen in Mönchengladbach an seiner Seite, da er nach einer roten Karte gesperrt ist. Somit dürfte der Vertragsamateur Patrick Fabian zu seinem zweiten Spiel von Beginn an kommen. Es läßt sich nicht verleugnen, die Bochumer Defensive besteht aus so etwas wie dem letzten Aufgebot. Im Tor steht übrigens mit Fernandes ein solider Bundesligatorhüter. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Wenigstens hier ist das Bochumer Verletzungspech hingegen kein Thema

Bochums Offensive

Die Parallelen zur Borussia sind auch im Bochumer Offensivspiel zu finden. Ebenso wie die Fohlen spielen auch die Bochumer mit einem Stossstürmer. Während bei Gladbach aber Rob Friend diese Position verhältnismäßig konkurrenzlos ausfüllt, steht man bei Bochum vor der Wahl der Qual. Ob Bochum-Rückkehrer Vahid Hashemian, Ex-Borusse Marcin Mieciel oder eben der Türke Sinan Kaloglu, sie alle blieben bisher den Beweis ihrer Wertigkeit schuldig. Ganze fünf Tore konnte dieses Trio auf sein Konto verbuchen. Da wunderte es nicht, dass man sich grade auf dieser Position in der Winterpause mit dem auch in Mönchengladbach gehandelten Diego Klimowicz verstärkte, doch der Neuzugang aus Dortmund - man glaubt es kaum - ist verletzt. Zuletzt vertraute Marc Koller wieder Mieciel, so dass er wohl auch beim Spiel im Borussen-Park die besten Karten für einen Platz in der Startelf haben sollte.
In Szene setzen soll diesen Stürmer ein Dreier-Mittelfeld. Den Bochumer Baumjohann hinter den Spitzen mimt dabei der Kameruner Joel Epallé, der mit einem Tor und einem Assist allerdings ungleich torungefährlicher ist. Er wird flankiert von Mimoun Azaouagh auf der linken und dem letztjährigen Bochumer Überflieger Stanislav Sestak. Der Slowake wirkt dabei in dieser Saison wie der Schatten seiner selbst. Mit vier Toren scheint er wenigstens so was wie den Hauch von Torgefahr zu versprühen. Sein letzter Treffer resultiert dabei allerdings auch schon vom 15. Spieltag. Eine Alternative zu ihm könnte Paul Freier sein. Der ehemalige Nationalspieler muss nach einer noch schwächeren Hinrunde und einer überstandenen Verletzung allerdings noch Spielpraxis in der Regionalliga sammeln, so dass ein Einsatz allenfalls in Form einer Einwechslung in Frage kommt.

Schiedsrichter

Der 35-jährige Manuel Gräfe aus Berlin wird die Leitung der Partie übernehmen, der Referee von Hertha 03 Zehlendorf ist seit 2004 in der Bundesliga und seit vorvergangenem Jahr als FIFA-Schiedsrichter aktiv. Die Borussia betreute der ledige Sportwissenschaftler in der 1. Fußball-Bundesliga letztmals am 3. Spieltag beim 3:2-Heimerfolg über den SV Werder Bremen, als er aufgrund der im fairen Rahmen abgelaufenen ersten beiden Spielhälften nur sehr wenig in Erscheinung trat und sich, wohl deshalb, im Anschluß an die reguläre Spielzeit dazu entschloss eine unnötig verlängerte Nachspielzeit durchführen zu lassen. Die Borussia, die im Begriff war, ihre zwischenzeitliche 3:0-Führung nach zwei Anschlusstoren doch noch einzubüßen, konnte den vehementen Bremer Versuchen während dieser Extrazeit allerdings widerstehen.

Interessanterweise wurde Manuel Gräfe vom DFB der Borussia in den letzten Jahren vorwiegend in Pokalspielen zugeteilt, so beaufsichtigte er das 1:3 der Borussia bei Bayern München im DFB-Pokal der Vorsaison und auch die Niederlage in Osnabrück in der Abstiegssaison der Borussia. In der letzten Zweitligasaison, aber auch in der Abstiegssaison 2006/07 war Gräfe in Punktspielen ohne Einsatz mit der Borussia, pfiff in der „Horst-Köppel-Saison" 2005/06 das 0:3 bei Bayern München am 1. Spieltag und das Heim-2:1 über Werder Bremen mit dem kuriosen Eigentor von Frank Baumann.

Bilanz

Achtzehn Siege bei acht Unentschieden und fünf Niederlagen. Gegen kaum einem anderen Bundesligisten sieht die Heimbilanz so positiv aus, wie gegen den VfL Bochum. Der letzte Heimsieg liegt aber bereits elfeinhalb Jahre zurück, damals drehte die Borussia durch Tore von Effenberg und Juskowiak in der Schlussphase noch das Spiel auf 2:1. Seitdem konnte man sechs Ligaspiele in Folge nicht gewinnen. Die Bilanz war also mal deutlich positiver. Seit 1989 steht die Bilanz sogar bei drei Siegen und je fünf Unentschieden und Niederlagen. Bochum ist also unbequem geworden. Besonders bitter bleibt in Erinnerung, als die Borussia in ihrer ersten Abstiegssaison nach der Führung in der Nachspielzeit postwendend noch den Ausgleich bekam. Bereits Anfang der Neunziger Jahre konnten mehrere Heimspiele nicht gewonnen werden. Damals kam es im Anschluss zu einem 7:1-Befreiungsschlag. Ganz so hoch braucht es diesmal nicht zu werden, aber ein Ende der schwarzen Serie wäre schon hilfreich.

