Das Unselige an der Statistikverliebtheit mancher Sportjournalisten ist ja gar nicht, dass Zahlen an sich von Übel seien. Das Unselige ist der Schindluder, den man treibt, wenn man sich mit der erstbesten Statistik zufrieden gibt und die Mühen der Interpretation scheut. Ein Beispiel dafür lieferte unter der Woche ein Artikel aus dem Boulevard, enthalten in Borussias Pressespiegel. Dort wurde vorgerechnet, in der bisherigen Bundesligageschichte seien nur zwölf Prozent der Tabellenletzten nach dem 24. Spieltag dem Abstieg entronnen, für die nach dem 25. Spieltag Letztplatzierten aber habe die Rettungsquote nur noch bei fünf Prozent gelegen. Und da Borussia trotz des jüngsten Heimsieges weiterhin am Tabellenende stehe, hätte sich die Wahrscheinlichkeit des Klassenerhalts objektiv verringert. Klingt logisch, ist aber blanker Unsinn.


Unsinn deshalb, weil es nichts Ungleicheres gibt als die gleiche Behandlung von Ungleichem. Um es boulevard-kompatibler zu formulieren: Der Artikel vergleicht Äpfel mit Birnen. Die aktuelle Bundesligatabelle ist das, was man in der Statistik einen Ausreißer nennt: Im diesjährigen Abstiegskampf geht es derart ungewöhnlich zu, dass sich aus der Bundesligageschichte entlehnte Wahrscheinlichkeiten nicht seriöserweise auf ihn anwenden lassen. Läppische vier Punkte trennen momentan den Tabellenletzten vom Zwölftplatzierten. Wie viele waren es im letzten Jahr? Neun. Im Jahr davor? Sechzehn. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regelung im Schnitt? Zwölfeinhalb - mehr als dreimal so wie viel wie in dieser Spielzeit.

Borussia


Es gibt also überhaupt keinen Grund, sich vom Tabellenplatz ins Bockshorn jagen zu lassen. Gleich sechs Mannschaften sind punktemäßig nur einen Katzensprung entfernt, zwei weitere mit sechs Punkten Vorsprung auch noch nicht uneinholbar enteilt. Im günstigsten Falle könnte die Borussia schon an diesem Spieltag die Abstiegsränge verlassen. Sicher: Sollte es blöd laufen, könnte der VfL am Sonntagabend auch mit sechs Punkten Rückstand aufs rettende Ufer dastehen. Auch dann wäre der Verein noch längst nicht abgestiegen, aber vor der Länderspielpause wäre es schon aus psychologischen Gründen wichtig, den Abstand zumindest nicht zu vergrößern. Mit Bayer Leverkusen wartet zwar ein Gegner, der sich zuletzt in erheblich besserer Verfassung präsentierte als Hertha BSC Berlin. Aber: Auch wenn ein Erfolg in Leverkusen sicher eine Überraschung wäre, ist mit der zuletzt gezeigten Courage nicht ersichtlich, warum Borussias Chancen auf einen solchen Coup schlechter stehen sollten als die von Bielefeld, Bochum, Dortmund oder Cottbus. All diese Konkurrenten im Abstiegskampf stehen im weiteren Saisonverlauf noch auf dem Leverkusener Spielplan.

Borussias Defensive


Wie in Wolfsburg unterlief Steve Gohouri auch gegen Berlin wieder ein folgenschwerer Fehler, wie in Wolfsburg aber lieferte der Ivorer ansonsten eine leidenschaftliche und konzentrierte Partie ab. Es steht zu erwarten, dass Jos Luhukay auch in Leverkusen wieder auf Gohouri und überhaupt auf die Viererkette der letzten Partien setzt, in der sich auch der gegen Bremen noch unsichere Kaspar Bøgelund deutlich verbessert zeigte.

