Die Wogen haben sich in den vergangenen Stunden geglättet. Nach dem hitzigen Derby, das auch Tage danach noch für reichlich Gesprächsstoff gesorgt hatte, geht es ohne lange Pause weiter. Rein sportlich wird die Aufgabe am heutigen Abend keinen Deut leichter als das Heimspiel gegen den 1.FC Köln vom vergangenen Montag. Zu Auswärtsspielen fährt man in dieser Saison auf Mönchengladbacher Seite zwar wieder gerne, in Fürth wartet jedoch ein anderes Kaliber. Während die Partien in Aue, St. Pauli und Koblenz - bei allem nötigen Respekt - für einen Aufstiegsfavoriten als Pflichtsiege abgetan werden müssen, wird die Spielvereinigung eine hart zu knackende Nuss sein. Jos Luhukays vornehmliche Aufgabe wird es demnach sein, die Köpfe und Beine der Spiele nach dem für alle anstrengenden Spiel gegen die Domstädter frei zu bekommen. Den Kopf frei für dieses Spiel hatte indes unser inzwischen bekannte Gast-Autor Carsten Koslowski, der die Franken heute in seiner bekannt pointierten Art vorstellen wird.

So richtig einig war man sich in Mönchengladbach nach dem 2:2 gegen den 1.FC Köln nicht. Trainer Luhukay formulierte bereits unmittelbar nach dem Spiel, dass man auch mit einem Punkt zufrieden sein könne. Bei den Anhängern und Beobachtern des Spiels vom vergangenen Montag fiel das Fazit differenzierter aus. Richtig unzufrieden ist man nicht, doch trauert man einem durchaus möglichen Sieg nach, der auf der einen Seite durch individuelle Fehler in der Abwehr und mangelnde Chancenverwertung auf der anderen Seite verwehrt blieb. Das Spiel ist abgehakt, die Sünder Coulibaly und Gohouri inzwischen begnadigt. Beste Voraussetzungen demnach für das Spiel beim Tabellenvierten. Jos Luhukays „Probleme" bestehen einzig in der Frage, welchen elf Spielern er für dieses Spiel sein Vertrauen schenken wird. Die von ihm selbst so genannten „acht, neun Stammspieler" rechtfertigen ihren Einsatz durch die immer noch beeindruckende Bilanz von sieben Spielen in Folge ohne Niederlage und der Tabellenführung, mit der man nun in das zweite Spiel geht.

Borussias Defensive

Christofer Heimeroth findet in den bisherigen Vorberichten kaum Erwähnung. Er polarisiert weniger als Kasey Keller oder Jörg Stiel, er leistet sich kaum Fehler und an den bisherigen Gegentoren war er zumeist machtlos. Manchmal wünschte man sich, Heimeroth könnte einen Hauch extrovertierter auftreten, doch ein Oliver Kahn wird er nie mehr. Solange er seinen Job weiterhin so überdurchschnittlich ausübt, gibt es keinen Grund, an seiner Art oder seiner Spielweise etwas auszusetzen.
Spannender wird die Frage nach der Nominierung der Viererkette, die vor Heimeroth agieren wird. Alexander Voigt und Tobias Levels sind gesetzt, zumal weder Sebastian Schachten noch Kasper Bögelund zur Verfügung stehen. Entscheidend ist hierbei die Frage, ob Luhukay dem Belgier Filip Daems nach seinem starken Auftritt im Derby eine weitere Chance von Beginn an gibt. Oder rutscht Steve Gohouri nach seiner Suspendierung zurück in die Startelf? Die Kopfballstärke der Fürther spricht grundsätzlich für Gohouri, doch Jos Luhukay wird erneut auf Daems setzen. Roel Brouwers komplettiert die Abwehrreihe, die damit exakt der vom vergangenen Montag entspricht.

Defensiv vor der Abwehr wird Patrick Paauwe spielen, der gegen den 1.FC Köln bis auf wenige Fehlpässe erneut seine ganze Klasse demonstrierte. Seine Souveränität und Coolness auf dem Platz ist beeindruckend. Nach Peter Nielsen der erste richtige „Sechser" und dazu der taktische Chef auf dem Platz.

Borussias Offensive

Die Offensive wird in den kommenden Wochen einige spannende Fragen aufwerfen. Durch die Rückkehr von Sharbel Touma und Roberto Colautti wird der Druck auf die vermeintlichen Stammspieler von Woche zu Woche größer. Einige Zeitungen spekulieren bereits, dass Touma für Marcel Ndjeng in die Startelf rutschen könnte, der gegen Köln zwar mit gefährlichen Standards gefallen konnte, aus dem Spiel heraus jedoch blass blieb und unter anderem den zwischenzeitlichen Rückstand durch Helmes in doppelter Hinsicht verursachte, als er zuerst den Freistoß in den Fuß des Gegners passte und wenige Sekunden später den entscheidenden Zweikampf gegen Helmes verlor. Ndjeng wirkte gegen Köln bereits etwas überspielt und wer Sharbel Touma aus den Niederlanden kennt, weiß, dass auch er gefällige Flanken schlagen kann. Touma wird seine Chance bekommen, allerdings noch nicht von Beginn an.
Bei Marko Marin ist die Sache grundsätzlich banaler. Hier sprechen eindeutig taktische Gründe für einen Wechsel mit Johannes van den Bergh, der defensiv stärker ist als Marin. Oder gar Filip Daems, der ebenso auf der linken Seite spielen könnte. Gegen die körperlich starken Fürther wird Marin eine weitere Pause erhalten. Je nach Spielstand ist er natürlich eine Option für die zweite Halbzeit, die auch im Derby seine stärkere war. Marin erzwingt durch seine Dribblings Torchancen oder provoziert Fouls der genervten Gegenspieler, die nach dem dritten Haken des kleinen Marin oft die Geduld verlieren.

