Was haben der Ausbruch des ersten Weltkriegs und der Weltwirtschaftskrise gemeinsam? Richtig: Zu beiden Zeitpunkten hieß der amtierende deutsche Meister Fürth. Wer nun in Panik verfällt, der sei beruhigt. Denn erstens lag zwischen 1914 und 1929 noch eine dritte Meisterschaft 1926, in einem Jahr, welches in der deutschen Geschichte weniger durch Katastrophen, als mehr durch die „Goldenen Zwanziger“ bekannt ist. Und zweitens ist Fürth von einer deutschen Meisterschaft zur Zeit ebenso weit entfernt, wie der 1.FC Köln von einem stubenreinen Maskottchen. Doch Vorsicht! Den ersten Schritt dazu können die Männer aus dem Frankenland bereits in dieser Saison machen, denn mit der SpVgg Greuther Fürth kommt ein echter Aufstiegsaspirant in den Borussen-Park.

Mit zwei Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz befinden sich die Franken in Lauerstellung. Angesichts des Restprogramms mit drei durchaus lösbaren Heimspielen und der Angewohnheit auch auswärts teilweise stark aufzutrumpfen, stehen die Chancen für Fürth, nächstes Jahr in einer Liga mit Bayern statt Wehen zu spielen, weiterhin nicht schlecht. Um dieses Ziel zu erreichen wäre es wichtig, auch bei Borussia Mönchengladbach zu punkten. Die wiederum könnten mit einem Sieg selbst einen Riesenschritt in Richtung Aufstieg machen. Nachdem der erste Big Point buchstäblich in letzter Minute von Schiedsrichter Kinhöfer vereitelt wurde, haben die Fohlen nun zum zweiten Mal innerhalb einer Woche die Chance, einen direkten Mitkonkurrenten nicht nur auf Abstand zu halten, sondern buchstäblich auszuschalten. Ein Sieg würde den Abstand auf elf Punkte anwachsen lassen, was bei sechs verbleibenden Spielen reichen dürfte, die Saison vor Fürth zu beenden. Die Voraussetzungen für ein brisantes Duell sind also gegeben. 

Borussias Defensive


Ist es nicht beeindruckend, wie schnell sich Meinungen ändern können? Tatort: Ein Düsseldorfer Vorort namens Köln. Christofer Heimeroth eilt aus dem Tor um eine Flanke abzufangen, rutscht dabei aus und faustet im Fallen den Ball noch aus der Gefahrenzone. Während vor ein paar Wochen allgemeines Kopfschütteln über seinen Ausrutscher die Folge gewesen wäre, erntet er für seine akrobatische Faustabwehr nun Szenenapplaus. Keine Frage: Der Gladbacher Torhüter hat sich mit den Leistungen der letzten Wochen einen Bonus erspielt. Insofern stellt sich die Frage, ob es gegen Fürth eine Veränderung im Tor gibt, auch nicht.  

Eine Veränderung wird hingegen die verteidigende Viererkette erfahren. Aufgrund der roten Karte von Brouwers ist Trainer Luhukay zu einer Umstellung gezwungen. Ihn ersetzen dürfte Steve Gohouri, der vor seiner Zwangspause aufgrund der fünften gelben Karte zu den stärksten Defensiv-Akteuren in der Gladbacher Rückrunde gehörte und für viele danach überraschend gegen Köln auf der Bank saß. Ihm zur Seite wird Filip Daems stehen, der seine Sache in Köln richtig gut machte und bislang auf der Innenverteidigerposition einen soliden Part spielt. Alternativ könnte auch Thomas Kleine gegen seinen ehemaligen Verein auflaufen, doch sind seine Chancen auf einen Platz in der Startelf eher vage. Die derzeitigen Leistungen von Gohouri und Daems geben Jos Luhukay eigentlich keinen zwingenden Grund für einen Wechsel. 
 