Interessanter wird die Frage nach der Position vor der Abwehr: Die wahrscheinlichste Besetzung ist Hassan El Fakiri, der vor allem dank seiner Ballsicherheit zur Stabilität des Borussenmittelfelds beiträgt. Spielt bei Bayer Bernd Schneider im zentralen offensiven Mittelfeld, wäre der Norweger, der erst Bremens Diego und dann Wolfsburgs Marcelinho den Spaß am Kreativspiel nahm, auch aus defensiven Gründen die erste Wahl. Allerdings: Besetzt Skibbe die zentrale Position im Leverkusener Mittelfeld mit Sergej Barbarez, dann könnten Probleme aus Fakiris Defiziten im Kopfballspiel erwachsen. In diesem Fall wäre ein Comeback Bo Svenssons im defensiven Mittelfeld zu erwägen, eventuell auch im Zuge einer taktischen Umstellung auf den Doppelsechser.

Fakiri könnte auch nach rechts rücken, hätte es dort aber mit dem pfeilschnellen Barnetta zu tun. In Sachen Geschwindigkeit wäre Oliver Kirch als Barnettas Gegenspieler prädestiniert, aber Kirch scheint Jos Luhukay bislang kaum auf der Rechnung zu haben. Gleichwohl würde gegen das offensivstarke Leverkusener Mittelfeld einiges dafür sprechen, rechts statt David Degens auf eine defensivere Variante zu setzen. Degen war gegen Hertha zwar wieder sehr bemüht, blieb im Abschluss aber zu ineffektiv, als dass seine Offensivleistungen seine Defizite in der Abwehrarbeit hätten kompensieren können. Die Signale Luhukays deuten zwar daraufhin, dass er erneut auf die Siegerelf des letzten Wochenendes und damit auch auf Degen setzen will, Sebastian Svärd aber wäre eine ernstzunehmende Alternative.

Borussias Offensive

Noch mag man dem eigenen Glück kaum trauen. Doch Nando Rafaels Leistungsexplosion weckt immerhin intensive Hoffnung darauf, dass man die Sturmmisere doch noch mit eigenen Mitteln in den Griff bekommen kann, und dies sogar vor der Rückkehr Oliver Neuvilles. Für Neuville kommt das Leverkusen-Spiel zu früh, aber wenn, ja wenn Rafael an seine Vorstellung vom letzten Wochenende dauerhaft anknüpfen kann, dann könnte er sich als Trumpfkarte im Abstiegskampf erweisen. Federico Insúa blieb auch gegen Berlin im Abschluss glücklos, bleibt als Rafaels Sturmpartner aber vorerst die beste Wahl. Sobald Neuville zurückkehrt, könnte Insúa ins Mittelfeld zurückkehren, dann vielleicht ins linke. Michael Delura, der gegen Berlin wieder zwischen Leichtsinnigkeiten und inspirierten Momenten schwankte, würde dann weiterhin die Zentrale besetzen und Peer Kluge nach rechts rücken. Aber das sind mittelfristige Überlegungen: In Leverkusen wird Kluge sicher wieder links spielen und sich hoffentlich, wie gegen Berlin erneut zum Motor des Gladbacher Angriffsspiels aufschwingen. Man darf guter Dinge sein, dass der Nürnberger-in-spe alles daran setzen wird, sich nicht als Absteiger vom Niederrhein zu verabschieden.

Der Gegner aus Leverkusen

Bayer Leverkusen sei eine komische Mannschaft, wurde Oliver Neuville dieser Tage zitiert. Mal seien sie überragend, mal könne sie jeder schlagen. Diese letztgenannten Tage gab es in der Rückrunde nicht oft, aber es gab sie: Gegen Hannover handelte sich die Bayer-Mannschaft am 22.Spieltag nach indiskutabler Leistung eine Heimniederlage ein, die mit 0:1 noch schmeichelhaft niedrig ausfiel, in Hamburg reichte es am letzten Sonntag nach beiderseits schwachem Spiel nur deshalb zu einem torlosen Remis, weil Rafael van der Vaart einen Elfmeter kläglich verschoss. Dennoch: Wie stark Bayer spielen kann, wies das Skibbe-Team erneut am Mittwoch nach, als es den RC Lens, immerhin Tabellenzweiten der französischen Liga, souverän beherrschte und einen nie gefährdeten 3:0-Sieg herausspielte. In der Bundesliga besiegte Bayer hintereinander den Ersten und Zweiten der Tabelle, auf der anderen Seite standen in den letzten Wochen Niederlagen in Wolfsburg und zuhause gegen Bremen zu Buche. Diese Wechselhaftigkeit erklärt, warum man sich in der inoffiziellen Jos Luhukay-Tabelle am Sonntag auf Augenhöhe begegnet: Legt man nur die sechs Bundesligapartien seit dem Amtsantritt des Niederländers zugrunde, dann hat die Borussia exakt so viele, nämlich acht Zähler geholt, wie Bayer Leverkusen im gleichen Zeitraum.