Sascha Röslers Position scheint neben Torhüter Heimeroth der einzige Spieler zu sein, der sich vorerst keine Sorgen um seinen Platz in der ersten Elf machen muss. Auch wenn Luhukay bereits mit Ndjeng auf der „10" begann oder Marin diese Position grundsätzlich spielen könnte: Rösler ist gesetzt. Er gönnt sich zwar in jedem Spiel Phasen, in denen er sehr unauffällig agiert. Aber seine Präsenz auf dem Platz, seine Körpersprache, seine Aggressivität und nicht zuletzt seine Torgefahr lassen keine wirklichen Alternativen zu.
Interessanter wird die Besetzung des Sturmduos. Zwar scheinen Rob Friend und Oliver Neuville zurzeit gesetzt, mit Roberto Colautti wartet ein ganz anderes Kaliber auf der Bank auf seinen Einsatz. Nicht wenige Experten halten Colautti für den komplettesten Stürmer im gesamten Kader Borussias. So wurde Christian Hochstätter, Borussias ehemaliger Sportdirektor und aktuell bei Hannover 96 in gleicher Position tätig, mit den Worten zitiert: „Borussias Form ist beeindruckend, dabei hat mit Roberto Colautti der beste Spieler des Teams noch gar nicht richtig eingreifen können." Ebenfalls ist aus Nürnberg bekannt, dass Hans Meyer lieber besagten Colautti denn Angelos Charisteas verpflichtet hätte. Sicher ist: Colauttis Zeit wird kommen. Es ist lediglich zu hoffen, dass sowohl Borussia als auch Colautti selber die Geduld mitbringen, die noch notwendig ist, damit die Karriere des Israeli nicht ähnlich verläuft wie die eines Wesley Sonck, der trotz vieler Vorschusslorbeeren und vorhandener sportlicher Klasse nie das halten konnte, was man sich von ihm versprach.

Der Gegner aus Fürth

Ja, Spielvereinigung Greuther Fürth. Ein Name, wie in Stein gemeißelt. Letzteres trifft eher auf einen anderen Vereinsnamen zu, aber dazu komme ich gleich erst. Wer die Stadt Greuther Fürth auf der Landkarte sucht, wird naturgemäß enttäuscht werden, denn, die meisten Fans, wissen es sicherlich, bei der Spielvereinigung aus dem Frankenland handelt es sich um einen Fusionsclub. Zusammengefasst wurden der Traditionsclub und alte Rivale des 1. FC Nürnberg, die SpVgg Fürth, sowie der, bei allem Respekt, Dorfclub TSV Vestenbergsgreuth. Hier lohnt ein kurzer Blick zurück, denn beide Vereine hatten Außergewöhnliches zu bieten. Die SpVgg Fürth war besonders in den 1920er eine deutsche Spitzenmannschaft, was ihnen auch zu den Meistertiteln 1926 und 1929 verhalf. Dieser bislang letzte Gewinn der Deutschen Meisterschaft war allerdings nicht der zweite, sondern bereits der dritte Triumph der Franken: 1914 hatte man zum ersten Mal den Titel errungen und hält damit bis heute die Bestleistung des „längsten Deutschen Meisters", denn die nächste Meisterschaft wurde aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs und der Nachkriegswirren erst 1920 ausgetragen (hier ging dann der Stern des Erzrivalen 1.FC Nürnberg auf). Ist ja auch eine Art von Rekord. In den 1920er Jahren beherrschten Nürnberg und Fürth den deutschen Fußball, konnten sich allerdings ums Verrecken nicht ausstehen. Historisch belegter Höhepunkt ist das Länderspiel in Holland im Jahr 1924, als, einmalig in der Geschichte, die gesamte Nationalmannschaft ausschließlich aus Spielern der SpVgg und des „Clubs" bestand. Die beiden „Parteien" reisten in getrennten Waggons nach Amsterdam, und der arme, in Düsseldorf (!) zu seiner Truppe gestoßene Expeditionsleiter „Papa" Blaschke schlug in der neutralen Mitte des Zuges sein Quartier auf. Seine Versöhnungsversuche stießen beiderseits auf taube Ohren.  Die beiden Mannschaften hatten sich erst kurz vorher bei einem Lokalderby zerstritten, was die diplomatische Vermittlung nicht unbedingt erleichterte. Weder beim Essen im Hotel, auf dem Weg zum Stadion, beim Umkleiden, noch in der Halbzeit wechselten die feindlichen Lager ein Wort. Nicht einmal auf dem Platz sprachen sie miteinander, und als der Fürther Auer das entscheidende 1:0 auf Vorlage des „Clubberers" Träg schoss, jubelten seine Vereinskameraden ausgelassen - die Nürnberger wendeten dem Geschehenen stumm den Rücken. Auch nach dem Spiel fiel kein Wort, und man reiste in getrennten Waggons wieder nach Hause. Immerhin soll es nicht zu Ausschreitungen gekommen sein...