Spielt Daems in der Innenverteidigung stellt sich die linke Verteidigung faktisch von selbst auf. Alex „Voigtinho“ Voigt scheint sich von seinem Tief zu Beginn der Hinrunde wieder erholt zu haben und spielte in den letzten Spielen auf unterschiedlichen Positionen ordentlich, auch wenn er noch lange nicht an seine Form der Hinrunde anknüpfen kann. Rechts dürfte Tobias Levels auflaufen. Nachdem er seinen Platz in der Anfangself gegen Koblenz etwas überraschend zurückbekommen hatte, zeigte er gegen Köln eine richtig gute Partie und zählte zu den stärkeren Akteuren in einer souveränen Gladbacher Mannschaft. Für Kaspar Bögelund wird somit nur der harte Platz auf der Bank vorbehalten sein.
 

Vor der Abwehr regiert mit „Iceman“ Paauwe ein Denker und Lenker des Gladbacher Spiels. Ihn Wegzudenken scheint zur Zeit wiederum undenkbar. Dass Gladbach gegen die spielstarken Fürther zu Hause mit einer Doppel-Sechs agieren wird, erscheint wenig wahrscheinlich. Dem Kandidaten für einen weiteren Platz im Defensiven Mittelfeld, Eugen Polanski, wird somit wieder einmal ein Platz in der Startelf verwährt bleiben.

Borussias Offensive

Was Paauwe für das defensive, das ist Sascha Rösler für das offensive Mittelfeld. Vorbildlich seine Einsatzbereitschaft und seine Führungsqualitäten auf dem Platz. In Gladbachs Offensive nimmt er einen festen Platz ein. Anders sieht es hingegen auf den beiden Außenbahnen aus. Ndjeng oder Touma? Marin oder Coulibaly? Oder vielleicht Ndjeng und Touma, aber ohne Marin und Coulibaly? Vieles ist denkbar, nichts würde wirklich überraschen. Am wahrscheinlichsten erscheint die Berücksichtung von Marcel Ndjeng im rechten Mittelfeld. Der noch in der Hinrunde begnadet auftretende Filigrantechniker befindet sich zwar weiterhin in einem tiefen Leistungsloch, doch hält Trainer Luhukay mit einer beispiellosen Nibelungentreue an seinem vermeintlichen Lieblingsspieler fest. Nachdem er in Köln trotz sehr schlechter Leistung gegen Koblenz erneut in der Startelf stand und dort als Teil einer sehr souveränen Borussia erstmals wieder Akzente setzen könnte, spricht sehr viel für einen erneuten Beginn von Anfang an.  

Etwas offener gestaltet sich die Besetzung der linken Außenbahn. Marko Marin bekommt trotz (oder gerade wegen) erfrischender Auftritte vom Trainer wohldosierte Verschnaufpausen. Auch wenn sich viele Fans gerne an Marins Geniestreichen ergötzen, scheint Jos Luhukay ihn sehr behutsam aufzubauen und alles dafür zu tun, damit Gladbachs derzeit spritzigstes Fohlen nicht verbrannt wird. Ob es auch gegen Fürth soweit ist, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Eine Alternative zu ihm wäre Coulibaly, der in den letzten Spielen nur als Einwechselspieler zum Zuge kam, dort seine Jokerrolle aber stets sehr effektiv ausfüllte – nicht nur mit seinem Zuckerpass in Aachen. Denkbar wäre auch Sharbel Touma, der aber gegen Koblenz zeigte, dass ihm die linke Außenbahn weniger liegt als die rechte. Der Schwede deutete dennoch in den letzten Spielen sein Potential an, spielte aber noch etwas glücklos.
 