Leverkusener Defensive

Verantwortliche des FC Bayern München neigen zur Ansicht, das eigene Personal habe ein quasi gottgebenes Vorrecht auf Stammplätze im Nationalteam. So erklärte denn auch Uli Hoeneß vor Jahren, mit Michael Rensing habe man den künftigen Torwart der Nationalelf längst in den eigenen Reihen. Nun spricht schon das hohe Niveau, auf dem sich ein Robert Enke stabilisiert, dafür, dass der Nachfolger Jens Lehmanns nicht zwingend aus dem Süden kommen muss, seit kurzem aber verspricht der Kampf noch spannender zu werden. Man soll ja vorsichtig damit sein, junge Spieler schon nach ein paar starken Spielen in die Nationalmannschaft zu schreiben. Aber die René Adlers in den vergangenen Wochen waren derart überragend, dass ihm die Beobachterschar nicht ohne Grund eine phantastische Karriere voraussagte. Nach einem kurzen Zwischenspiel von Benedikt Fernandez hatte Adler den Platz des einstigen Stammtorhüters Hans-Jörg Butt übernommen, der gegen Eintracht Frankfurt nach absichtlichem Handspiel außerhalb des Strafraums des Feldes verwiesen worden war.

In die vor Adler agierende Viererkette wird, zur Erleichterung aller maulfaulen Live-Berichterstatter, der vielnamige Jan-Ingwer Callsen-Bracker trotz ansehnlicher Leistung gegen Lens vermutlich seinen Platz vermutlich räumen müssen. Statt seiner dürfte Karim Haggui, im UEFA-Pokal gesperrt, auflaufen. Der Tunesier erlebte in den letzten Spielen gleich mehrfach emotionale Achterbahnfahrten: In Lens verschuldete er den Führungstreffer der Franzosen und erzielte dann den Ausgleich, um am Ende einen völlig unnötigen Strafstoß zu verursachen, der erstens den Siegtreffer der Gastgeber und zweitens Hagguis eigenen Platzverweis zur Folge hatte. Auch in Hamburg verschuldete Haggui, diesmal durch Handspiel, einen Elfmeter, den Rafael van der Vaart aber kläglich vergab. Umgekehrt scheiterte Haggui mehrfach nur knapp im gegnerischen Strafraum. Überhaupt schalten sich die Leverkusener Defensivspieler gern und gut in den Angriff ein: der kopfballstarke Innenverteidiger Juan ebenso wie der zum Linksverteidiger umgeschulte Marko Babic oder rechts der immer wieder mit der Nationalef in Verbindung gebrachte Gonzalo Castro.

Vor der Viererkette spielte Bayer in den letzten Bundesligaspielen meist mit dem Doppelsechser Carsten Ramelow und Simon Rolfes. Ramelow allerdings fiel in Hamburg und noch gegen Lens allerdings aus und wurde durch Bernd Schneider ersetzt. Vor allem im UEFA-Cup-Spiel interpretierte Schneider seine Rolle dabei ungemein offensiv und lieferte sich ein munteres Wechselspiel mit Sergej Barbarez, der sich immer wieder zurückfallen ließ, um Schneiders Vorstöße abzusichern. Gegen die Borussia wird Ramelow vermutlich wieder zur Verfügung stehen; ob Skibbe dennoch auf die Lens-Formation setzt, bleibt abzuwarten.

