„Pa-Pa-Paderborn, dort hab ich mein Herz verlor’n…“ sang eine kleine Punkband aus Hannover 1993. Gut, in dem Song geht es eher um die unglückliche Liebe zu einem Mädchen, als um die Begeisterungsstürme, welche die Sehenswürdigkeiten dieser westfälischen Stadt hervorgerufen haben. Aber was zählen solche Nebensächlichkeiten, wenn man aus der Provinz mit Musik die Herzen erstürmen kann. Nicht ihr Herz an Paderborn verloren hat hingegen die zweite Bundesliga. Im dritten Jahr seiner Ligazugehörigkeit wird der SC Paderborn den Gang in die neu gegründete dritte Liga antreten müssen. Und somit ist auch weniger das Lied, als vielmehr der Name der kleinen niedersächsischen Punkband bezeichnend für das abgelaufene sportliche Jahr: Die abstürzenden Brieftauben.

Erfolgreicher ist das Jahr hingegen für den Abschlussgegner des westfälischen Fußballklubs verlaufen. Auch Borussia Mönchengladbach wird nach diesem Spiel die zweite Bundesliga verlassen, allerdings bekanntlich nach oben. Spaßvögel mögen dabei sogar eine gewisse Parallele zu 1978 ziehen, als nach dem 33. Spieltag der 1 FC Köln vor der Elf vom Niederrhein stand, um (wenn auch eine Klasse höher) die Ligameisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Nun sind die Vorzeichen umgekehrt und es müssten schon viele Unwahrscheinlichkeiten eintreten, um Gladbach die Meisterschaft noch zu nehmen. Insofern gleicht das Aufeinandertreffen der beiden Teams am Sonntag eher einem Abschiedsspiel, als einem ernsthaften Wettkampf. Während in Gladbach dabei die Freude überwiegt, den „Betriebsunfall Abstieg“ nach nur einem Jahr ausgebügelt zu haben, ist man in Paderborn fleißig bemüht, die Vorbereitungen zu treffen, um im nächsten Jahr gleichermaßen den Abstieg als einen Betriebsunfall erscheinen zu lassen. Bereits fünf Neuzugänge stehen fest. Der Blick nach vorne hat somit bereits vor diesem Spiel begonnen. Also geht es nur noch darum, die Saison abzuschließen und den letzten Titel der Saison zu vergeben: Den Titel der goldene Ananas. 

Gladbacher Defensive


Der eine kommt, der andere geht. Während Alex Voigt nach abgelaufener Gelbsperre wieder seinen Platz als linker Verteidiger einnehmen kann, ist es diesmal an Roel Brouwers, eine selbige abzusitzen. Insofern kommt es für ihn nicht zu einem Wiedersehen mit den alten Kameraden. Das mag persönlich sehr schade sein, ist aber aus sportlicher Hinsicht durchaus zu verkraften. Nachdem Brouwers eine durchweg solide Saison gespielt hat, zeigte er gegen Freiburg diverse Motivationsmängel, so dass ihm sein frühzeitiger Urlaub vielleicht nicht ganz so ungelegen kommt. Seinen Part einnehmen dürfte erneut Thomas Kleine, der bereits mehrfach bewiesen hat, dass im Notfall auf ihn Verlass ist. Neben Kleine wird wie gewohnt Filip Daems den zweiten Innenverteidiger geben. Wenn man überhaupt über eine Position in der Viererkette diskutieren will, dann höchstens über den rechten Verteidiger. Leistungsmäßig ist auch hier wieder Tobias Levels zu erwarten. Da die Partie in Paderborn realistisch betrachtet eher ein Freundschaftsspiel, als eine ernsthafte Wettkampfspartie ist, wäre auch vorstellbar, Kaspar Bögelund eine Abschiedsvorstellung oder Sebastian Schachten etwas mehr Erfahrung zu gönnen. Dies alles gehört aber ins Reich der Spekulation. Patrick Paauwe sollte wie gewohnt seinen Platz im defensiven Mittelfeld einnehmen. Ob er im Laufe des Spiels dann Eugen Polanski oder Sebastian Svärd in ihrem letzten Spiel für die Borussia Platz machen wird, ist ebenfalls nur ein Gedankenspiel. 