Keine Diskussionen gibt es hingegen im Sturm. Rob Friend und Oliver Neuville harmonieren viel zu gut zusammen, so dass es derzeit keinen Grund gibt, dieses erfolgreiche Duo zu trennen. Roberto Colautti liegt in Lauerstellung und wird auch mehr Einsatzzeiten bekommen, in denen er sein zweifellos vorhandenes Potential unter Beweis stellen kann. Für einen Platz in der ersten Elf sollte es aber noch nicht reichen. Nando Rafael hingegen muss derzeit schon froh sein, überhaupt in den 18er-Kader berufen zu werden.

Der Gegner aus Fürth

Nachdem die Franken drei Jahre hintereinander nur knapp am Aufstieg scheiterten, vermuteten nicht wenige, dass sie dieses Jahr keine ernsthafte Rolle bei der Vergabe der Aufstiegsplätze spielen würden. Grund war ein großer personeller Umbruch, bei dem die halbe Stammmannschaft austauscht werden musste. So wechselte z.B. unser winterlicher Neuzugang Thomas Kleine zu Hannover 96. Dazu kam, dass mit Bruno Labbadia ein neuer Übungsleiter ins Playmobil-Stadion wechselte, der zwar drei sehr erfolgreiche Jahre bei Darmstadt 98, jedoch keinerlei Trainer-Erfahrung im bezahlten Fußball vorweisen konnte. Die Tatsache das Fürth nun auf dem fünften Platz steht und Labbadia beim HSV als Stevens-Nachfolger im Gespräch war zeigt, dass er seine erfolgreiche Arbeit auch in Fürth fortsetzen konnte. Er formte aus einem Kader mit 16! Neuzugängen eine spielstarke Truppe, die sich in Punkto Spielkultur vor kaum einem Team der Liga zu verstecken braucht. 

Fürth spielt eine klassische 4-4-2-Formation. Die neuformierte Viererkette formierte sich dabei erstaunlich schnell und kassierte bisher die viertwenigsten Gegentore. Im Mittelfeld spielt die SpVgg wahlweise mit einer Raute oder einer Dreierkette vor dem klassischen Sechser. Bei einer sehr defensiven Einstellung der Mannschaft kann eine offensive Position auch dem Doppel-Sechser geopfert werden. Fürth verfügt dabei über einen ausgeglichen Kader. Obwohl sich bereits sehr früh eine Stammformation bildete, können Ausfälle in der Regel ohne größere Qualitätsverluste kompensiert werden.
 

Auffällig ist bei den Kleeblättern jedoch eine gewisse Unstetigkeit. So geben sich glanzvolle Siege und unerwartete Niederlagen die Klinke in die Hand. Gewinnt die Mannschaft in Mainz, folgt eine Heimniederlage gegen Kaiserslautern, demontiert man Aachen am Tivoli, lässt man Koblenz daheim mit den Punkten ziehen. Ohne diese Aussetzer wäre den Greuthern der Aufstieg wohl kaum zu nehmen gewesen. 
 

Der derzeitige fünfte Platz ist den Franken übrigens nicht unbekannt. Sechs Mal in den letzten sieben Jahren beendete man die Saison auf eben diesem Platz. Und auch in dieser Saison belegte man ihn bereits acht Mal. Um das Maß endgültig voll zu machen, verpflichtete man mit Bruno Labbadia einen Trainer, der bei seiner ersten Station mit Darmstadt in drei Jahren gleich zweimal Fünfter geworden ist.

Fürths Defensive

Im Tor der Franken spielt mit Sascha Kirchstein ein alter Bekannter aus Bundesligazeiten. Nach einer zuletzt starken Zeit bei Rot-Weiss Essen konnte Kirchstein die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen und fehlte bislang nur ein Spiel, weil er das Kunststück fertig brachte als Torhüter fünf gelbe Karten zu kassieren. Sein Ersatz auf der Bank wird Stephan Loboué sein, der Kirchstein bei seiner Sperre würdig vertreten konnte. 

