Ottmar Hitzfeld Borussia Mönchengladbach fährt nicht als chancenloser Außenseiter zum DFB-Pokalspiel bei Bayern München: Wenn ein einzelner Satz die positive Entwicklung der Elf vom Niederrhein im letzten Vierteljahr umschreibt, dann ist es vielleicht dieser. Zum Zeitpunkt der Auslosung der zweiten Hauptrunde wäre man für eine solche Aussage bestenfalls mitleidig belächelt worden, zu durchwachsen war der Saisonauftakt und zu verunsichert zeigten sich Verein und Umfeld nach dem desaströsen Bundesligaabstieg. So mußte man fast fürchten, daß das Spiel live im Fernsehen übertragen werden würde, denn nur zu gut erinnerte man sich an landesweit ausgestrahlte Peinlichkeiten wie das 0:5 auf Schalke vor fünf Jahren – wie würde es dann erst bei den vermeintlich unschlagbaren Super-Bayern enden? Zumindest diese Sorge erscheint inzwischen obsolet. Borussia wird mit viel Spaß und Ambition zum Bundesliga-Tabellenführer reisen, und selbst wenn dieser seiner Favoritenrolle gerecht wird, darf man einen Saisonhöhepunkt erwarten, der Vorfreude auf mehr weckt.

Zwar soll man die Chancen Borussias nicht größer reden, als sie sind, und auch der Verweis auf die vermeintlich eigenen Gesetze des Pokals wirkt bestenfalls abgestanden. Sehr wohl aber kann man sich daran erinnern, daß kein Verein in der ersten diesjährigen Hauptrunde so knapp am Ausscheiden vorbeigeschrammt ist wie Bayern München. Beim spielerisch limitierten Regionalligisten aus Burghausen mühte sich der große Favorit dank eines späten Ausgleichstores in die Verlängerung, nur um danach im Elfmeterschießen noch gerade so aus der Grube zu hüpfen, weil Oliver Kahn den vermeintlich entscheidenden Strafstoß des Gegners noch aus dem Eck kratzte. Hieraus darf man selbstverständlich nicht ableiten, daß das Team von Ottmar Hitzfeld am Mittwoch ähnlich pomadig zu Werke gehen wird. Der Hinweis auf das gespannte Verhältnis, das die Bayern zum von ihnen ungeliebten und tief im Inneren verachteten nationalen Pokalwettbewerb seit Jahren pflegen, ist jedoch angebracht.

Borussia

Im Vergleich zu den Bayern geradezu entspannt übersprang Borussia die Hürde Osnabrück, wo man noch zweimal zuvor kläglich gescheitert war. Zugegebenermaßen hätte in einer ausgeglichenen Partie durchaus auch der niedersächsische Ligakonkurrent die Oberhand behalten können, wenn nicht die individuelle Klasse von Marko Marin der Waagschale den entscheidenden Stoß versetzt hätte. Und dennoch: Bereits in diesem Spiel zeigte sich die Elf vom Niederrhein nicht mehr als Kollektiv von „Auswärtsdeppen", das als stupides Schlachtvieh lediglich deshalb auf des Gegners Rasen herumweidet, um drei Punkte aus dem Hintern fallen zu lassen und anschließend wohlig gewärmt wieder in den heimischen Stall transportiert zu werden.

Gab es in Osnabrück noch mehr Wollen als Können, so gelang in den Wochen danach endgültig die Wende zum Positiven. Vergessen wird ja gern, daß bereits die Klatsche in Mainz nicht mehr durch Unfähigkeit, sondern einen in weiten Teilen extrem ungünstigen Spielverlauf verursacht wurde. Danach gelangen vier Auswärtssiege in Folge, jeweils mit mindestens drei eigenen Treffern. Erstmals seit Jahren überrascht Borussia somit wieder mit positiven Schlagzeilen. Wer diese Erfolge allein auf die vermeintliche Limitiertheit der zweitklassigen Gegner schiebt, der irrt und vernachlässigt die Aufbauarbeit, die angefangen bei Borussias Management über das Trainergespann bis hin zur Mannschaft als Ganzem geleistet wurde. Zu tief sitzt bei den Fans aber noch das Mißtrauen, das durch Jahre des Niedergangs geformt wurde, um dem neuen Aufwärtstrend so recht zu trauen. So hatten sicherlich die wenigsten am vergangenen Freitag mit einem derart souveränen Auftreten in Fürth gerechnet, wie es die Mannschaft bei einem der Hauptligakonkurrenten letztlich zelebrierte. Als Fazit bleibt daher festzuhalten, daß Borussia inzwischen in der Zweiten Liga als Favorit zu den Gegnern reist, wie sie auch heißen mögen. Höchste Zeit also, um zu überprüfen, wie groß der Abstand zu den Spitzenteams der Ersten Liga tatsächlich noch ist!