In den 1980er Jahren war der alte Lack so ziemlich ab, die SpVgg verabschiedete sich aus der eingleisigen Zweiten Bundesliga (1983) sowie der Bayernliga, damals Dritte Liga (1987), in die sportliche Bedeutungslosigkeit, jeweils unter Zurücklassung eines beeindruckenden Schuldenbergs. Erst in den 1990er Jahren arbeitete man sich langsam wieder nach oben.

Die Geschichte des TSV Vestenbergsgreuth ist wesentlich kürzer, sogar kürzer als der ursprüngliche Vereinsname. Alles begann am Stammtisch des Gasthauses Fürstenhöfer. Schon lange war es den Dorfbewohnern ein Dorn im Auge, dass die einheimischen Fußballer alle in der Fremde kickten. Endlich sollte ein eigener Verein her! Gesagt, getan: Am 01.02.1974 hoben 80 Gründungsmitglieder den TSV Vestenbergsgreuth/Weisachgrund aus der Taufe. Ob es auch einen Fanschal mit der kompletten Vereinsbezeichnung gab, entzieht sich meiner Kenntnis. Falls ja, hätte ich gern einen gehabt. Ich wette, damit hätte man sich im Winter prima zudecken können. Bis 1980 legte der Verein dann eben mal vier Aufstiege hin, dümpelte sodann einige Jahre in der Landesliga, ehe man wieder Gas gab und 1987 in die Bayernliga aufstieg. Dort hielt man sich kontinuierlich, was dann 1994 auch die Qualifikation für die neugeschaffene Regionalliga Süd bedeutete. Und der 14.08.1994 ist auch der Tag schlechthin in der Geschichte des TSV Vestenbergsgreuth. In der ersten Runde des DFB-Pokals verwies der TSV einen leidlich bekannten Gegner mit einem 1:0 in seine Schranken. Der Gegner hieß FC Bayern München,  und es ging das Gerücht, der neue Trainer der Bayern, ein gewisser Giovanni Trapattoni, habe nunmehr bereits drei Worte Deutsch gelernt: „Danke" - „Bitte" und „Vestenbergsgreuth". Ein Herr Stein erzielte in der 43. Minute das Goldene Tor für Vestenbergsgreuth, und beim FC Bayern, angetreten mit Leuten wie Kahn, Helmer, Scholl, Matthäus oder Papin, guckten sie so verdutzt wie es in München sonst wohl nur gewisse „Kaiser" einige Wochen nach einer Weihnachtsfeier zu tun pflegen. Die „globalen" Auswirkungen dieses Sieges waren ungeheuerlich, sogar in Italien wurde in den Sportzeitungen ausführlich darüber berichtet. In Vestenbergsgreuth hingegen nahm man es etwas gelassener, was auch die Aussage des damaligen Trainers Paul Hesselbach nach dem Spiel verdeutlicht: „Trotz aller Ausgelassenheit wird bei uns aber nicht groß gefeiert, denn nach diesem Spiel brauchen wir die nächsten zweieinhalb Tage zur Regeneration auf das Regionalligaspiel am Mittwoch in Augsburg." Nichts Besonderes also.

Da es aber doch etwas Besonderes war, hatte es bis heute unübersehbare Folgen: zum einen gibt es in den Teegeschäften des Dorfs, welches für seine exzellenten Mischungen der anregenden Blätter bekannt ist, seit jenen Tagen den „1:0-Tee" zu kaufen, zum anderen - und dies schlägt den Kreis zum Beginn des Berichts - wurde ein Gedenkstein enthüllt, auf dem die Namen aller Spieler, Betreuer und des Präsidiums vermerkt sind, die an jenem historischen Tag ihren Dienst auf oder neben dem Spielfeld verrichten, auf dass diese Sensation auf ewig bewahrt werde. Es ist allerdings nur eine schöne Vorstellung meinerseits, dass Olli Kahn heimlich an jedem Jahrestag des Spiels in Vestenbergsgreuth auftaucht, um dem Denkmal im Schutze der Nacht einen wütenden Tritt zu versetzen, ehe er sich flugs wieder vom Acker macht, um nicht Lothar Matthäus über den Weg zu laufen, der jeweils eine Stunde später auftaucht und einen Blumenkranz niederlegt für seinen ewigen Dank an Vestenbergsgreuth, weil er nach diesem Spiel mal wieder so richtig losstänkern konnte. Belegt ist hingegen die Rundfunkwerbung einer kleinen Fluggesellschaft, an der Ur-Bayer Sepp Maier beteiligt war: „Wir fliegen Sie überall hin, sogar dorthin wo der Pfeffer wächst, nur nicht nach Vestenbergsgreuth." Wie gesagt: ein historischer Sieg.