Die Fürther Viererkette kann man getrost als gesetzt betrachten. Hinten rechts spielt ein alter Bekannter aus Gladbacher Wiederaufstiegszeiten: Daniel Felgenhauer. Nach dem Aufstieg von Fürth nach Gladbach gewechselt, konnte er sich bei uns nie wirklich durchsetzen. In seiner alten Heimat hat er hingegen wieder zu alter Stärke gefunden, wenn auch auf der ungewohnten Position des rechten Verteidigers. Sein Pendant auf der linken Abwehrseite heißt Timo Achenbach. Der 25jährige Verteidiger ist der gefährlichste Akteur im Fürther Defensivverbund, was durch zwei Tore und acht Vorlagen zum Ausdruck kommt. Komplettiert wird die Viererkette in der Innenverteidigung durch die beiden Neuzugänge Arsen Karaslavov und Marino Biliskov. Beide konnten die Erwartungen von Beginn an erfüllen. Aufgrund diverser Sperren spielen sie im Borussia-Park aber erstmals seit dem 24ten Spieltag wieder zusammen. Sollte kurzfristig einer dieser Spieler ausfallen, steht adäquater Ersatz bereit. Jan Mauersberger brachte es als Innenverteidiger bereits zu 15 Einsätzen, und hinterließ dabei stets eine ordentliche Leistung. Ebenso einsetzbar wäre Tom Bertram, der bisher aber nur die Nummer sechs der Fürther Verteidigung darstellt.
 

Das defensive Mittelfeld besetzt jemand, der sich eigentlich in der Offensive zu Hause fühlt: Thorsten Burkhardt. Ein Sechser mit der Zehn auf dem Rücken dürfte es in der zweiten Liga auch nicht noch mal geben. Burkhardts Versetzung ist aber weniger seinen Leistungen, als mehr dem Aufstieg des Fürther Shooting-Stars Martin Lanig geschuldet. Trotzdem füllt er seinen Part bisher souverän aus. Die Ausgeglichenheit des Fürther Kaders zeigt sich besonders im defensiven Mittelfeld. Fällt Burkhardt aus steht mit Juri Judt ein gleichwertiger Ersatz parat, der schon bei einigen Erstligisten Begehrlichkeiten geweckt haben soll. Ergänzt wird der Defensivverbund durch den Defensiv-Allrounder Stephan Schröck. Der 21jährige kam bereits zu 19 Einsätzen und konnte meist überzeugen. Marco Caligiuri dürfte sich hingegen nur wenig Hoffnung auf einen Einsatz machen.
 

Fürths Offensive


Vor der Saison noch eher als Ergänzung gesehen, ist dieses Jahr eindeutig die des Martin Lanig. Stand letztes Jahr noch ein einsames Törchen in seiner Statistik, sind es dieses Jahr acht. Lanig gehört somit zu den gefährlichsten Mittelfeldspielern der zweiten Liga, was auch dem VfB Stuttgart aufgefallen ist, der ihn für 500.000 Euro für die kommende Saison verpflichtete. Nach abgelaufener Gelbsperre wird er wieder seinen Platz im zentralen Mittelfeld einnehmen. Ihm zur Seite dürften im linken Mittelfeld Ivo Ilicevic und im rechten Daniel Adlung stehen. Der quirlige Kroate Ilicevic, der in seiner Art ein wenig an Marko Marin erinnert, wechselte in der Winterpause auf Leihbasis vom VfL Bochum zu den Kleeblättern. Direkt nach seiner Ankunft zog er sich einen Bänderanriss im Sprunggelenk zu, so dass er erst zur Mitte der Rückrunde wirklich verfügbar war. Der SpVgg konnte er derweil noch nicht wirklich weiterhelfen. Sollte sich Bruno Labbadia gegen seinen Einsatz entscheiden hat er die Wahl zwischen dem etwas defensiver eingestellten Stephan Schröck und der etwas offensiveren Variante mit Leonhard Haas. Während Schröck mit zehn Einwechslungen eine Art Edelreservist ist, konnte sich Haas bei seinen bislang neun Einsätzen nicht aufdrängen und fungiert als eine Art offensiver Lückenfüller. Der 20jährige Adlung sollte hingegen seinen Platz im rechten Mittelfeld sicher haben. 