Aufstellungen

Borussia: Bailley - Stalteri, Brouwers, Daems, Levels - Galasek, Bradley - Matmour, Baumjohann, Marin - Friend.
Ersatz: Heimeroth - Dante, Gohouri, Dorda, Kleine, Paauwe, Jantschke, Alberman, Lamidi, Neuville, Colautti.
Es fehlen: van den Bergh, Jaurès (verletzt), Gospodarek, Touma, Coulibaly (nicht berücksichtigt)

Bochum: Fernandes - Concha, Fabian, Marvaj, Fuchs - Dabrowski, Imhof - Sestak, Epallé, Azaouagh - Klimowicz.
Ersatz: Heerwagen - Bönig, Vogt, Grote, Freier, Schmitdtgal, Hashemian, Kaloglu, Mieciel.
Es fehlen: Pfertzel (gesperrt), Maltritz, Yahia, Ono, Schröder (alle verletzt)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Schiedsrichterassistenten: Felix Zwayer, Markus Häcker
Vierter Offizieller: noch nicht bekannt

SEITENWAHL-Meinung

Thomas Häcki: Zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Es wird also nicht leicht, geschweige denn selbstverständlich, gegen den Abstiegskampf-Konkurrenten drei Punkte einzufahren. Für die Borussia spricht aber der Rückenwind der letzten Spiele und das wird letztendlich entscheidend sein. Der 2:0-Erfolg gegen den VfL Bochum wird hart erkämpft sein, aber letztendlich den Aufwärtstrend der letzten Wochen untermauern.

Thomas Zocher: Das Komplizierte an der Situation vor diesem Spiel ist, dass das Spiel an sich in den Hintergrund zu rücken droht. Angesichts der Faseleien über die Wichtig- und Wertigkeiten des „großen Erfolgs" im Derby beim 1. FC Köln diskutierte man in dieser Woche sehr wenig über Bochum, die ebenso fabelhaft aus den Rückrundenstartblöcken gekommen sind. Weil aber Hans Meyer der Borussenelf vorsteht und ihr vermittelt, was notwendig ist, siegt die Borussia in keinem guten Spiel mit 2:1 über den Klub seines Kollegen Marcel Koller.

Michael Heinen: In Bochum hat man zwar auch 11 Punkte in der Rückrunde geholt. Die Stimmung ist aber wesentlich gereizter. Zwar darf man sich nicht zu sicher sein. Aber gegen eine sehr geschwächte Innenverteidigung sollte für Borussia ein 3:1-Erfolg möglich sein.

Hans-Jürgen Görler: Ein Sieg gegen den HSV und ein Sieg im Derby. Wohl kaum jemand hätte der Borussia eine solche Leistungssteigerung zugetraut. Und nun tritt ein Gegner aus dem Tabellenkeller im Borussia-Park an. Da könnte man mahnen und sich in Zweckpessimismus ergehen, aber ich denke, dass am 25. Spieltag der - hoffentlich nicht nur vorübergehende - Sprung ans rettende Ufer gelingen wird. Der VfL Bochum wird mit 2:0 besiegt.

Mike Lukanz: Ich gebe zu, dass ich in den vergangenen Wochen tendenziell vorsichtiger getippt habe. Das Ergebnis des Derbys verfolgte ich im Auto auf meiner Fahrt nach Berlin und entdeckte wieder, welche Emotionen die Live-Konferenz in Zeiten von Überall-TV wecken können. So bin ich diese Woche milde gestimmt: Mein Kopf sagt mir, dass das Spiel unentschieden endet, aber meine Derbysieg-Glückshormone vernebeln mir die Sicht: Borussia gewinnt verdient mit 3:0.

Christoph Clausen: Man ist von der Borussia zwar Enttäuschungen gewöhnt. Im Moment aber spricht nicht wenig dafür, dass sich die Meyer-Elf die Chance nicht entgehen lassen wird, endlich die Abstiegsränge zu verlassen. Borussia siegt mit 3:1.

Christian Heimanns: Darf man 3 Siege in Folge tippen? Klar, dieses Spiel muss ja auch gewonnen werden, wenn die letzten beiden überraschenden Auftritte nicht entwertet werden sollen. Im Gegensatz zu den uns völlig unterschätzenden Hamburgern und den reichlich desorientierten Kölnern steht diesmal allerdings reiner Abstiegskampf auf dem Programm. Enges, unschönes Spiel, viele Fouls und ganz sicher keine vier Tore. Hoffentlich wissen das auch alle Zuschauer, die der Borussia bereits die Bude einrennen. Es geht aber gut aus mit einem 2:1 für uns.

Christian Spoo: Die Siege gegen Hamburg und Köln waren Balsam auf die geschundenen Seelen der Borussenfans, zumal sie - vor allem in dieser Form - nicht unbedingt erwartet worden waren. Gegen Bochum ist es anders: jeder rechnet mit einem erneuten Sieg und der wäre angesichts der Tabellensituation auch extrem wichtig. So werden sich viele Stadionbesucher wundern, wie schwer sich Borussia mit dem falschen VfL tut. Es wird kein schönes, ein aufreibendes und enges Spiel. Am Ende stehen dennoch drei Punkte. Borussia gewinnt mit 1:0.

Der VfL Bochum im Internet: http://www.vfl-bochum.de/

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