4 Punkte nach 8 Spielen, ein zutiefst verdienter Tabellenplatz 18 nach Leistungen, die einige Experten bereits an der Erstligatauglichkeit des Kaders zweifeln lassen. Und dennoch herrscht wieder so etwas wie Vorfreude und Euphorie rund um den Borussia-Park. Der Grund hierfür trägt einen Namen: Hans Meyer. Mit dem Rückkehrer verbinden die Fans eine bessere Vergangenheit, nach der sich die Fans nach den zahllosen Enttäuschungen der letzten Jahre so sehr zurück sehnen.

Einem jedem von uns sollte bewusst sein, dass selbst ein Hans Meyer keinen Garantieschein für einen erfolgreichen Klassenerhalt bietet und dass die Probleme in der Mannschaft tiefer liegen, als dass sie allein durch seine Anwesenheit direkt verschwinden könnten. Aber dennoch sollte man versuchen die Chance zu nutzen, im Zuge der aktuellen Euphoriewelle die lösbare Heimaufgabe zu bewältigen und sich das so dringend benötigte Erfolgserlebnis zu verschaffen.  

Fans und Presse können sich bei einem Trainerwechsel zu Beginn stets über eine Menge Diskussionspotential freuen, welche Veränderungen der neue Trainer einführen wird, welche Spieler zu den Gewinnern und zu den Verlieren zählen mögen. Das Luhukay-Konzept eines breiten Kaders, der variabele Spielsituationen ermöglicht, wurde in Liga 2 noch vehement bejubelt und als wegweisend empfunden. In Zeiten sportlichen Erfolgs ist jede Maßnahme genauso goldrichtig, wie sie bei Niederlagen urplötzlich zur Wurzel allen Übels verklärt wird. In der 1. Bundesliga ging die Strategie an den ersten 7 Spieltagen jedenfalls nicht auf. Anstatt die Gegner zu überraschen schien eher die eigene Mannschaft durch die Rotation verunsichert, wie ebenso bestehende Hierarchien in Frage gestellt wurden. 
 

Borussia-Defensive 

Von Hans Meyer ist zu erwarten, dass er eine feste Achse auf dem Feld installieren wird, wobei abzuwarten bleibt, welche Spieler er hierzu auserwählen wird. Patrick Paauwe wird dank seiner Erfahrung und Übersicht mit ziemlicher Sicherheit dazugehören, auch wenn seine Leistungen in den ersten Spielen ebenso zu wünschen übrig ließen. Betrachtet man Meyers erstes Wirken bei Borussia, so käme der Niederländer vielleicht sogar für die Rolle in Frage, die damals Damir Buric zwischenzeitlich als Chef einer Dreierkette einnahm. Mit einem 3-4-3-System gelang es Meyer die Stabilität zurück zu gewinnen, ehe er im Lauf der Saison auf sein 4-3-3 umstellte. Filip Daems und Thomas Kleine könnten zusammen mit Paauwe eine akzeptable Dreierkette bilden, würden aber eine recht gewagte Systemumstellung implizieren. 
 

Wahrscheinlicher scheint es, dass bereits die Aufstellung aus dem Bochum-Spiel vorab mit Meyer durchgesprochen wurde und sich somit relativ wenig ändern wird. Gezwungenermaßen muss Borussia leider auf Steve Gohouri verzichten, der nicht rechtzeitig fit werden wird und in der Form der ersten Bochumer Halbzeit einen herben Verlust darstellt. Dies gilt umso mehr, als dass für ihn kein echter Ersatz bereit steht. Marcel Ndjeng hat dies am Freitag im zweiten Spielabschnitt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So wäre Tobias Levels der logischste Kandidat, wenn Meyer möglichst wenig an seinem System ändern möchte. Gleichzeitig birgt der kampfstarke, aber spielerisch arg beschränkte Levels aber stets ein Risikopotential. 
Die Alternativen bestehen zum einen in der Umstellung auf die oben beschriebene Dreierkette, wodurch das Überangebot im Mittelfeld besser genutzt werden kann. Oder aber Sebastian Svärd rückt auf die Rechtsverteidigerposition zurück und überlässt den Platz im defensiven Mittelfeld Gal Alberman.  