Große Sorgen hat Bruna Labbadia im Sturm. Bernd Nehrig hat seine Rotsperre noch nicht abgesessen. Der Brasilianer Cidimar brachte am letzten Spieltag das Kunststück fertig, in der 79ten Minute eingewechselt zu werden, den Endstand zu markieren, um dann mit Gelb/Rot vom Platz zu fliegen, weil er die für seinen überzogenen Jubel erhaltene Verwarnung mit einem erhobenen Daumen quittierte. Zu allem Überfluss zog sich Aleksandar Kotuljac im gleichen Spiel einen Bänderanriss im Sprunggelenk zu. Das trotz dieser Verletzung Fürth abwarten möchte, wie sich der Gesundheitszustand des Spielers entwickelt, zeigt, wie groß die Sorgen in diesem Mannschaftsteil sind. Somit stellt sich Fürths Top-Scorer Stefan Reisinger faktisch von selbst auf. Sollte Kotuljac nicht spielen, hat Labbadia zwei Möglichkeiten darauf zu reagieren. Entweder er belässt sein 4-4-2 System und lässt neben Reisinger den völlig unerfahrenen Nicolai Müller zu seinem sechsten Zweitligaspiel kommen oder er setzt mutig auf U19-Stürmer Sercan Sararer. Alternativ kann er einen Systemwechsel auf 4-5-1 vornehmen. Diese wahrscheinlichere Variante würde implizieren, dass Lanig offensiv aller Freiheiten bekommt, Burkhardt ins zentrale Mittelfeld rückt und vermutlich Juri Judt als Absicherung die Sechser-Position einnimmt.

Schiedsrichter


Wir schreiben den 16ten Februar 2002: An diesem Tag konnten die Fohlen mit einem 2:1 gegen den HSV das letzte Mal ein Heimspiel unter Lutz Wagner gewinnen. Insgesamt 18 Mal leitete der 45jährige Unparteiische Liga-Spiele der Borussia, das erste bereits 1994 gegen den KFC Uerdingen. Unsere Bilanz bei solchen Spielen sieht eher mau aus, sechs Siegen stehen acht Niederlagen gegenüber. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass kein echtes Skandalspiel dabei war. Von sieben Platzverweisen waren wir auch nur einmal betroffen. Ob es diesmal auch so bleibt, muss abgewartet werden. Bei allen drei Zweitligapartien, die er in dieser Saison leitete, wurde nicht ein einziges mit 22 Spielern beendet. Die einzige Partie mit Borussen-Beteiligung, die Wagner in der zweiten Liga pfeifen durfte, bietet ein gutes Omen für Sonntag: Am 24.02.2001 besiegten entfesselte Fohlen die Alemannia aus Aachen mit 6:1.


Bilanz

Beim ersten Aufeinandertreffen 1983 schlug Borussia Mönchengladbach die SpVgg Fürth im Achtelfinale des DFB-Pokals noch 6:0. Während für Fürth somit der Weg beendet war, sollte für die Fohlen erst im Finale Endstation sein, das damals letztmalig nicht in Berlin ausgetragen und von einem gewissen Lothar Matthäus maßgeblich geprägt wurde. Seitdem traf man nun bereits fünfmal in Zweitliga-Duellen aufeinander, von denen Fürth aber keines gewinnen konnte. Während beide Heimspiele mit jeweils zwei Toren Vorsprung gewonnen wurden, konnte man nach zwei Unentschieden in dieser Saison endlich das Playmobil-Stadion stürmen. Unvergessen ist auch das Aufeinandertreffen im Endspiel um die deutsche Hallenmeisterschaft 2000, dass die Borussia ebenfalls für sich entschied. Da Hallenfussball aber bei den Franken weniger mit Spaß, sondern mehr mit dem Ernst des Lebens zu tun haben scheint, konnte man den DFB mit juristischen Spitzfindigkeiten dazu bewegen, den Titel zu teilen.