Borussen-Defensive

Für Jos Luhukay ergibt sich kaum ein Grund, die erfolgreiche Elf des letzten Spieles zu verändern, wenngleich er dank des guten Kaders auf nahezu jeder Position über die Möglichkeiten dazu verfügen würde. Dies gilt auch für das Tor, wo Uwe Gospodarek dank seiner Erfahrung sofort für Christofer Heimeroth in die Bresche springen könnte, sollte dies notwenig werden. Da Heimeroth ebenso sicher wie angenehm unauffällig agiert und zu einer Nummer Eins gereift ist, die die anfängliche Skepsis vor allem einiger Journalisten (wer erinnert sich eigentlich noch an Michael Melka?) erfolgreich von sich fernhalten konnte, besteht hierzu jedoch kein Grund.

In der Viererabwehrkette bietet allein eine der beiden Innenverteidigerpositionen Anlaß zu Diskussionen, während die Außen (Levels und Voigt) sowie Abwehrchef Brouwers gesetzt sind. Daems oder Gohouri lautet die Frage, und Argumente gibt es für beide Seiten. Daems hat in den letzten Partien den Part des zentralen Verteidigers überzeugend gegeben und ist zudem dank des Treffers gegen Köln mit reichlich Selbstvertrauen ausgestattet. Die Frage ist allerdings, ob er nach nahezu anderthalbjähriger Spielpause bereits wieder so gefestigt ist, im Rhythmus englischer Wochen über die volle Distanz zu gehen, zumal auf einer Position, die er nicht wirklich liebt. Ein Einsatz Gohouris könnte zudem demonstrieren, daß die unselige „Disco-Affäre" endgültig ausgestanden ist. Zuletzt spricht auch die größere Erfahrung für den Franzosen, der für die Elfenbeinküste international spielt. Und dennoch: Gerade der hinsichtlich Technik und Stellungsspiel manchmal unbedarft wirkende Gohouri könnte sich gegen den wuseligen Bayern-Sturm als Unsicherheitsfaktor der höchsten Kategorie entpuppen, während dem quirligen Daems trotz manchen Fragezeichens, wie er gegen die Besten der Besten aussehen wird, wenigstens die Cleverness in unübersichtlichen Situationen nicht abgeht. Er könnte somit erneut den Vorzug erhalten.

Borussen-Offensive

Das Mittelfeld hat sich als Prunkstück etabliert, und größere Wechsel für das Bayernspiel könnten hier geradezu selbstmörderisch werden. Paauwe als Abräumer, Ndjeng als Vorbereiter und Rösler als Antreiber und Verwerter sind nahezu unverzichtbar; zwar existiert Ersatz, doch nur mit qualitativen Abstrichen. Halbwegs offen ist lediglich die linke Außenposition, auf der Johannes van den Bergh bereits mehrfach glänzen konnte. Dennoch wäre es überraschend, würde Jos Luhukay in einem Spiel, in dem Borussias Offensivaktionen auf wenige Kernszenen beschränkt bleiben werden, auf den technisch herausragenden Marin verzichten würde. Ja, so vergeht die Zeit: Vor einem Jahr war der junge Jansen das Maß der Dinge, nun ist es der noch jüngere Marin, doch auch hier sind die Bayern bereits einen Schritt weiter: Auf ihrem Einkaufszettel steht bereits der fünfzehnjährige Julian Korb, der seit dieser Spielzeit für Borussias U17 agiert und von den Scouts des deutschen Rekordmeisters seit über einem Jahr beobachtet wird ... 

Im Sturm schließlich herrscht ähnlich viel Sonnenschein wie im Mittelfeld. Rob Friend wirkt zwar manchmal noch ein wenig hölzern, hat aber einen Lauf und zudem bei manchen seiner nunmehr neun Zweitligatreffer technische Fähigkeiten aufblitzen lassen, die man ihm nicht zugetraut hätte. Sein Sturmpartner Oliver Neuville kämpft mit Macht um den Verbleib in der Nationalelf und weiß sich in den Schlüsselszenen stets gefährlich in Szene zu setzen ist. Roberto Colautti steht für einen Kurzeinsatz bereit, nachdem er zuletzt fast eine Halbzeit für das Oberligateam auflief und neben einem Treffer noch manch gefährliche Aktion verbuchen konnte. Mit Touma schließlich verfügt Luhukay noch über einen Flügelstürmer mit Erstliganiveau, das der Neuzugang bislang mangels Gelegenheit noch zu wenig hat anklingen lassen können.