Ein Jahr später war es dann soweit: für die SpVgg Fürth war die jährliche Miete von 200.000 DM für ihr Stadion, den altehrwürdigen Ronhof, eine große Belastung, und dem TSV fehlten die nötigen Kapazitäten für ein sportliches Weiterkommen. Beide Vereine waren zum Zeitpunkt der Fusion in der Regionalliga Süd beheimatet, pflegten seit Jahren bereits eine Freundschaft, und merkten irgendwie, dass der eine das hatte, was dem anderen fehlte, und umgekehrt. Am 24.10.1995 stimmte die Jahreshauptversammlung der SpVgg diesem Zusammenschluss zu, die etwas kleiner gehaltene Versammlung des TSV hatte dies schon vorher getan. Mit einem neuen Trainer sowie einem kleinen Kuriosum, nämlich exakt sieben Spielern aus Fürth, sieben aus Vestenbergsgreuth und nochmals sieben Neuzugängen, machte man sich ans Werk. Zunächst wurde die Heimstätte aufgemöbelt und mit dem schicken Namen „Playmobilstadion" versehen, anschließend wurde Fußball gespielt: der Trainer war  ein gewisser Armin Veh, und der startete mit seiner Truppe mal direkt durch und schaffte in der Saison 96/97 den Aufstieg in die 2. Liga - gemeinsam mit dem großen Rivalen 1.FC Nürnberg, der in jener Saison mal eine Runde Drittklassigkeit einlegte. Beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in jener Saison pilgerten übrigens 44.500 Zuschauer ins Frankenstadion, bis heute Rekord für ein Drittligaspiel.

Die Schlussfolgerung dieser etwas längeren Einleitung lautet somit: seit 1997 kickt die SpVgg Greuther Fürth in der 2. Liga. Im nächsten Jahr wird man den SV Meppen einholen, der es elf Jahre am Stück im Unterhaus der Bundesliga aushielt. Zum absoluten Dauerbrenner auf diesem Gebiet, den SC Fortuna Köln, der es auf 27 Jahre ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Liga brachte, wird man allerdings nicht aufschließen wollen, denn die Fürther haben schon seit Jahren das erklärte Ziel, auch noch eins höher rauf zu wollen. Man sieht es alleine schon daran, dass sie in den zehn Jahren seit ihrem Aufstieg niemals einen zweistelligen Tabellenplatz in der 2. Liga belegt haben. Zur Konsolidierung im neuen Jahrtausend scheinen sie dann auch mal einen Vertrag beim DFB unterschrieben zu haben, der ihnen Platz 5 der Liga dauerhaft reserviert. Exakt seit der Saison 2000/01 belegten die Fürther nämlich stets diesen Rang in der Abschlusstabelle, mit der einzigen Ausnahme 2004, als man nur Neunter wurde. Also, sie schnuppern stets an den Fleischtöpfen, aber irgendetwas scheint da nicht gut zu riechen, weshalb sie im letzten Moment zurückziehen und sich lieber mit dem Titel des Ewigen Fünften schmücken. Hinzu kommt, dass die Fürther stets einen ordentlichen Aderlass an Spielern zu verzeichnen haben, die den Verein nach der Saison verlassen, um anderweitig zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Zuletzt gelang dies Roberto Hilbert, den es 2006 zum VfB Stuttgart verschlug, wo er direkt mal Deutscher Meister und Nationalspieler wurde. Aktuelles Beispiel dürfte Christian Timm sein, der derzeit als Neuzugang aus Fürth mit dem Karlsruher SC die Liga aufmischt. Die Fürther haben es allerdings stets geschafft, wieder eine neue Mannschaft aufzubauen, die oben mitspielt, auch wenn es am Ende dann doch nicht reicht. Der letzte Halbsatz soll nach dieser Saison dann endlich ersatzlos gestrichen werden.

Der Trainer

Der Trainer der Fürther dürfte bekannter sein als die Truppe, die er über den Rasen scheucht. Bruno Labbadia war als Spieler einer der ganz Großen der Liga. Gespielt hat er bei allen Vereinen, die nicht bei „Drei!" auf dem Baum waren, wenn der Bruno mal wieder einen neue Herausforderung suchte: SV Darmstadt 98, Hamburger SV, 1.FC Kaiserslautern, Bayern München, 1.FC Köln, Werder Bremen, Arminia Bielefeld und Karlsruher SC, nicht zu vergessen die Vereine seiner Jugend, SV Weiterstadt und FSV Schneppenhausen. Was ihn bei all seinen Stationen in der Bundesliga jedoch - im Gegensatz zu einigen anderen Spielern, die die Vereine wechseln wie andere Leute ihre Socken - stets auszeichnete, war die Tatsache, dass Labbadia sich immer als Teamleader und absolutes Vorbild präsentierte und quasi überall sofort einen Stammplatz sicher hatte. 328 Bundesliga-Einsätze sprechen eine deutliche Sprache. Etwas überraschend trat er 2003 seine erste Trainerstation bei einem seiner ehemaligen Clubs an, dem SV Darmstadt 98. Er führte den Club aus der Ober- wieder in die Regionalliga, musste im Laufe der letzten Saison jedoch gehen, was den erneuten Sturz der Darmstädter in die Viertklassigkeit allerdings nicht verhindern konnte. Bei seinem Amtsantritt in Fürth entstaubte Labbadia erst einmal ein wenig die Gedanken derjenigen, die die Saison bereits vorzeitig abgehakt haben, weil eh immer dasselbe dabei rumkommt: „Soll ich Platz 5 als Ziel ausgeben? Dann lieber gar keine Vorgabe!" Das Ziel des mittlerweile 41jährigen ist es, „hinten kompakt stehen und vorne begeisternden Fußball spielen". Dass dies nicht von alleine geht, weiß Labbadia auch, zumal es vor der Saison einmal mehr den bereits erwähnten Aderlass zu verzeichnen gab. Die Abgänge von Fuchs (VfL Bochum), Kleine (Hannover 96), Mijatovic (Arminia Bielefeld) und Timm (Karlsruher SC) waren ganz klar ein Substanzverlust, schließlich hatten allein diese vier Spieler in der letzten Saison 32 von 53 Toren für die SpVgg gemacht. Insgesamt verließ über ein Dutzend Spieler den Verein, fast ebenso viele Neue kamen. Vielleicht auch deswegen ein kluger Schachzug der Offiziellen, die der größtenteils neuformierten Mannschaft einen neuen Teamleiter zur Seite stellten, der noch richtig brennt und alle mitreißen will. Aktuell kann man durchaus konstatieren, dass es ihm zu gelingen scheint. Platz 4 mit 19 Punkten steht zu Buche, punktgleich mit Mainz auf einem Aufstiegsplatz, der Kontakt zur Spitze ist hergestellt. Man geht außerdem mit der Empfehlung eines hervorragenden 3:0-Sieges am letzten Wochenende beim bis dato Tabellenzweiten TSV 1860 München ins Spiel. Es darf somit eine recht gute aktuelle Form attestiert werden.

