Borussias Fans sind bekanntlich die schlausten der Welt. Von daher kommt den Ergebnissen der alljährlichen Borussen-Umfrage stets eine besondere Bedeutung zu, da sie viel über den zu erwartenden Saisonverlauf verrät. So sahen 70 % der Teilnehmer im Vorjahr eine Platzierung zwischen 4 und 6 voraus. Mo Dahoud und Andreas Christensen wurde bereits vor Beginn der Saison 2015/16 viel zugetraut; Branimir Hrgota weniger. Für die kommende Spielzeit sind die insgesamt 401 Teilnehmer an der Borussen-Umfrage 2016/17 optimistisch, aber nicht übermütig. Im Durchschnitt erwarten sie, dass sich Borussia erneut Platz 4 sichern kann. Zudem sollte die Fohlenelf im DFB-Pokal wie auch in der Europa League das Viertelfinale erreichen, wenn es nach der geballten Schwarmintelligenz ihrer Fans geht. Große Erwartungen werden insbesondere in Thorgan Hazard, Christoph Kramer und Raffael gesetzt. Eher schlecht sind hingegen die Saisonaussichten von Josip Drmic und Alvaro Dominguez.

Diese beiden werden nämlich von jeweils mehr als 20 % der Teilnehmer als größte Negativ-Überraschung benannt. Zudem rechnen 68,1 % bzw. 45,2 % damit, dass Drmic bzw. Dominguez zum Saisonende den Verein verlassen müssen. Fast ein Drittel glauben zudem, dass Christofer Heimeroth, Mo Dahoud und Marvin Schulz in ihre letzte Saison als Borussen-Spieler gehen.

Hazard, Sow und Kramer als Gewinner der Umfrage

Thorgan Hazard wird da schon mehr zugetraut, denn 31 % sehen Steigerungspotential bei ihm und werten ihn als Positiv-Überraschung. Etwas überraschend folgen Jonas Hofmann  und Djibril Sow auf den Plätzen 2 und 3. Sow gewinnt ebenfalls die höchst umkämpfte Frage nach dem erfolgreichsten Talent unter 21 Jahren. Einige trauen ihm also offensichtlich zu, sich als Alternative zu Mo Dahoud im defensiven Mittelfeld zu etablieren.

Dort steht er in Konkurrenz zum  vielversprechendsten Neuzugang, denn Rückkehrer Christoph Kramer wird von 50 % als bester Einkauf dieses Sommers gesehen. Die Zufriedenheit mit den Transfers ist dabei ebenso hoch wie das Vertrauen in Max Eberl und sein Team. 43 % sehen gar keinen Neuen als kommende Enttäuschung – oder wollen das nicht sehen. Zwiespältig fällt allerdings das Urteil zu Jannik Vestergaard aus, der von 27,5 % als bester, aber auch von 20 % als potentiell enttäuschendster Neuzugang bewertet wird.

Stammformation in der Dreierkette

Ziemlich sicher ist man sich, dass André Schubert eine Dreierkette etablieren wird. Zwar weisen viele Fans zu Recht darauf hin, dass das Spielsystem variabel sein wird. Rund 82 % sehen aber primär eine Formation mit drei Abwehrspielern als wahrscheinlich an. 69 % setzen auf ein 3-5-2. 12,8 % auf ein 3-4-3 bzw. 3-6-1.

Auch wenn Rotation insbesondere in der bevorstehenden Hinrunde das Zauberwort sein wird, kristallisiert sich bei den Fans eine bevorzugte Stammelf ziemlich deutlich heraus. Bei der Frage welche Spieler mindestens 25 Bundesliga-Einsätze absolvieren werden, erhielten elf Akteure mehr als 64 % der Stimmen, was sich zu folgender Stammelf zusammensetzen ließe:  

Sommer – Christensen, Vestergaard, Wendt – Hazard, Kramer, Dahoud, Stindl, Johnson – Raffael, Hahn

Patrick Herrmann, Ibrahima Traoré, Tony Jantschke und Nico Elvedi bleiben hingegen unter 50 %, können aber von der Rotation in jedem Fall profitieren.