Der Gegner aus München

Über die spielerische Klasse eines FC Bayern in Bestform muß man keine Worte verlieren. Kontrovers diskutieren kann man hingegen, wie weit die Mannschaft, der viele Beobachter nicht nur für die nationalen Wettbewerbe, sondern auch den UEFA-Cup die Favoritenrolle zusprechen, von dieser Bestform derzeit entfernt ist. Tatsache ist, daß etliche Stützen der Stammelf gerade erst von Verletzungen oder Krankheiten genesen sind oder sich auf dem Weg zurück zur Fitness befinden. Ribéry, Toni, van Buyten und Demichelis sind nur einige, die wegen Blessuren aller Art zuletzt kaum in einen Spielrhythmus fanden, und mancher, der keinen objektiven Grund zum Aussetzen hatte, zeigte sich dennoch in unzulänglicher Verfassung, so die Lieblingskinder des Boulevards, Schweini und Poldi.

Klar ist, dass die Bayern diese Aderlässe jederzeit auffangen können, vielleicht nicht auf internationalem Topniveau, doch immer noch ausreichend für Meisterschaft und DFB-Pokal. In diesem Zusammenhang reicht es, auf Toni Kroos zu verweisen, den Kapitän der deutschen U17-Nationalelf, welche im Sommer den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Südkorea belegte. Entscheidend für das Pokalspiel wird freilich, inwieweit Ottmar Hitzfeld gewillt ist, Risiken zu nehmen. Aus seiner Sicht dürfte das Spiel gegen Borussia das vermeintlich leichteste und wohl auch unwichtigste der nächsten Wochen sein. Gibt er daher manchem Hinterbänkler Einsatzzeiten, oder stellt er die vermeintliche Topelf auf, mit der Gefahr, daß mancher der jüngst Angeschlagenen noch nicht hundertprozentig wiederhergestellt und somit anfällig ist? Was für die Gäste besser wäre, sei dahingestellt: Während Ribéry in jedem Fall ein Gefahrenherd wäre, könnte ein Einsatz von Spielern wie Demichelis oder van Buyten, die im Zweifel vielleicht die letzten fünf Prozent Einsatz zurückhalten, durchaus vorteilhaft sein. Bayern bleibt Favorit, so viel steht fest. Es ist jedoch angenehm zu beobachten, daß die Münchner derzeit weit mehr Unsicherheit bezüglich des spielenden Personals haben als Borussia.

Bayern-Defensive

Während Oliver Kahn, der Pokalheld aus der ersten Hauptrunde, sich von seiner Ellenbogenoperation erholt, hat sein designierter Nachfolger Michael Rensing die Chance ergriffen, seinen Anspruch auf den Stammplatz im Tor weiter zu untermauern. Durchgehend fehlerlos konnte er die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen, und als störend erwies sich allein das Gedröhne eines Uli Hoeneß, der von der Seitenlinie meinte, den Aufmerksamkeitswert für seinen Schützling noch weiter steigern zu müssen, indem er mal übertrieben lobte, dann wieder unverständlich kritisierte. Dabei reicht es für Rensing, einfach Leistung zu bringen und auf die Fehler der nationalen Konkurrenten (zuletzt Manuel Neuer) zu warten, dann werden zu gegebener Zeit zu den Vereinsspielen auch weitere DFB-Auswahlspiele hinzukommen.

Philipp Lahm dürfte in die Abwehrkette zurückkehren, fraglich ist allein, ob als Links- oder Rechtsverteidiger. Da Marcell Jansen zuletzt überspielt wirkte und eine Pause gebrauchen könnte, vermuten manche Beobachter Lahm auf der linken Seite. Dagegen spricht aber, daß gerade die Pokalpartie gegen Mönchengladbach für den Ex-Borussen Jansen ein Saisonhöhepunkt sein dürfte, auf den der Spieler nicht leichten Herzens verzichten möchte, was sein Trainer auch weiß. Somit dürfte Jansen in der Startelf verbleiben, neben der südamerikanischen Innenverteidigung Lucio/Demichelis.