Fürther Defensive

Die Defensive ist der Trumpf der Fürther. Mit lediglich acht Gegentreffern verfügt Bruno Labbadia über die derzeit beste Abwehr der Liga. Diese lässt er auch kompromisslos als Viererkette auflaufen, ein Stammformation hat sich bereits herausgeschält, die er allerdings bereits aufgrund diverser Verletzungen und Sperren schon umbauen musste. Auch dies scheint jedoch sehr gut zu funktionieren, denn von diesen 8 Gegentoren kassierte man allein deren fünf in den beiden Spielen in Koblenz und gegen Jena, sodass für die restlichen acht Partien, die bislang gespielt worden sind, ganze drei Gegentreffer zu Buche stehen.

Im Tor ein alter Bekannter für mich: Sascha Kirschstein, vom Hamburger SV ins Frankenland gewechselt. Beim HSV verblüffte er sowohl durch spektakuläre Flugeinlagen wie auch durch grandiose Fehlleistungen, ein Vergleich mit St. Paulis Patrick Borger scheint durchaus angebracht. In dieser Saison zeigt er bislang jedoch seinen Kritikern, dass man als guter Torwart auch mal Flanken sicher pflücken und bei Bedarf Spiele retten kann. Im Spiel der Fürther beim 1.FC Köln, welches ich live im Stadion verfolgen konnte, war es zum Beispiel so, als er die wenigen, aber hochkarätigen Chancen der Domstädter durch erstklassige Paraden bzw. Reflexe zunichte machte. Aber wie gesagt, Kirschstein ist immer für einen Knüller gut, derzeit gibt er der Abwehr allerdings sehr viel Rückhalt.

In der Viererkette vor Kirschstein finden sich zumeist Timo Achenbach, Marinko Biliskov, dann ein alter Bekannter in Mönchengladbach, Daniel Felgenhauer, sowie der Bulgare Asen Karaslavov, der als Nachzügler noch von Slavia Sofia verpflichtet wurde und zuletzt beim grandiosen 3:0 der Fürther in der Allianz-Arena sogar als zweifacher Torschütze glänzte. Zudem kommt besonders Achenbach gerne mal über links mit nach vorne und schlägt manchmal beeindruckende Bananenflanken. Da spielt reichlich Erst- und Zweitliga-Erfahrung, außerdem kann Bruno Labbadia noch auf zwei „Rohdiamanten" zurückgreifen: den 22jährigen Jan Mauersberger, der vom FC Bayern München kam, sowie den 20jährigen Tom Bertram, U-21-Nationalspieler, und aus der Regionalliga von RW Erfurt angereist, um den nächsten Schritt auf der Karriereleiter in Angriff zu nehmen. Allerdings zeichnet sich der Kader dadurch aus, dass die Spieler ihre Positionen flexibel handhaben können, so musste selbst Mittelfeldspieler Stephan Schröck bereits hinten ran, als Labbadia die Spieler ausgegangen waren. Insbesondere der alte Haudegen Marinko Biliskov ging schon einige Male ungestüm zu Werke, zwei Gelb/Rote Karten stehen für ihn in dieser Saison bereits zu Buche.
Als Abräumer vor der Abwehr steht meist Juri Judt parat, ebenfalls U-21-Nationalspieler, und bereits seit acht Jahren im Verein, Leistungsträger und Stammspieler. Judt ist wieder einer derjenigen Spieler, bei denen man sich in Fürth an den Fingern einer Hand abzählen kann, wann er von einem Erstligisten geholt wird, wenn man nicht selbst bald Erstligist ist.