Gladbacher Offensive

Spiele um die goldene Ananas haben es an sich, dass man nicht wirklich voraussagen kann, wie ein Trainer die Mannschaft aufstellt. Will er schonen, probieren, fördern, bedanken oder einfach auslaufen lassen? Grundsätzlich ist vieles möglich. Stellt Jos Luhukay wie gewohnt auf, dürfte es in der Offensive keine Veränderung geben. So konnte Sharbel Touma zum Ende der Saison endlich die Akzente setzen, die man sich von ihm erhofft hatte. Nach zuletzt drei stärkeren Spielen wäre es aus sportlicher Hinsicht überraschend, wenn er pausieren müsste. Sascha Rösler ist aus dem zentralen Mittelfeld eigentlich nicht weg zu denken, gibt er doch neben soliden Leistungen auch noch den Antreiber ab. Sein nachlässiger Auftritt gegen den SC Freiburg ließ zuletzt aber ein wenig an Ernsthaftigkeit vermissen, weswegen es vorstellbar erscheint, ihn zugunsten von Coulibaly zu opfern. Interessant könnte es alternativ sein, Marko Marin in der Rösler-Rolle auszutesten, die er nach eigenen Angaben am liebsten spielt. In den letzten Wochen zauberte er auf der linken Seite nach Belieben. 
 

Gut vorstellbar, das der Verein dem einen oder anderen Akteur Dank sagen will für eine tolle Saison, die auch durch die charakterlichen Leistungen der Reservisten zustande kam. Eugen Polanski oder Sebastian Svärd wären solche Fälle. Marcel Ndjeng dürfte hingegen auf mögliche Einsätze im Fussball-Oberhaus hoffen und wird gegen seinen Ex-Verein wohl erst einmal auf der Bank Platz nehmen.
 

Im Sturm wird es zu einem Wiedersehen mit zwei alten Bekannten kommen. Wenn es überhaupt noch für jemanden um etwas geht, dann für Oliver Neuville. Im Herbst seiner Karriere wäre es für ihn noch einmal eine Krönung, zu einem großen Turnier zu fahren und der 35jährige scheint diese Chance nutzen zu wollen. Seine Leistungen der letzten Wochen sprechen dafür, dass Jogi Löw ihn zumindest ernsthaft in seine Überlegungen aufgenommen hat. Neuvilles kongenialer Partner Rob Friend hat hingegen keine solchen Ambitionen, da er sich als kanadischer Nationalspieler extrem geringe Aussichten auf eine Teilnahme an einer Europameisterschaft ausrechnen darf. Die Chancen auf die Torjägerkanone sind zwar ungleich höher, dürften aber gleichfalls nur noch hypothetischer Natur sein. Allerdings sind 17 Tore in seiner ersten Saison weitaus mehr, als selbst Optimisten von ihm erwartet hätten. Während Roberto Colautti ein gesundheitliches Seuchenjahr verletzt beendet, darf sich Nando Raffael berechtigte Hoffnungen auf einen wohl letzten Einsatz im Borussendress machen. 
 