Bayern-Offensive

Die Aussage Ottmar Hitzfelds, sich vor dem Abschlußtraining nicht auf eine Startformation festlegen zu wollen, gilt insbesondere für das Mittelfeld, in dem die verschiedensten Konstellationen denkbar sind. Da Ribéry dem Bekunden nach nicht spielen kann, könnte das kreative Element auf die Schultern von Zé Roberto und Schweinsteiger verteilt werden. Während Ottl einen eher defensiveren Part gibt, agiert Hamit Altintop rechts. Schön ist es übrigens, wenn ein Verein so viele gute Spieler in seinen Reihen weiß, daß die eigenen Mitarbeiter nicht einmal deren Namen kennen: Der offizielle Bericht zum Dortmund-Spiel auf der Internetseite des FC Bayern vermeldet lustig einen "Halili Altintop", mit dem wohl Halil Altintop gemeint war, der aber natürlich bei Schalke 04 spielt.

Über den Sturm der Bayern muß nicht viel geschrieben werden; der gemeinsame Spitzenrang von Klose und Toni in der Bundesliga-Torschützenliste besagt genug. Interessant ist allerdings die Frage, ob Ottmar Hitzfeld einmal wieder seinem Edel-Joker Podolski einen Einsatz über die vollen neunzig Minuten gönnt. Sowohl die selbstkritische Art als auch die Erfahrungen der Nationalelf mit Podoski fielen den Verantwortlichen jüngst positiv auf, somit dürfte der Ex-Kölner der Startelf ein Stück näher gerückt sein.

Schiedsrichter

Wie vor einem Jahr leitet Manuel Gräfe Borussias Zweitrundenpartie im DFB-Pokal. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Gräfe durch den Fußball-Wettskandal 2005, den er mit seinen Aussagen ins Rollen brachte und aus dem er letztlich nicht nur unbeschadet hervorging, sondern von dem er trotz danach oftmals durchwachsener Leistungen, die ihm gerade nach manch spielentscheidendem Elfmeterpfiff (Gräfe genießt diesbezüglich den Ruf eines fröhlichen Pfeifers) Kritik einbrachte, im Sommer dieses Jahres in den Rang eines FIFA-Schiedsrichters durchstartete. Wer die Gründe sucht, mag dem DFB eine e-mal schicken. Aussagekräftige Antworten sind freilich nicht zu erwarten.

Bilanz

Die DFB-Pokal-Bilanz gegen Bayern München ist verheerend, und dennoch bereitet allein die Erinnerung an die vergangenen Spiele wohlige Gänsehaut. Fünfmal (Wiederholungsspiele eingerechnet) traf Borussia bislang auf den Rekord-Pokalsieger, keine Partie konnte die Elf vom Niederrhein siegreich gestalten, und dennoch durfte man sich mehr als einmal zumindest als moralischer Sieger fühlen. Der erste Schlagabtausch im Finale 1983/84 in Frankfurt war gleich der bisherige Höhepunkt, als Borussia bis kurz vor Schluß der regulären Spielzeit führte, sich letztlich aber im Elfmeterschießen noch geschlagen geben mußte. In der folgenden Spielzeit gelang im Halbfinale auswärts fast die Revanche, ehe ein umstrittener Elfmeter in der Verlängerung das Aus bedeutete. Nach einem 2:2 zu Hause in der zweiten Hauptrunde 1987/88 reiste Borussia nicht ohne Hoffnung nach München, um sich trotz zwischenzeitlicher Führung erneut nach Verlängerung knapp geschlagen geben zu müssen, diesmal mit 2:3. Neun Jahre später und in der gleichen Spielrunde, doch diesmal am Bökelberg, gelang Jörg Neun ein fulminanter Schuß zur Borussenführung, ehe die Bayern fünf Minuten vor Spielschluß die Partie noch zu ihren Gunsten drehen konnten. Der 14. Oktober 1995 bleibt somit in allen Wettbewerben bislang der einzige Tag, an dem Borussia nach einem Gastspiel bei den Bayern einen Sieg feiern durfte.

Aufstellungen

Borussia: Heimeroth – Levels, Brouwers, Daems, Daems – Paauwe, Marin, Ndjeng, Rösler – Neuville, Friend.
Reserve: Gospodarek, Gohouri, Baumjohann, Coulibaly, Fleßers, Polanski, Svärd, van den Bergh, Colautti, Lamidi, Touma.
Es fehlen: Bögelund, Compper, Rafael, Schachten (alle verletzt bzw. mit Trainingsrückstand)

Bayern: Rensing – Lahm, Lucio, Demichelis, Jansen – Ottl, Hamit Altintop, Schweinsteiger, Zé Roberto – Klose, Podolski.
Reserve: Dreher, Lell, van Buyten, Kroos, Sosa, van Bommel, Schlaudraff, Toni, Wagner
Es fehlen: Ismael, Kahn, Ribéry, Sagnol (alle verletzt bzw. mit Trainingsrückstand)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe
Schiedsrichterassistenten: Norbert Grudzinski, Carsten Kadach
Vierter Offizieller: Felix Zwayer