Während die meisten Zeitungen die Torwartfrage bereits zu Gunsten von Uwe Gospodarek geklärt sehen, dürften auch hier die Würfel noch nicht unbedingt gefallen sein. Das Fanlager spaltet sich aktuell in zwei Torhüterlager auf. Letztlich sollten wir solche Scharmützel aber schnellstmöglich zu den Akten legen, denn nichts können wir weniger gebrauchen als eine Dauerdiskussion, wer von den beiden Keepern jetzt am unsichersten auftritt. Die Problematik ist klar. Gibt Meyer Heimeroth doch wieder den Vorzug und patzt dieser, so haben wir gleich zwei verunsicherte Torhüter. Andererseits gibt es genügend Beispiele von Torhütern, die von ihren Trainern eine Denkpause erhalten haben und anschließend gestärkt daraus hervorgingen. Der Qualitätsunterschied zwischen den beiden ist so gravierend nicht, so dass es letztlich eine Glaubensfrage ist, wen man für weniger fehlerträchtig hält.

Egal, welchen Glauben Hans Meyer am Ende besitzt. Der Torhüter, der am Samstag zwischen den Pfosten steht, sollte vorläufig das Vertrauen und die volle Unterstützung des Trainerteams und der Fans besitzen. Ob man dann in der Winterpause nach Alternativlösungen Ausschau halten möchte, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch genauso müßig zu beantworten wie die spannende Frage, welche Akteure aussortiert und auf welchen Positionen nachgekauft werden wird.
 

Borussia-Offensive
 

All dies werden die nächsten Wochen weisen und es ist zu hoffen, dass die Spieler diesen Konkurrenzkampf positiv annehmen und ihre Leistungen entsprechend nach oben anpassen. Auch in der Offensive besteht dafür genügend Potential. Rob Friend gilt bislang als unangefochtener Sturmführer und seine spielerische Ähnlichkeit zu Arie van Lent lässt die Prognose zu, dass er auch in den kommenden Wochen gesetzt sein wird. Nicht zu verschweigen ist aber, dass er trotz seiner bereits 3 Saisontore mindestens doppelt so viele Großchancen fahrlässig hat liegen lassen. In Bochum hing er völlig in der Luft und passte in der Form überhaupt nicht ins angedachte System. 
 

Es ist bekannt, dass Hans Meyer Roberto Colautti bereits nach Nürnberg lotsen wollte, ehe man sich dann doch für Angelos Charisteas entschied. Dies dürfte dem Israeli Hoffnung machen, in Zukunft stärker berücksichtigt zu werden. Schlecht für ihn ist hingegen die Vorliebe unseres neuen Trainers für ein 4-3-3-System, in dem kein Platz ist für einen zweiten Zentrumstürmer. Die Rolle von Oliver Neuville ist ebenso ungewiss. Überlegungen, dass er ein neuer Toni Polster werden könnte, scheitern daran, dass die beiden Angreifer völlig unterschiedliche Spielweisen gepflegt haben. Hans Meyer ist bekannt dafür, nach hinten mitarbeitende Angreifer zu bevorzugen. Wer dies nicht befolgt, wird zu Demut erzogen, unabhängig davon welches Talent vorhanden sein mag. Auch ein Marko Marin darf sich daher nicht auf seinen Leistungen ausruhen, sondern wird zu lernen haben, wie er der Mannschaft insgesamt am besten helfen kann. 
 

Dem bisherigen Kapitän droht hingegen trotz seiner Stärken in der Rückwärtsarbeit die Rolle des Edeljokers, die für einen 35jährigen aber auch keinen Schandfleck darstellen würde. Wer Neuville aber bereits vollends abschreibt, könnte sich durchaus wundern, denn seine flexible Spielweise lässt ihn ebenfalls als Außenstürmer oder fürs offensive Mittelfeld in Frage kommen. Dort versuchte sich zuletzt Michael Bradley, dem aber die Eingewöhnung noch nicht vollends gelungen ist. Es wäre zumindest mutig, ihm bei diesem so wichtigen Heimspiel erneut das Vertrauen auf dieser so wichtigen Schaltposition zu schenken. Die Alternativen Rösler, Baumjohann oder Neuville bieten aber ähnliche Ungewissheiten, konnten sie doch zuletzt nicht wirklich konstant überzeugen.
 