Fürther Offensive

Im Mittelfeld kann man höchstens von kontrollierter Offensive sprechen, da die Spieler auch sämtlich Defensivaufgaben wahrnehmen. Zentrale Figur ist hierbei nicht Rückkehrer Torsten Burkhardt, den es nach zwei Jahren bei Wacker Burghausen wieder an den Ronhof verschlagen hat, sondern eher Martin Lanig. Der 23jährige, der im letzten Jahr von der TSG Hoffenheim kam, spielt in der Mitte und versucht, Spiel wie Haarwuchs in den Griff zu bekommen, was ihm meist recht gut gelingt, auch wenn er für die Frisur ein Stirnband zur Hilfe nehmen muss. Burkhardt kommt über links, auf rechts ackert der 20jährige Daniel Adlung, ebenfalls U-21-Nationalspieler, und eigentlich ein „fränkisches Eigenwächs“, da er stets nur zwischen dem 1.FC Nürnberg und der SpVgg gependelt ist. Ein technisch beschlagener Spieler, der auch gute Flanken schlägt. Seine Position kann auch von Stephan Schröck übernommen werden, wenn der nicht gerade wieder in der Abwehr aushelfen muss. Schröck teilt somit das Schicksal aller Tausendsassas, die überall auf dem Spielfeld zuhause sind – sie sehen es oft zunächst von außen, um dann bei Bedarf als Feuerwehrmann in die Bresche zu springen. Und in der Hinterhand hat Trainer Labbadia noch Marco Caligiuri, der es in der vorletzten Saison immerhin mal in die Sportschau schaffte, als er, vom VfB Stuttgart in der Winterpause an den MSV Duisburg ausgeliehen, in seinem ersten Spiel direkt das Goldene Tor erzielte – gegen den VfB, der anschließend keinen Wert darauf legte, ihn zurückzuholen. Mit Duisburg schaffte Caligiuri den Wiederaufstieg, war aber größtenteils auch nur Ergänzungsspieler und kam nach Fürth, wahrscheinlich der guten Erinnerungen wegen: in der letzten Saison gewann Duisburg 5:3 in Fürth, Caligiuri erzielte zwei Treffer und war an einem dritten, einem Fürther Eigentor, maßgeblich beteiligt. Aktuell ist ihm allerdings der Durchbruch noch nicht gelungen, ebenso wenig wie Leonhard Haas, der vom FC Augsburg kam.

Der Sturm ist eine echte Wundertüte, was man auch daran sehen kann, dass die Truppe bei aller Abwehrstärke mit gerade mal 15 selbst erzielten Toren nicht immer wirklich torgefährlich zu sein scheint. Aber da meine Fortuna aus Düsseldorf derzeit genauso spielt, muss es ja ein erfolgreiches System sein. Schillerndste Figur im Sturm nach dem Abgang von Christian Timm dürfte Stefan Reisinger sein. Auch der war schon mal ein Fürther, wechselte dann 2003 zu Wacker Burghausen. Dort avancierte er zum absoluten Leistungsträger, 64 Spiele und 24 Tore in zwei Jahren. Danach allerdings wagte er einen weiteren Schritt, der ihm gar nicht gut bekam: die zwei Jahre beim TSV 1860 München würde er wohl am liebsten aus dem Gedächtnis verbannen. Zunächst fand er sich in der Zweiten Mannschaft wieder, wurde dann in der Saison 2005/06 Stammspieler in der Ersten Mannschaft. Das hatte nur einen entscheidenden Nachteil: er fand das Tor nicht mehr. Kein einziger Treffer in 25 Liga-Spielen, als Krönung verhinderte er damals im Spiel gegen Cottbus in letzter Sekunde einen Treffer für die eigene Mannschaft, weil er nicht schnell genug aus dem Weg hechten konnte und auf der gegnerischen Torlinie angeschossen wurde – es wäre der 3:3-Ausgleich gewesen...Nichts lief, und deshalb war Reisinger bestimmt froh, dass sein alter Verein ihn mit offenen Armen wieder aufnahm. Nachdem er in der letzten Saison immer noch seinen Torriecher suchte, hat er derzeit bereits viermal getroffen. Und wie...da sind dann auch solche Kuriositäten dabei wie im Spiel gegen Mainz, als er sich aus 3 Metern Torentfernung versehentlich gegen die eigene Hand schoss, und der Ball von dort durch die Beine des verblüfften Mainzer Keepers Dimo Wache an den Innenpfosten und anschließend über die Linie trudelte. Oder sein Treffer gegen Carl Zeiss Jena, als er sich vom Keeper bei dessen Befreiungsschlag anschießen ließ, woraufhin die Kugel ebenfalls den Weg ins Netz fand. Das sind schon fast Gerd-Müller-Tore, deshalb wäre hier äußerste Vorsicht angebracht: er trifft (noch) nicht regelmäßig, aber wenn, dann auch völlig unerwartet dann, wenn man nicht damit rechnet. Während man versucht, den letzten Halbsatz verständlich auseinander zu pflücken, kann es schon passiert sein!