Der Gegner aus Paderborn


„Wir schlagen wie wild mit den Flügeln, dass uns der Absturz verschont…“. Diese Zeile aus einem Grönemeyer-Song könnte man auf die verkorkste Paderborner Saison legen, über die sich ein ganzer Roman schreiben ließe, was aber den Rahmen dieses Vorberichts etwas sprengen würde. Die Hoffnungen waren groß, sich nach zwei erfreulichen Jahren weiterhin in der zweiten Liga etablieren zu können. Sicherlich wurde der SC auch vor der Saison als gefährdet angesehen, doch war der Kreis der potentiellen Absteiger mindestens ebenso groß, wie jener der potentiellen Aufsteiger. Der FC St. Pauli, VfL Osnabrück, Kickers Offenbach, CZ Jena, SV Wehen-Wiesbaden… sie alle schienen schlechtere Voraussetzungen zu haben. Und doch ist der SC Paderborn der vielleicht verdienteste Absteiger dieser Saison! Zu keinem Zeitpunkt konnte man die Abstiegsränge verlassen. Man stellt das Team mit den wenigsten Toren und der zweitschlechtesten Tordifferenz. Viel zu spät nahm die Mannschaft den Kampf gegen den Abstieg auf. Kann man wenigstens die Rückrunde als halbwegs annehmbar bezeichnen, so war die Hinrunde ein Desaster, die den Abstieg bereits unausweichlich erscheinen ließ. Ein Grund für dieses Desaster ist – neben großem Verletzungspech in der Offensive – im ehemaligen Übungsleiter Holger Fach zu suchen, der im Februar vermutlich viel zu spät seinen Stuhl räumen musste. Zwar ist es immer einfach, die Schuld beim Trainer zu sehen, doch das Ergebnis nach 18 Spielen sprach in diesem Fall für sich. Sein Nachfolger Pavel Dotchev machte vieles anders, doch ein Wunder konnte auch er nicht mehr herbeiführen. 

Im freien Fall in die Drittklassigkeit wurde viel versucht, gebracht hat es bekanntlich wenig. Im Sinne Grönemeyers schlugen die Westfalen wie wild mit ihren in der Offensive arg gestutzten Flügeln um sich, doch die erhoffte Schonung blieb aus. Nach einigen taktischen Experimenten hat sich ein 4-4-2 mit zwei defensiven Sechsern herausgebildet. Wie Paderborn sich in diesem letzten Zweitligaspiel taktisch und personell präsentiert bleibt allerdings eine Wundertüte. Nicht nur die fünf Neuzugänge der neuen Saison deuten an, dass die Zeichen ganz eindeutig schon auf Umbruch stehen. Doch Vorsicht: Wie schon in der Hinrunde, als man mit einer Bilanz von fünf Spielen ohne Niederlage in den Borussia-Park reiste und dort überraschend punktete, kann der SC auf eine zuletzt wieder ansteigende Form verweisen. 8 Punkte konnten in den letzten vier Partien erzielt werden, wovon man die beiden letzten Heimauftritte (gegen Koblenz und 1860 München) sogar siegreich gestaltete und dabei jeweils drei Tore erzielte.
 

Paderborner Defensive


Bade, Kruse, Nulle und wieder Kruse. Auch auf der Torhüterposition wurde viel experimentiert, um den Absturz zu verhindern. Bade weilt mittlerweile bei der kleinen Borussia aus Dortmund. Aus Freiburg wurde Nulle geholt, der jedoch nicht hinreichend überzeugen konnte, um die neue Nr.1 zwischen den Pfosten zu verdrängen. Diese heißt Lukas Kruse, der zum Ende der Saison zu einem festen Rückhalt reifte und mittlerweile ein fester Bestandteil der Paderborner Defensive ist. Drei weitere Akteure, die dies von sich behaupten dürfen, sind auf der linken Abwehrseite David Fall, auf der rechten Garry de Graef und in der Innenverteidigung der aktuell verletzte Serbe Dusko Djurisic. Neben ihm konnte sich mittlerweile der 21jährige Sören Gonther festspielen, einer der wenigen Paderborner, die dieser Saison durch ihren persönlichen Durchbruch noch etwas Gutes abgewinnen können.  