Es wird spannend sein zu sehen, welche Vorstellungen Hans Meyer hat und wie er diese in seinem Spiel 11 aus 28 umsetzen kann. Das Besondere an Borussias Kader ist, dass die qualitativen Unterschiede zwischen den Spielern so gering sind wie bei kaum einem anderen Bundesligisten. Daher ist es auch eher sekundär, wie Meyer letzten Endes aufstellen wird. Es wird entscheidend darauf ankommen, dass er den gewählten Spielern die richtige Einstellung vermittelt und sich dann in den kommenden Wochen eine Einheit bildet, die über kurz oder lang fähig ist, ihr volles Potential abzurufen. Bis es soweit ist, werden wir aber wohl oder übel noch mit einigen schwächeren Auftritten und auch Niederlagen leben müssen. Zu hoffen bleibt, dass es nicht unbedingt schon gegen den KSC einen solch bitteren Ausgang nimmt.
 

Der Gegner aus Karlsruhe:
 

Das Nachholspiel in Frankfurt war sinnbildlich für den bisherigen Saisonverlauf des KSC. Eine ordentliche Leistung wurde einmal mehr durch späte Gegentore zunichte gemacht. 8 von 12 Gegentoren kassierte man in der Schlussviertelstunde. Andernfalls könnte der Verein sogar noch besser dastehen als in der Vorrunde der letzten Saison, was ihnen vor dieser Spielzeit kaum jemand zugetraut hatte. Nach den schmerzlichen Abgängen von Thomas Hajnal und Mario Eggimann galt die Elf von Ede Becker für viele neben Energie Cottbus und Arminia Bielefeld als Hauptabstiegskandidat. Die ersten Auftritte konnten dies aber deutlich widerlegen und zeigten, dass in dieser Mannschaft mehr steckt. Dennoch besteht die Gefahr, dass zumindest ein Großteil der Borussen-Fans den Gegner unterschätzt und von einem Pflichtsieg ausgeht. Zweifelsohne gehört Karlsruhe zu den Mannschaften, die man im Abstiegskampf daheim besiegen sollte. Ein Selbstläufer wird diese Partie aber gerade in unserem aktuellen Zustand mitnichten. 
 

KSC-Defensive
 

Borussia wird auf eine eingespielte Mannschaft treffen, denn aller Voraussicht nach wird Trainer Becker zum vierten Mal in Folge dieselbe Startaufstellung ins Punkterennen schicken. Die Stärke der Badener liegt eindeutig in der Defensive, in der Eggimann durch Tim Sebastian gut ersetzt werden konnte. Mit Sebastian Celozzi und Andreas Görlitz hat man gleich zwei taugliche Rechtsverteidiger – ein Luxus, auf den Borussen-Fans besonders neidisch blicken. Beide können bereits auf eine Vergangenheit beim FC Bayern München zurückblicken, wo sich Görlitz von 2004-2007 nur bedingt durchsetzen konnte. Für den KSC bildete er in der Vorsaison aber eine wesentliche Stütze, ehe ihn eine Verletzung zurückwarf, von der er jetzt endlich wieder genesen ist. Dennoch wird er sich mit seinem Einsatz gedulden müssen, da Vertreter Celozzi die Positivüberraschung der bisherigen Saison darstellt. Der 19jährige stammt aus der Bayern-Jugend und konnte sich in den ersten 8 Spielen hervorragend in die Mannschaft einfügen. Im direkten Youngster-Duell mit Marko Marin wird er seine Qualitäten allerdings auch voll einbringen müssen.
 

Auf der anderen Seite findet sich mit Christian Eichner der heimliche Star der Mannschaft. Der 25jährige Linksverteidiger bringt seit Jahren konstant gute Leistungen und dürfte einer der nächsten KSC-Spieler sein, der das Interesse größerer Vereine weckt. Während man auf den Außenbahnen vermutlich so gut besetzt ist wie kein anderer Abstiegsanwärter, kann sich auch die Innenverteidigung sehen lassen. Neben dem aus Rostock verpflichteten Sebastian ist Maik Franz für das gröbere Fußballspiel zuständig. Die berechtigte Diskussion um seine unfaire Spielweise überschattet aber die Tatsache, dass er zumindest für einen Verein auf Karlsruher Niveau ein richtig guter und kompromissloser Innenverteidiger ist, der es einem Rob Friend am Samstag nicht leicht machen wird.
 