An seiner Seite stürmt zumeist ein Storch im Salat, der auf den Namen Stefan Maierhofer hört. Der ist kuschelige 2,02 m lang und flauschige 93 kg schwer, was man im schnellen Bewegungsablauf manchmal merkt, wenn es etwas unbeholfen wirkt. Aber Vorsicht, der Österreicher kann einiges mehr als nur Kopfbälle! Maierhofer kam als Leistungsträger des FC Bayern II, traf in der Regionalliga Süd statistisch gesehen in jedem 2. Spiel; er war in der letzten Rückrunde an die TuS Koblenz ausgeliehen, bei der er mit drei Treffern in 14  Spielen auch seinen Anteil am Klassenerhalt des Aufsteigers hatte, und wechselte im Sommer nach Fürth. Der sieht nicht so aus, aber der kann auch am Boden was! Ich weiß zwar nicht, wer gegen ihn auflaufen wird, aber ein Duell mit Steve Gohouri stelle ich als „Außenstehender“ mir doch sehr nett vor. Da könnte es ordentlich krachen im Gebälk...

Brandgefährlich ist auch der junge Bernd Nehrig. Der fehlte am 9. Spieltag, weil er zuvor seine fünfte Gelbe Karte kassiert hatte. Respekt. Letzte Woche gegen 1860 München wurde er in der Schlussphase eingewechselt und holte sich prompt seinen nächsten gelben Karton ab. Nehrig kam aus Unterhaching, erhielt seine fußballerische Ausbildung allerdings jahrelang beim VfB Stuttgart. Ein wuseliger Stürmer, der auch gerne mal da hingeht, wo es weh tun könnte, wie seine Kartenstatistik belegt. Auch Nehrig ist erst 21 Jahre alt und somit sicherlich noch steigerungsfähig. Immerhin zweimal hat er in dieser Saison bereits eingenetzt.

Und auch hier hat der Bruno noch so einiges in der Hinterhand: mit Alexander Kotuljac wurde ein Leistungsträger vom 1.FC Magdeburg verpflichtet. Der fiel dort in der letzten Hinrunde aufgrund einer Verletzung lange aus, kam in der Rückserie zurück und hätte Magdeburg fast noch zum Aufstieg in die 2. Liga geballert. Einer, der sofort weiß, wo die Kiste steht, wenn er reinkommt.
Dies gilt ebenso für den Herrn mit dem klangvollen Namen Cidimar Rodrigues da Silva. Ein Spieler, der, würde er beim „Heiteren Beruferaten“ nach einer typischen Tätigkeit seiner Arbeit befragt werden, wohl mit „Warmlaufen“ antworten würde. Im der letzten Saison machte er zwölf Spiele und erzielte fünf Tore – vier davon als Einwechselspieler! Erst am letzten Spieltag durfte er mal von Anfang an ran und machte prompt gleich noch eine Bude. Dies war auch das einzige Spiel bei der SpVgg, in welchem er nicht ein- oder ausgewechselt wurde. In dieser Saison reichte es bislang, auch verletzungsbedingt, nur zu drei Kurzarbeitereinsätzen. Ein technisch starker Spieler, der allerdings mit Einsatz und Kampf in der 2. Liga noch nicht allzu viel am Hut hat.

Also: der Star ist der Trainer, das Prunkstück die Abwehr, aber der Sturm trifft auch schon mal aus Versehen, wenn er angeschossen wird oder sich selbst anschießt – das alles macht die Fürther ein bisschen langweilig und auch deshalb so gefährlich. Man neigt dazu, bei Spielen der SpVgg nach einer halben Stunde etwas wegzudösen, weil sich relativ wenig tut. Und genau darauf warten sie. Die Umschaltung von Abwehr auf Angriff geht über dieses flinke Mittelfeld sehr schnell, und sie sind ganz groß im Konterspiel. Dies gilt auch für Heimspiele gegen Favoriten. Obwohl der ehemalige Stürmer Bruno Labbadia natürlich auf die Idee kommen könnte, gegen Gladbach mal mit drei Stürmern zu beginnen, so ist dies bei der derzeitigen Ausrichtung des Teams doch eher unwahrscheinlich. Selbst wenn er auf dem Papier drei Spitzen aufstellen sollte, so wird eine doch eher dem Mittelfeld zugehörig sein. Spiele gegen Greuther Fürth können ein gewisses Gefühl von Rasenschach erzeugen, denn der Gegner sollte sich den Fürthern anpassen, und das heißt: Geduld haben. Auch dieses Abwehrbollwerk macht mal Fehler, dann gilt es, zur Stelle zu sein. Wenn man nur blindwütig anrennt, hat man schlechte Karten. Dann schläfern sie einen ein und schlagen zu. Interessant wird es allerdings, wenn sie einen Gegentreffer kassieren und aufmachen müssen. Spielerisch hat die Mannschaft zweifelsohne die Qualität, um wieder ganz oben mitspielen zu können. Es fällt halt nur nicht so auf. Und genau dies könnte am Ende ihre Stärke sein.

Schiedsrichter

FIFA-Schiedsrichter Michael Weiner wird die Partie im Fürther Playmobilstadion leiten. Der 38-jährige Polizeibeamte vom TSV Ottenstein pfeift damit sein zweites Spiel in der laufenden Zweitligasaison, das erste mit Beteiligung Borussias. Der oft sehr kleinlich leitende Weiner hatte in dieser Saison die zweifelhafte Ehre, vom „kicker“ eine glatte „6“ für seine Leitung beim Bundesligaspiel zwischen dem VfL Bochum und dem Hamburger SV (2:1) zu erhalten. In der abgelaufenen Erstligasaison 2006/07 erinnert man sich auf Seiten Borussias sehr ungern an das Auswärtsspiel am 4. Spieltag in Aachen, als Weiner mit einem lächerlichen Elfmeterpfiff für den Gastgeber Borussia bereits nach wenigen Minuten auf die Verliererstraße brachte.