Vor der Viererkette agiert eine Doppel-Sechs die gewöhnlich mit Karsten Fischer, Markus Krösche oder Gouiffe à Goufan ausgefüllt wurde. Aber wie bereits erwähnt wurde in dieser Saison bereits vieles probiert und sicher ist an diesem letzten Spiel nichts. Ebenso könnte Nils Döring einen Platz in der Innenverteidigung einnehmen und Thomas Kläsener sich über eine neue Berücksichtigung in der Startelf freuen. Oder David Pisot und Emil Noll bekommen ihren Platz in der Defensive, was aber aufgrund deren durchwachsener Leistungen weniger wahrscheinlich erscheint.

Paderborner Offensive

Wer die harmloseste Offensive der Liga stellt, der  versucht zwangsläufig viel, um diesen Umstand zu ändern. So auch Paderborn. Wenigstens hat man nun wohl mit Alexander Löbe eine Konstante im Sturm gefunden, der mit sieben Treffern zu den Top-Torjägern der Zweitliga-Rückrunde zählt. Wer neben ihm aufläuft ist völlig offen. Egal ob Dragan Bogavac, Rene Müller oder Jovan Damjanovic: Löbes Mitstreiter überbieten sich in Harmlosigkeit, kamen sie doch bei insgesamt 36 Einsätzen zu ganzen fünf Toren. Einzig der nach der Saison zu Wehen wechselnde Erwin Koen zeigt mit ebenfalls sieben Treffern noch so etwas wie Torgefährlichkeit. Allerdings ist er eher im linken Mittelfeld zu Hause, was aber seine Trainer nicht störte, ihn zeitweise als zweiten Stürmer einzusetzen. Auf und gegen die Borussia wird Koen aufgrund seiner zehnten gelben Karte nicht treffen und somit auch nicht mehr für Paderborn auflaufen.  

Ex-Borusse Benjamin Schüssler hatte ebenfalls bereits die Ehre als zweiter Stürmer aufzulaufen. Sein Revier ist normalerweise das rechte Mittelfeld, wo er mit dem Kanadier David Hoilett konkurriert, der im Winter zu den Westfalen stieß. Koen im linken Mittelfeld vertreten dürfte Sören Halfar, der sich in seiner ersten Paderborner Saison gut entwickelte.  Nicht vertreten sein wird hingegen der Ex-Gladbacher Sven Lintjens, dessen Vertrag um ein Jahr verkürzt wurde, sowie der Stürmer Timo Röttgers und der ehemalige Freistoßexperte Krupnikovic, die zur Zeit beide eher in der Rubrik „Was macht eigentlich…?“ auftauchen.
 

Besonderheiten


Die Borussia komplettiert mit diesem Spiel ihre insgesamt dritte Saison in der 2. Bundesliga in ihrer Historie. In keiner dieser anderen zwei Spielzeiten war sie in Sachen Punktausbeute, erzielte Tore und kassierte Tore besser. Mit derzeit vier Saisonniederlagen wird sie in der Zweitligahistorie seit 1994 nur von Hannover 96 (3, Saison 2001/02) unterboten. Derzeit sind es vier Teams, die die Borussia in der Statistik der erzielten Tore in einer Zweitligasaison seit 1994 überbieten. Trifft die Borussia in Paderborn noch wenigstens zwei Mal in das gegnerische Tor, wird außer Hannover 96 (93, Saison 2001/02) nur noch der 1. FC Kaiserslautern (74, Saison 1996/97) seine einstige Meistersaison treffsicherer abgeschlossen haben; allein auf die Borussia bezogen ist diese aktuelle Saison ohnehin schon die mit den meisten erzielten Toren seit die Borussenelf der Saison 1986/87 um Torschützenkönig Uwe Rahn (24 Treffer) in der 1. Bundesliga 74 Tore erzielte.