Im defensiven Mittelfeld spielt Michael Mutzel bislang eine erstaunlich gut-solide Saison. Neben Porcello nahm er zuletzt die Rolle als Doppelsechser ein. Dem Vorjahres-Stammspieler Aduobe bleibt hingegen nur noch der Platz auf der Bank. Im Tor patzte Markus Miller gegen Frankfurt, wenngleich er generell zu den besten Torhütern des Landes gehört. Dass sein Vertrag am Ende der Saison ausläuft, sollte auch Borussias Verantwortliche hellhörig werden lassen. Von einem Torwartproblem ist in Karlsruhe aktuell jedenfalls überhaupt nichts zu spüren. 
 

KSC-Offensive
 

Die Probleme fangen vielmehr an, je weiter man sich nach vorne vorarbeitet. Die einsame Spitze bildet Joshua Kennedy, der aber in all seinen 9 Saisonspielen bislang torlos blieb. Der australische Nationalspieler war in der vorigen Winterpause aus Nürnberg gekommen und drehte seinem dortigen Coach, einem gewissen Hans Meyer, gleich beim ersten Auftritt mit dem KSC eine lange Nase, in dem er einen Treffer zum 2:0-Erfolg über den Club beitrug. Es folgten drei weitere Tore in den nächsten vier Spielen, ehe er jetzt aber schon wieder seit März auf einen Torerfolg in der Meisterschaft wartet. Es wäre eine Ironie des Schicksals, wenn er ausgerechnet am kommenden Samstag gegen selbigen Ex-Trainer seine Torflaute beenden würde. 
 

Gefährlicher erscheint der gebürtige Stürmer Sebastian Freis, der vor dem Bayern-Spiel in drei aufeinander folgenden Partien traf und es insgesamt bereits auf 4 Saisontore bringt. Im 4-2-3-1-System von Ede Becker rutschte er etwas defensiver auf die rechte Außenbahn. Die linke Offensivseite wurde ebenfalls mit einem gelernten Stürmer besetzt, dessen Torjägerqualitäten aber schon zu Freiburger Zeiten zu wünschen übrig ließen. Alexander Iashvili ist eher als Vorbereiter zu sehen und gerade gegen unsere anfällig rechte Abwehrseite wird der wuselige Wirbelwind zu beachten sein. 
 

Eine herbe Enttäuschung war bislang hingegen das Wirken des vermeintlichen Hajnal-Nachfolgers Antonio da Silva. Der Ex-Stuttgarter hatte sich zu Saisonbeginn selbst unter Druck gesetzt, indem er sich als Ideallösung für die frei gewordene Spielmacherposition anpries. Gefährlich ist er speziell durch seine Freistöße und durch seine technischen Fertigkeiten. Dennoch sollte Borussia das Augenmerk gezielt auf die Außenbahnen lenken, wo Karlsruhe seine größten Stärken besitzt. Sollte sich Hans Meyer für ein 4-3-3-System entscheiden, sollten die zentralen defensiven Mittelfeldspieler darauf bedacht sein, ggf. auf außen mit auszuhelfen. Anbieten könnte sich angesichts des Gegners aber auch ein 3-4-3-System, in dem zwei eher defensiv orientierte Mittelfeldspieler die Außenbahnen beackern.
 

Bilanz
 

Man hört und liest es nicht gerne. Aber die Statistik macht nicht allzu viel Mut für einen dreifachen Punktgewinn. So konnten die 5 letzten Bundesliga-Heimspiele gegen den KSC allesamt nicht gewonnen werden, so dass man bis zum letzten Heimerfolg schon auf den Februar 1993, also über 15 Jahre, zurückblicken muss. Alle drei Niederlagen, die Borussia bislang im eigenen Stadion gegen die Badener hinnehmen musste, fallen in die Zeit zwischen 1994 und 1996. Die gute Nachricht lautet aber, dass die letzte Erstliga-Begegnung mit dem KSC bereits über 10 Jahre zurückliegt. Seit 1998, also jenem Jahr, in dem der KSC in einem Foto-Finish anstelle des VfL absteigen musste, gab es kein Aufeinandertreffen mehr in der 1. Bundesliga. Einmal traf man sich im Jahr 2000 unterklassig, wo Hans Meyer das Trainer-Duell mit Joachim Löw mit 4:1-Toren klar für sich entschied. 
 