Bilanz

Unglaublich, aber wahr: Borussia hat noch nie ein Pflichtspiel gegen den heutigen Gegner verloren! Was sich beeindruckend liest, wird recht schnell durch die Tatsache relativiert, dass heute das erst sechste Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams stattfindet. Auf dem Weg zum DFB Pokalfinale 1983/84 schlug Borussia die damalige SpVgg Fürth auswärts mit 6:0, die weiteren vier Partien fallen in die Zeit von Borussias erstem Zweitligaaufenthalt. Zwei Heimsiegen stehen hierbei zwei Unentschieden in Fürth gegenüber, wovon das 2:2 am 33. Spieltag der Saison 2000/01 sicher den bedeutendsten Charakter hat. Mit diesem Punktgewinn stand Borussias Aufstieg in die 1. Bundesliga auch rechnerisch fest.

Aufstellungen

Borussia: Heimeroth – Levels, Brouwers, Daems, Voigt – Paauwe – Ndjeng, Rösler, van den Bergh – Neuville, Friend
Ersatz: Gospodarek, Svärd, Coulibaly, Polanski, Touma, Colautti, Marin
Es fehlen: Schachten, Bögelund, Rafael, Compper (alle verletzt, bzw. Trainingsrückstand)

Fürth: Kirschstein – Felgenhauer, Biliskov, Karaslavov, Achenbach – Judt – Adlung, Lanig, Burgkhardt – Reisinger, Maierhofer
Ersatz: Loboué, Mauersberger, Bertram, Schellander, Schröck, Karl, Kotuljac, Nehrig
Es fehlen: Caliguri, Cidimar, Haas (alle verletzt, bzw. mit Trainingsrückstand)


SEITENWAHL-Meinung


Thomas Zocher: Das letzte Spiel Borussias in Fürth endete trotz eines Remis mit Jubel, in der neuesten Auflage ist das anders. Die Borussia jubelt über einen Sieg, 2:1 und die Elf weist nach, dass sie aus dem letzten Spiel wieder etwas mehr gelernt hat. Was genau, dass ist eine Frage für die Minuten nach der Partie.

Michael Heinen: Es gehört wohl nicht viel Mut dazu, für das Spiel in Fürth auf Unentschieden zu tippen. Aber Sieger im internen Seitenwahl-Tippspiel wird man nicht durch großen Mut, sondern durch solide, realistische Tipps. Daher setze ich auf ein Remis, wobei ich mich immerhin ein wenig vom 1:1-Standard wegbewege und einem erneuten 2:2 eine Chance gebe.

Mike Lukanz: Es gibt diese Spiele, bei denen keiner so richtig weiß, warum sie so verlaufen, wie sie verlaufen. Man war gut vorbereitet, selbstbewusst und eigentlich in guter Form. Doch an diesem Abend will einfach nichts von dem funktionieren, was in den vergangenen Wochen noch so selbstverständlich wirkte. Mit dem 0:2 in Fürth verabschiedet sich Borussia vom Platz an der Tabellenspitze, wird aber daran erinnert, dass das Unternehmen Aufstieg auch Rückschläge beinhaltet.

Christoph Clausen: Ein richtig schwerer Gegner erwartet uns am Freitagabend, und es wird schon einer hoch konzentrierten Leistung bedürfen, um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Mit dem 1:1-Unentschieden hält man die Fürther immerhin auf Distanz.

Christian Heimanns: folgt....

Hans-Jürgen Görler: Die Zeit der leichten Siege scheint vorbei zu sein. Auch gegen Fürth wird die Borussia eine gute Leistung präsentieren müssen, um ein Unentschieden zu erreichen. Mit dem 1:1 können alle Beteiligten gut leben.

Carsten Koslowski: Spielvereinigung Greuther Fürth gegen VfL Borussia Mönchengladbach – der Gastgeber gewinnt 29:26. Zumindest was die Länge der Vereinsnamen angeht. Während die „alten“ Anhänger der Borussia von der Haupttribüne, die man eh nie wieder zufrieden stellen kann, wahrscheinlich motzen werden, dass dies eine Begegnung sei, die man zu „ihren“ Glanzzeiten auf den Stehplätzen allerhöchstens mal im DFB-Pokal gesehen hätte, sollten Verein und Spieler des Tabellenführers die Partie durchaus ernster nehmen: das ist ein Spitzenspiel, auch wenn der Glaube daran schwer fällt. Und nach dem 0:0 wird man in Gladbach auch sagen, dass ein Punkt am Ronhof keine schlechte Ausbeute ist. Auf der anderen Seite wird Bruno Labbadia vielleicht enttäuscht sein, dafür werden die „alten“ Anhänger der Greuther Fürther, denen das Abenteuer 1. Liga eh seit Jahren suspekt erscheint, mit Zufriedenheit konstatieren, dass die SpVgg nach diesem Spiel wieder da ist, wo sie hingehört: auf Platz 5. Rund um den Borussia-Park darf man ihnen allerdings durchaus zutrauen, sie nächste Saison wiederzusehen – in einem Erstliga-Spiel.

Der Gegner im Internet: http://www.spvgggreutherfürth.de


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