Leverkusener Offensive


Man kann es negativ sehen: Bayer Leverkusen hat keinen überragenden Torjäger. Die sieben Treffer Andrej Voronins sind ordentlich, Stuttgarts Mario Gomez aber kommt auf fast doppelt so viele. Der mit großen Erwartungen verpflichtete Stephan Kießling erzielte nur ein Tor mehr als Kahê; Sergej Barbarez kam in 24 von 25 Spielen zum Einsatz, traf aber trotzdem nicht öfter als der wochenlang verletzte Oliver Neuville. Man kann es auch positiv sehen: Mit Castro, Madouni, Juan, Babic, Rolfes, Ramelow, Freier und Schneider kommt Bayer auf gleich acht Spieler aus Mittelfeld und Abwehr, die in dieser Saison mehr als ein Bundesligator erzielten; da kann in der Bundesliga nur noch Werder Bremen mithalten. Bei Borussia nimmt sich die Liste mit David Degen und Michael Delura sehr viel übersichtlicher aus. Oder umgekehrt: Bei der Borussia standen am letzten Wochenende vier Feldspieler ohne jeden Saisontreffer in der Startformation, bei Bayer nur ein einziger.

Das große Plus der Leverkusener liegt also in der Variabilität. Sie erklärt, warum nur Schalke, Werder und Stuttgart mehr Tore erzielen konnten. Sie macht es auch für den Gegner so schwierig, denn den einen zentralen Spieler, den man ausschalten muss, um Bayer am Toreschießen zu hindern, gibt es nicht. Das hängt neben der individuellen Qualität der Spieler mit der taktischen Ausrichtung zusammen. Nominell agiert Bayer im 4-2-3-1-System mit nur einer Spitze, aber solche Schemata sagen nur begrenzt etwas darüber aus, was auf dem Platz geschieht. Tatsächlich stoßen immer wieder Spieler aus anderen Mannschaftsteilen bis ganz in die Spitze vor, so dass Bayer je nach Situation faktisch auch mit zwei oder drei Stürmern agiert. Gerade im UEFA-Cup-Spiel war auffällig, wie häufig sich nicht nur der nominelle Mittelfeldspieler Kießling, sondern immer wieder auch Innenverteidiger Juan zum Sturmpartner Andrej Voronins aufschwang.

Nach seinem überragenden Auftritt gegen Lens dürfte Voronin auch gegen Gladbach wieder als vorderste Spitze beginnen. Schon im Bundesligaspiel gegen Suttgart, dem bislang letzten Mal, das Voronin auf dieser Position begann, lieferte der Ukrainer eine exzellente Leistung ab. Anders als Voronin, den es nach zehn Jahren Deutschland zur neuen Saison Richtung Liverpool zieht, wird Sergej Barbarez den Leverkusenern erhalten bleiben: Der 35-jährige Bosnier verzichtete darauf, eine vertragliche Option wahrzunehmen, die es ihm erlaubt hätte, zum Saisonende sein Arbeitsverhältnis mit Bayer zu beenden. Barbarez könnte statt Voronin an vorderster Front, aber auch im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen. Dritter Angreifer im Bunde ist Stephan Kießling, der in Leverkusen, auch bedingt durch eine langwierige Adduktorenverletzung, bislang nur teilweise an seine starken Leistungen aus Nürnberg anknüpfen konnte und beim torlosen Remis in Hamburg erneut enttäuschte. Zwischen rechtem Mittelfeld und Sturm changierend, konnte Kießling gegen Lens dagegen überzeugen.