Rückkehr zur Stabilität

Wie auch immer Borussia aufläuft: Von ihr wird diese Saison mehr Stabilität erwartet. Die zuletzt 50 Gegentore sollen sich in dieser Spielzeit nicht noch einmal wiederholen. Im Durchschnitt werden für diese Saison 37 Gegentore erwartet. Der beste Torschütze sollte dagegen 14 Treffer markieren. Das würde für Raffael bedeuten, dass er sich noch einmal um ein Tor gegenüber dem Vorjahr steigert. Der Brasilianer geht erneut als Favorit auf eine Verteidigung seiner internen Torjägerkanone ins Rennen und wird von 36,4 % als bester Torschütze benannt. Nur knapp dahinter folgt aber schon André Hahn, der 32,2 % der Umfrage-Teilnehmer mit seinem Torlauf der letzten Monate beeindruckt hat. Ob dies auch von Jogi Löw zur Kenntnis genommen wurde, darf bezweifelt werden, wenn man dessen Nominierungsverhalten zur Europameisterschaft betrachtet. Trotzdem ist ein Großteil der Borussen-Fans weiter so naiv zu glauben, der Bundestrainer könnte ernsthaft einen Gladbacher für sein Nationalteam nominieren. Nur rund ein Viertel der Teilnehmer glaubt, dass Löw seine ignorante Haltung weiter konsequent durchzieht. Die übrigen trauen es speziell Christoph Kramer, Mo Dahoud und André Hahn zu, sich in den Kader der Nationalelf zu spielen.

Borussia etabliert sich als Spitzenmannschaft

Für Borussia geht es auch in dieser Saison wieder um die internationalen Plätze. Rund 90 % der Fans rechnen fest damit, dass es wieder ein Platz unter den ersten 6 werden wird. 69 % rechnen sogar mit einem Ergebnis von Platz 1-4. Im Durchschnitt läuft es auf eine Wiederholung des Vorjahres-Platzes 4 hinaus. Auch die übrigen 3 Top-Plätze werden voraussichtlich wieder von den gleichen Teams besetzt. Bayern, Dortmund und Leverkusen kommen sogar auf 90 % und mehr der abgegebenen Stimmen. Ärgster Konkurrent für Borussia dürfte der FC Schalke 04 sein, den immerhin noch 41 % in den Top 4 erwarten. Außer diesen 6 Topklubs wird nur wenigen anderen Teams ein Sprung in die obersten Tabellenränge zugetraut.

Umkämpfter sind die Platzierungen 5-7, wo nicht ganz überraschend Wolfsburg, Schalke und Borussia am häufigsten genannt werden. Noch vor den Mainzern wird dahinter aber einem Neuling gleich der ganz große Wurf zugetraut: 27,5 % sind so desillusioniert zu glauben, dass das Geld des österreichischen Brausekonzerns schon im ersten Jahr den Weg nach Europa weist.

Weiteres Lehrgeld in der Champions League

In Europa angekommen ist Borussia bereits – wahrscheinlich sogar erneut in der Champions League. 21 % waren vorab skeptisch gewesen und tippten – überwiegend allerdings noch vor der Auslosung – auf ein Aus in den Play-Offs. Von denjenigen, die optimistisch bzw. realistisch waren, glaubten nur die wenigsten, dass es wieder ein direktes Aus über Platz 4 geben wird. 47,3 % halten vielmehr den 3. Platz in der CL-Gruppenphase für das wahrscheinlichste Ergebnis, womit es anschließend in der Europa League weitergehen dürfte. Dort sollte es dann aber für drei Viertel der Fans mindestens zum Einzug ins Viertelfinale reichen, was das Überstehen von zwei K-O-Runden zuvor impliziert.

Zu guter Letzt wurden aus alter Gewohnheit die Abstiegsplätze abgefragt, obwohl Borussia mit diesen zum Glück schon seit einigen Jahren nicht mehr viel zu tun hat. Nicht ganz überraschend werden die Aufsteiger des Vorjahres als Top-Favoriten gehandelt. Darmstadt landet für 96 % auf einem der letzten drei Plätze. Ingolstadt immerhin noch für 61 %. Freiburg, Frankfurt und Bremen sind in dieser Reihenfolge die Top-Kandidaten für den Relegationsplatz.

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