Aufstellungen

Borussia: Heimeroth - Levels, Gohouri, Daems, Voigt - Paauwe, Ndjeng, Rösler, Marin - Friend, Neuville.
Ersatz: Gospodarek - Bögelund, Kleine, Polanski, Coulibaly, Touma, Rafael, Colautti
Es fehlen: Schachten, van den Bergh, Svärd (alle verletzt), Brouwers (gesperrt)

Fürth: Kirchstein – Felgenhauer, Biliskov, Karaslavov, Achenbach – Judt, Burkhardt, Ilicevic, Adlung, Lanig – Reisinger
Ersatz: Loboué – Mauersberger, Bertram –  Schröck, Haas, Caligiuri – Müller
Es fehlen: Nehrig, Cidimar (gesperrt) Kotuljac (verletzt)

Schiedsrichter: Lutz Wagner (Hofheim)
Schiedsrichterassistenten: Ralf Viktoria, Manuel Kunzmann

SEITENWAHL-Meinung
 

Thomas Haecki: „Sieht man mal von zwei desaströsen Halbzeiten in Mainz und Hoffenheim ab, zeigte die Borussia ihre besten Spiele gegen spielstarke Gegner. Gegen Fürth sollte es genauso sein. Fürth spielt gefällig, aber letztendlich zu ungefährlich um den 2:0 Sieg von Jos’ Fohlen-Bande ernsthaft gefährden zu können.“
 

Michael Heinen: „Eigentlich spricht Vieles für einen souveränen Heimsieg. Der Aberglaube zwingt mich aber dazu, auf 1:1 zu tippen.“ 
 

Hans-Jürgen Görler: „Neben dem Aufstieg in die 1. Bundesliga gilt es nun noch, ein zweites Saisonziel zu erreichen: Hoffenheim darf nicht als Erster über die Zielgerade stolpern. Deshalb wird die Borussia das Team aus Fürth, das sich seit Jahren erfolgreich gegen den Aufstieg wehrt, mit 3:0 vom Platz fegen.“
 

Christian Heimanns: „Pech für Fürth. Die Franken werden den Ärger über die Schlussminuten des letzten Spiels voll abbekommen und mit ihrer 2:0 Niederlage nicht einmal unglücklich sein.“
 

Mike Lukanz: „"Wir lassen uns nicht mehr aufhalten!". Mit diesen Worten wurde Sascha Rösler in dieser Woche zitiert. Der Verlauf des Spiels in Köln und die Ereignisse am Ende werden Fans und Mannschaft weiter zusammenschweißen. Hoffentlich zeigt die Nordkurve am Sonntagmittag, dass sie begriffen hat, worum es geht. Ultras hin oder her. Die Fürther kommen leider zum falschen Zeitpunkt. Mit einem 4:1 setzt Borussia ein Ausrufezeichen, und die Konkurrenz wird resigniert feststellen, dass Röslers Worte sich bestätigen werden.“
 

Christoph Clausen:
Gegen starke Fürther könnte es dennoch zu einem 2:1 reichen, wenn der Gegner diesmal durch keine Phantomelfmeter gerettet wird.“ 

Thomas Zocher: „Die fixierten Lokalpatrioten unter den Borussenfans werden verzeihen, aber im Vergleich zum Spiel in Köln hat das Spiel gegen die Spielvereinigung eine größere Bedeutung. Nicht deshalb, sondern weil sie an die Leistung aus der Partie in Köln anknüpft, siegt die Borussia gleichwohl aber mühsam mit 2:1.“


Der Gegner im Internet:
http://www.spvgggreutherfürth.de
Der Gegner im Zweitliga-Check: http://www.seitenwahl.de/content/view/903/259/

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