In Spielberichten wird Bernd Schneider mal als defensiver Mittelfeldspieler, mal auf der Position hinter den Spitzen und mal auf der rechten Außenbahn geführt. Das beschreibt immer nur Tendenzen, denn Schneider ist überall zu finden. Der Nationalspieler spielt erneut eine ganz starke Saison und überragte vor allem beim 3:1 gegen Stuttgart, nicht nur wegen zweier Torvorlagen. Dass Schneider auch mal für eine Auszeit gut ist, zeigte er bei der 0:1-Heimniederlage gegen Hannover. Kurios ist, dass Schneider eigene Torgefahr vor allem gegen Gegner aus anderen Ländern entfaltet, ob im UEFA-Pokal oder im Trikot der Nationalelf. In der Bundesliga trat er vor allem, nämlich achtmal als Torvorbereiter in Erscheinung; selbst traf er zweimal.

Schneider könnte sich wieder stärker nach rechts orientieren, falls Ramelow ins zentrale defensive Mittelfeld zurückkehrt. Ansonsten würde rechts die Entscheidung zwischen Paul Freier und Stephan Kießling fallen. Links ist mit dem Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta zu rechnen, der im Spiel erheblich dynamischer daher kommt, als sein Vorname vermuten lässt. Aber mit „Presto" hätten die Eltern dem Jungen wohl keinen Gefallen getan.

Wie auch immer die personelle Besetzung ausfällt: Weil bei Bayer 04, mehr als bei den meisten anderen Teams, alle Mannschaftsteile ins Offensivspiel involviert sind, gilt umgekehrt auch, dass Borussia sich nur dann etwas ausrechnen kann, wenn, noch mehr als gegen andere Gegner, auch alle Gladbacher Mannschaftsteile die Defensive annehmen.

Bilanz

 
Wäre da nicht Peter Gagelmann gewesen, der Daniel Bierofkas Handspiel übersah, der letzte Gladbacher Sieg in Leverkusen läge nur drei Spielzeiten zurück. So aber muss man in das Jahr 1994 zurückgehen, als die Borussia durch einen Treffer des Ex-Leverkuseners Heiko Herrlich mit 1:0 gewann. Drei Jahre zuvor hatte Herrlich in einem ausgesprochen kuriosen Spiel noch für Leverkusen getroffen. Die Borussia war durch einen Doppelschlag nach gut einer Stunde (Pflipsen, Wynhoff) mit 2:0 in Führung gegangen, hatte den Vorsprung binnen drei Minuten (80. und 82.) wieder verspielt und schließlich dank dreier Treffer in fünf Minuten doch noch einen 5:2-Sieg herausgeschossen. Den höchsten Gladbacher Sieg in Leverkusen aber gab es in der Saison 1980/81, als Wilfried Hannes die Borussia quasi mit dem Pausenpfiff in Führung brachte und kurz nach der Pause erhöhte, bevor Lothar Matthäus, Ewald Lienen und Carsten Nielsen das 5:1 perfekt machten. Trotz solcher Highlights ist Borussias Bilanz in Leverkusen insgesamt unbefriedigend, denn von 25 Spielen wurden 14 verloren und nur fünf gewonnen. In der letzten Saison unterlag die Gladbacher Mannschaft trotz eines Treffers von Oliver Neuville mit 1:2; beide Leverkusener Tore erzielte Simon Rolfes.

Schiedsrichter

Der 37-jährige Wolfgang Stark aus Landshut leitete bislang 16 Bundesligaspiele der Borussia, darunter 5 Siege, 2 Unentschieden und 9 Niederlagen. Zweimal pfiff der gelernte Bankkaufmann bislang Gladbacher Spiele in Leverkusen, beide gingen verloren. Dabei erwischte Stark jeweils nicht seinen besten Tag: Beim 0:5 im Februar 2002 stellte er Steffen Korell ungerechtfertigt vom Feld, beim 0:1 im Oktober des folgenden Jahres verweigerte er beiden Mannschaft jeweils einen Strafstoß. Generell aber zählt Stark sicherlich zu den besten Schiedsrichtern, die der DFB derzeit zu bieten hat und konnte trotz vergleichsweise jugendlichen Alters schon in der Champions League, bei Länderspielen und vier Wochen lang in der japanischen J-League internationale Erfahrung sammeln. In dieser Saison leitete er einen Gladbacher Sieg (1:0 gegen Bielefeld) und eine Niederlage (0:1 gegen Hannover) und lieferte in beiden Fällen eine souveräne Leistung ab. Als Unsicherheitsfaktor erwies sich in der Vergangenheit aber des öfteren Assistent Harry Ehing, der speziell zur Abseitsregel ein hoch angespanntes Verhältnis pflegt.