SEITENWAHL-Meinung

Christoph Clausen: Hätte ich meinen Tipp gleich nach der Auslosung am 12. August schreiben müssen, oder, schlimmer noch, eine Woche darauf und damit nach dem Spiel in Mainz, so hätte ich auf die Borussia keinen Pfifferling gegeben. Inzwischen hat Jos Luhukays Mannschaft eine atemberaubende Entwicklung durchlaufen, und gegen die meisten anderen Bundesligisten würde ich ihr einen Überraschungserfolg, selbst in der Fremde, durchaus zutrauen. Die Herren Ribéry und Toni aber dürften im Normalfall denn doch eine Nummer zu groß sein. Immerhin: Bis zur 90. Minute hält die Borussia ein hoch respektables 1:1, um dann erst in der Verlängerung die Grenzen aufgezeigt zu bekommen und letztlich mit 1:3 n.V. zu unterliegen.

Hans-Jürgen Görler: Während der eine oder andere bereits eine Übernachtungsmöglichkeit in Berlin sucht, bleibe ich lieber auf dem Teppich. Wenn der Erste der 1. Liga gegen den Ersten der 2. Liga antritt, sind die Rollen nämlich klar verteilt. Die Borussia wird sich mit einem hochinteressanten 1:3 aus dem Wettbewerb verabschieden und fortan voll auf den Aufstiegskampf konzentrieren können.

Christian Heimanns: [folgt]

Michael Heinen: Die Bäume wachsen selbst bei Borussia nicht in den Himmel. Mit 0:2 verliert man in München und läßt sich dabei achtbar aus der Affäre sowie aus dem Wettbewerb schlagen.

Mike Lukanz: Als formstarker Tabellenführer zum DFB-Pokal-Auswärtsspiel nach München. Man frage den 1. FC Köln, wie ein solches Spiel in dieser Konstellation enden kann. Nun, ein 0:8 wird es wohl nicht geben, aber in diesem Spiel wird Borussia merken, dass der FC Bayern eine Nummer zu groß ist. Man wird der Truppe um Ribery, Toni & Co. ein heißes Match liefern, die individuelle Klasse der Bayern wird jedoch dafür sorgen, dass nach dem am Ende deutlichen 0:3 die diesjährige Pokalrunde für Borussia beendet sein wird.

Joachim Schwerin: Selbst zu schlechtesten Erstligazeiten hat Borussia bei den Bayern meist nie allzu schlecht ausgesehen. Beseelt vom neuen Nimbus der „Auswärtshelden“ und unter Berücksichtigung einer gewissen Unterschätzung, mit der die Münchner uns trotz aller anderen Beteuerungen begegnen werden, tippe ich einen 2:1-Auswärtssieg für Borussia und zementiere damit meinen letzten Platz im Redaktionstipspiel.

Thomas Zocher: Im Spielbericht des zurückliegenden Ligamatches habe ich die Borussenelf für ihre Spürnase, ihren Realitätssinn gepriesen. Diesen dürfte sie auch jetzt zeigen und bis zum Führungstreffer der Hausherren zu einem rundum gelungenen Match beitragen. Je länger das Spiel geht, und je öfter ihre Bemühungen an der Münchener Verteidigung zerschellen, wird sich die Elf besinnen und mit den Gegebenheiten bravourös abfinden. Zu hoffen ist, dass dies alles auch die Borussenfans nach dem 1:3 für den FC Bayern tun und geschlossen hinter ihrer Elf bleiben.

Der FC Bayern München im Internet: www.fcbayern.t-com.de.
Die letzten Pflichtspiele beider Mannschaften gegeneinander: 15. Spieltag 2006/2007 , 32. Spieltag 2006/2007

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  • @agbeule Das Spiel des #effzeh war auch im letzten Jahr ähnlich limitiert. Aber halt sehr kompakt und vorne noch mit Lebensversicherung.
  • @GJA1201 Stimmt, es sagt auch einiges über die letzte Saison der #Fohlenelf aus. Platz 5 des #effzeh war durchaus nicht unverdient.
  • Es sagt einiges über die Qualität der Bundesliga aus, dass eine so limitierte Mannschaft wie der #effzeh europäisch spielen darf. #BMGKOE
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  • RT @tspsport: "Die haben sich das zusammengebastelt"- #Bundesliga-Schiri Manuel Gräfe kritisiert Krug und Fandel, im @tagesspiegel https://…

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