Bleibt Christofer Heimeroth gegen Paderborn ohne Gegentor, haben seit der Spielzeit 1963/64 lediglich Wolfgang Kleff (29, Meistersaison 1969/70), Uwe Kamps (31, Wiederaufstiegssaison 2000/01) und Wolfgang Kneib (34, Meistersaison 1976/77) in einer Spielzeit weniger Tore zulassen müssen als Borussias 36 Gegentreffer dieser Saison. Stürmer Rob Friend (17 Saisontreffer) benötigt zwei weitere Torerfolge, möchte er der Borussenspieler neben Arie van Lent (19 Tore, Saison 1999/00) werden, der seit der Torjägerkrone Heiko Herrlichs in der 1. Bundesliga der Saison 1994/95 (damals: 20) in einer einzelnen Spielzeit für Borussia die meisten Tore erzielt hat.

Schiedsrichter
 

Georg Schalk pfeift inzwischen seine 6. Zweitliga-Saison, in der er bereits in der Hinrunde zum ersten Mal in den Genuss kam, ein Borussen-Spiel zu leiten. Schon den Pokalauftakt in Osnabrück hatte er unauffällig und ohne größere Fehler begleitet. Kurz vor Rückrundenende war er dann im Spiel bei Wehen Wiesbaden für lange Zeit der letzte Referee, der sich keines wesentlichen Fehlers zu unseren Ungunsten schuldig machte. Die Gelb-Rote Karte, die Marcel Ndjeng in der Nachspielzeit erhielt, war vollauf berechtigt. Angesichts seiner zulezt konstant guten Leistungen spricht einzig sein mit 41 Jahren schon relativ hohes Alter gegen einen weiteren Aufstieg in die 1. Bundesliga. Am Sonntag darf er aber zumindest einem künftigen Bundesligisten bei der Arbeit zusehen.

Bilanz 

Auch wenn mit Jos Luhukay, Marcel Ndjeng und Roel Brouwers auf der einen, Benjamin Schüßler und Sven Lintjens auf der anderen Seite sowie mit dem gemeinsamen Ex-Coach Holger Fach durchaus Berührungspunkte da sind: Man kann wirklich nicht von einem Klassiker sprechen, wenn diese beiden Teams aufeinander treffen.
Das Hinrundenspiel (1:1) im Dezember im Stadion an der Hennes-Weisweiler-Allee war das bislang einzige Aufeinandertreffen beider Teams. In diesem Spiel gelang der Borussia nach dem Pausentee durch einen Freistoßtreffer von Soumaila Coulibaly die Führung, kurze Zeit später schwächte sie sich allerdings durch einen vermeidbaren Feldverweis Rob Friends und kassierte bei einer Standardsituation in der Schlussphase noch den Ausgleichstreffer durch den Kopfball Dusko Djurisics. Im Angesicht der Platzierungen beider Teams ist zu vermuten, dass dieses zweite Aufeinandertreffen am heutigen 34. Spieltag das vorerst letzte Duell beider Klubs werden könnte, sieht man einmal von einer immer möglichen Partie innerhalb des DFB-Pokalwettbewerbs ab. 

Aufstellungen

Paderborn: Kruse – Fall, Gonther, Kläsener, de Graef – Fischer, Gouiffe à Goufan, Schüssler, Halfar - Löbe, Damjanovic 
Reserve: Nulle, Döring, Pisot, Noll, Hoilett, Lintjens, Krupnikovic, Bogavac 
Es fehlen: Djurisic, Röttger, Krösche, Müller (verletzt), Koen (gesperrt), T. Becker, Maaß (Rehabilitationstraining) 

Borussia:
Heimeroth – Levels, Kleine, Daems, Voigt – Paauwe – Touma, Rösler, Marin – Neuville, Friend 
Reserve: Gospodarek, Schachten, Bögelund, Polanski, Svärd, Coulibaly, Ndjeng, Raffael 
Es fehlen: Brouwers (gesperrt), Colautti, Fleßers (verletzt), Lamidi, van den Bergh (Rehabilitationstraining)