Aufstellungen

Leverkusen: Adler - Castro, Haggui, Juan, Babic - Ramelow, Rolfes - Schneider, Barbarez, Barnetta - Voronin.
Ersatz: Butt, Madouni, Stenman, Callsen-Bracker, Touré. Athirson, de Wit, Schwegler, Freier, Kießling, Papadopulos.
Es fehlen: Roque Junior (verletzt), Meyer (im Aubautraining).

Borussia: Keller - Bøgelund, Gohouri, Zé António, Jansen - Fakiri - Degen, Kluge - Delura - Rafael, Insúa.
Ersatz: Heimeroth, Levels, Svensson, Compper, Kirch, Fleßers, Thijs, Polanski, Baumjohann, Thygesen, Svärd, Kahê, Sonck.
Es fehlen: Daems (verletzt), Neuville (im Aufbautraining).

Schiedsrichter:Wolfgang Stark (Landshut).

Assistenten: Christian Dingert (Thallichtenberg), Harry Ehing (Engen).
Vierter Offizieller: Mike Pickel (Mendig).


SEITENWAHL-Meinung  

Christoph Clausen: Weil uns nur Siege richtig weiterbringen, wird weiter voll auf Risiko getippt: 2:1 für die Borussia.

Thomas Zocher: Wenn zwei Torhüter ein Spiel lang ohne Gegentor bleiben, ist das ein klares Zeichen, dass das Spiel torlos enden wird. Für die Borussia wird es ein Punktgewinn, für die Bayerelf werden es zwei verlorene Punkte sein.

Michael Heinen: In Leverkusen bleibt Borussia chancenlos und verliert verdient mit 0:2. Nach dem schwachen Spiel unserer Mannschaft ist für die nächsten 2 Wochen wieder Weltuntergangsstimmung bei Borussias Fans angesagt. Doch selbst wenn sich die Lage durch die Niederlage nicht verbessert hat, bleiben noch 8 weitere Spiele um doch noch den Klassenerhalt zu erkämpfen.

Mike Lukanz: Leverkusen 1 - Borussia 2. Noch acht Spiele!

Christian Heimanns: So golden ein Sieg in Leverkusen vor dem Heimspiel gegen Frankfurt auch für uns wäre, Leverkusen ist seit Wochen gut drauf. Vermutlich zu gut für uns, und zwar um ein 2:0.

Hans-Jürgen Görler: Dass ein Klassenunterschied zwischen der Borussia und den Leverkusenern besteht, wurde nicht erst beim Auftritt der Bayer-Elf im UEFA-Cup deutlich. Da Luhukays Schützlinge jedoch jeden Punkt benötigen, werden sie sich wohl ausnahmsweise einmal zusammenreißen und auswärts punkten. Die Partie am Sonntag endet 1:1.


Der Gegner im Internet: www.bayer04.de

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  • RT @MichaelCUISANCE: Danke fur allés, es its nur der anfang 🙌🏼🐎 @borussia
  • @Neun_Drei Auch verletzt?
  • Während jeder Raffaels Tore feiert, sollte man auch den Jüngsten sehr loben. Bravo, vous avez bien fait, @MichaelCUISANCE! #bmgvfb
  • @Neun_Drei Was fehlt?
  • Milliarden Chinesen, die am Wochentag nachts um 0.30 Uhr 2 Stunden deutsche Bundesliga gucken, sind die Zielgruppe dieser Anstoßzeit #bmgvfb
  • @jarkoh Siegtor Max Eberl.
  • Wenn das so kommt, wie es sich liest, sind morgen Dirk Bremser, Max Eberl & Uwe Kamps im Kader. #BMGVFB

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