Schiedsrichter
 

noch nicht bekannt gegeben
 Aufstellungen: 

Borussia:
Gospodarek – Kleine, Paauwe, Daems – Svärd, Bradley, Neuville, Alberman – Matmour, Friend, Marin
Ersatz: Heimeroth, Colautti, Rösler, Levels, Voigt, Ndjeng, Lamidi, Brouwers
Es fehlen: Gohouri, Schachten, Callsen-Bracker (verletzt) 

Karlsruhe:
Miller – Celozzi, Sebastian, Franz, Eichner – Mutzel, Porcello – Freis, da Silva, Iashvili – Kennedy
Ersatz: Kornetzky, Aduobe, Carnell, Timm, Kapllani, Langkamp, Görlitz, Staffeldt
Es fehlt: keiner 

Seitenwahl-Meinung
 

Michael Heinen:
Es ist zu wünschen, dass die Euphorie des Trainerwechsels zum so wichtigen Heimsieg tragen wird. Aber die Leistungen der letzten Wochen lassen erhebliche Zweifel daran aufkommen, dass es Hans Meyer innerhalb so weniger Tage gelungen sein kann, das Qualitätsniveau der Mannschaft in ausreichendem Maße angehoben zu haben. Gegen den Karlsruher SC reicht es am Ende leider nur zu einem 1:1, das nachweist, wie viel Arbeit dem neuen Chef und seinem Kompetenzteam noch ins Haus steht. 

Hans-Jürgen-Görler: Und wieder mal ein neuer Trainer. Mit Hans Meyer zum Glück jedoch kein unbeschriebenes Blatt, zudem noch ein Sympathieträger, und mit Christian Ziege an seiner Seite ein bisschen Zukunftsorientierung. Zu schön, um wahr zu sein. So viel Mut zur Veränderung verdient ein 1:0 gegen den KSC.

Christian Heimanns: Die erste Ära Meyer begann mit einem zutiefst deprimierenden 1:2 zuhause gegen Aachen. Dann folgte bekanntlich eine schwungvolle Aufholjagd samt Fastaufstieg. Daher muss es nicht besonders stören, dass das erste Spiel der zweiten Ära auch nicht mit einem glorreichen Sieg endet sondern mit einem 1:0 für Karlsruhe. Die guten Zeiten kommen noch.

Thomas Zocher:
Zweimal trat Hans Meyer bislang als Trainer in Borussias neuem Stadion an, niemals ging er als Verlierer nach Hause. Damit das auch so bleibt, vorerst jedenfalls, wird die Borussia den Karlsruher SC doch schon mit 2:1 besiegen müssen. Ob sie dabei einen ähnlichen Eindruck macht wie beim letzten Gastspiel der Badener bei der Borussia, die Elf wird es nach Kräften probieren! 

Christian Spoo:
„Endlich wieder Spaß", "neue Besen kehren gut" - dass das alles ziemliches Blabla ist, konnte man beim Spiel in Bochum sehen, in dem Borussia nicht erheblich besser agierte, als in den Partien zuvor, auch wenn Interimscoach und so mancher Journalist das erkannt haben wollte. Der Trainerwechsel als solcher macht die Mannschaft nicht besser - der Trainer aber vielleicht schon. Sollte Hans Meyer seit Montag weiterführende Erkenntnisse gewonnen und die Mannschaft entsprechend auf- und eingestellt haben, ist der zweite Heimsieg möglich. Optimist und Meyer-Freund, der ich bin, tippe ich auf einen 2:0 Sieg für Borussia. 

Mike Lukanz:
Neue Besen kehren also gut? So platt wie dieser Spruch ist, so falsch ist er auch, denn Hans Meyer ist ein alter Besen, im doppelten Sinne. Die Euphorie, die nun trotz Platz 18 herrscht, kann ich leider nicht teilen. Bin ich eigentlich der Einzige, der sich an die "Meyer raus"-Rufe erinnert, die seinerzeit aus der Nordkurve schallten? Die, die heute vorwiegend in der Nordkurve stehen, waren damals noch nicht im Stadion (der Bökelberg hatte keinen Langnese-Block!). Es wird jedoch so laufen wie immer. Die Spieler werden rennen und kämpfen und gewinnen. All das, was sie unter Luhukay nicht mehr konnten oder wollten. Komische Welt ist das. 1:0 für Borussia. 

Christoph Clausen:
Ein Fünkchen Aufwärtstrend, ein bisschen Aufbruchstimmung, gut und schön. Dennoch liegt noch zu vieles im Argen, als dass es ohne eine Menge Glück zum zweiten Heimsieg reichen würde. In einer engagierten, kampfbetonten, spielerisch aber beiderseits dürftigen Partie kommt die Borussia zuhause zu einem 1:1.

Der Karlsruher SC im Internet: http://www.ksc.de 

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