Schiedsrichter: Georg Schalk (Augsburg)
Schiedsrichterassistenten: Markus Pflaum, Lothar Ostheimer

SEITENWAHL-Meinung

Thomas Haecki: Die interessanteste Frage für viele der mitgereisten Fans dürfte wohl darin
bestehen, wer das nächste Bier besorgt. Ebenso steht für die Akteure auf dem Rasen eher im Mittelpunkt, die Saison ordentlich zu beenden, als sich noch ein Bein auszureissen. Die Borussia und Paderborn trennen sich daher nach einem freundschaftlichen Sommerkick leistungsgerecht mit 2:2.
 

Hans-Jürgen Görler
: Kaum hat die Saison begonnen, ist sie auch schon wieder beendet. Wäre da nicht der bevor stehende EM-Sieg, müssten wir uns auf einen öden Sommer gefasst machen. Im zweiten Testspiel nach dem perfekt gemachten Wiederaufstieg siegt die Borussia beim zukünftigen Drittligisten Paderborn mit 2:1.

Thomas Zocher
: Es gilt "Tschüss" zu sagen. Zu einer Klassesaison, aber auch zu einer Liga, die gerne als "Schweineliga" klassifiziert wird. Ob nun gerade dieser Ruf einer Spielklasse zusteht, deren einziger Fehler eigentlich ist, dass sie eben nicht die höchste Spieklasse des Landes ist, sei einmal dahingestellt. Nicht dahingestellt sei, dass die Borussia mit einem 3:1 beim SC Paderborn diese Saison, in der sie so beeindruckt hat, würdig beschließt und sich zu guter Letzt die Zwetligameisterschaft sichert.


Michael Heinen
: Zum Abschluss spielt Borussia noch einmal seine Überlegenheit aus. Gegen bravourös kämpfende Gastgeber gewinnt man am Ende dank der größeren Effizienz mit 2:1 und darf sich endgültig über die Zweitliga-Meisterschaft freuen.


Joachim Schwerin
: In diesem Spiel geht es für alle um die Wurst: Die Qualität der örtlichen Bratwurst dürfte das Einzige sein, das in Paderborn von wirklichem Interesse ist. Und das Spiel? Vielleicht geht es 2:2 aus, vielleicht auch nicht. Nun ja, es muß halt stattfinden, das Spiel - sonst gäbe es eben keinen Grund, nach Paderborn zu fahren und die Bratwurst zu essen. Logisch, oder?


Mike Lukanz
: Ein dritter Platz! Hurra, wer hätte am Anfang der Saison damit gerechnet? Die Konkurrenz war hart, doch je länger die Saison dauerte, desto eher manifeste sich die Platzierung unter den ersten Drei. Als Hauptgrund kann die Konstanz gewertet werden und ein guter Schlussspurt, bei dem noch wichtige Punkte erzielt worden sind. Da ich von diesem dritten Platz in der Redaktions-Tippgemeinschaft nicht mehr verdrängt werden kann, tippe ich daher ein völlig wildes 6:2 für Gladbach.


Christoph Clausen
: Eine Woche sollte genug sein, um den Partyrausch auszuschlafen. In Paderborn wird sich die Borussia nicht lumpen lassen und die Saison mit einem 3:1-Sieg abrunden. Schon, um auch punktemäßig deutlich vor den Kölnern zu bleiben.


Christian Heimanns
: Bei aller Motivation der Ostostwestfalen, im letzten Spiel zeigt sich noch einmal, warum Borussia in der Tabelle oben und Paderborn unten steht. Mit einem 2:0 schenkt Borussia seinen äußerst zahlreich anwesenden Fans noch einmal einen Auswärtssieg, denn keiner weiß, wann der nächste kommt.



Der SC Paderborn im Internet: http://www.scpaderborn07.de/
Der SC Paderborn im SEITENWAHL-Zweitligacheck: SC Paderborn 07

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