Man muss nicht fremden Sprachen mächtig sein, um im Fußball eine „englische Woche“ durchzustehen. Dieser Begriff definiert für gewöhnlich lediglich die Situation, binnen sieben Tagen mehr als zwei Pflichtspiele zu bestreiten und – ja, genau - für die Borussia steht am Mittwochabend ihr zweites von drei Spielen binnen jener Frist auf dem Programm. Gegner ist der FC Schalke 04 aus Gelsenkirchen und für SEITENWAHL bietet sich die Gelegenheit, in die Rolle eines Gastgebers zu schlüpfen. So übernimmt diesen Vorbericht zur Hälfte Michael Koll, ein den Gelsenkirchenern längst und seit langer Zeit erlegener Fußballfreund; wir bedanken uns schon an dieser Stelle bei Michael für seine Auskunftsfreude und seine Bereitschaft sich für diese Partie mit der Redaktion im Ergebnistipp zu messen

Borussia

Zu Beginn gleich einmal erfreuliche Neuigkeiten aus der Abteilung der statistischen Erbsenzählerei. In den letzten drei Jahren war ein Heimspiel gegen Schalke 04 gleich zweimal auf jeweils eine Heimniederlage der Borussia gefolgt und beide Male schritt die Borussia am Ende nicht als Verlierer vom Feld, wobei von diesen beiden Duellen besonders das Heimspiel unter Holger Fach im Mai 2004 in Erinnerung blieb. Weswegen? Nun, es kommt ja oft vor, dass ein unterlegener Gästetrainer artig vor dem anschließenden puddinglosen Zu-Bett-Gehen zerknirscht seinen „herzlichen Glückwunsch" ausspricht, doch wer sich an die Pressekonferenz von jenem vorletzten Bökelbergheimspiel der Bundesligageschichte erinnert, der darf sich sicher sein einer denkwürdigen Szenerie beigewohnt zu haben. In feinstem königsblauen Polyamid gewandet ließ da ein in Ehren ergrauter Mann trotz aller ihn erfassten Wehmut freudig Erlebnisse Revue passieren, die prägnant zusammengefasst als nichts anderes als eine Liebeserklärung an Borussia und den altehrwürdigen Bökelberg aufzufassen waren; mit der absolut bemerkenswerten Formulierung zum Schluss, dass „wir" (Borussen) mit dem Sieg über immerhin seinen Arbeitgeber den Klassenerhalt nun wohl sicher hätten.

Auf eine Art beeindruckend, fürwahr, und zweifelsohne ein Erlebnis dessen man sich gern erinnert. Keine dahingerotzte Höflichkeit, kein freundliches Geheische, eine echte Besonderheit halt, die unter Beweis stellt welche Barrieren egal sein können, wenn pure Identifikation vorhanden ist. Jene, die man sich zur Zeit vom Heimpublikum wieder wünschen darf. So hat das Pulk Unterstützer in der Nordkurve der Hennes-Weisweiler-Allee beim letzten Heimspiel gegen Leverkusen schon mit allerlei Aktionismus gezeigt, dass es zunächst das Resultat betrachtet, um dann schnurstracks auf die Leistung zu schließen. Eine nuancierte Grauzone, in der sich die Borussia tabellarisch bewegt, existiert für jenes Publikum also nicht. Es regiert Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. Schwarz und Weiß sind folglich nicht allein Borussias Farben, sondern der gültige Bewertungsmaßstab in den Köpfen ihrer Anhängerschaft; kein optimaler Boden für Jupp Heynckes um eine neue, eine gute Mannschaft entstehen zu lassen.

Borussias Defensive

Gemessen an den Eindrücken des letzten Heimspiels hatte die Borussia keine sonderlich stabile Abwehr vorzuweisen, gefüttert von der den jungen Spielern wie Tobias Levels und Marvin Compper noch zur Seite stehenden Nervosität war die in diesem Mannschaftsteil fünfmal zuschlagende Verletzungssituation massiver Auslöser von Schlägen in das Kontor gewesen, die Borussia anfällig gemacht hatte. Folgerichtig ließ Heynckes gegen Frankfurt ein bisschen mehr Routine in die Abwehr Einzug halten, nominierte Thomas Helveg für „Olli" Kirch und durfte sich aufgrund der Defensive in Frankfurt in dieser Maßnahme bestätigt sehen. Der Routinier aus Odense gab der Rest-Abwehr Halt und klärte Situationen mit einer Souveränität, die ein zur Zeit deutlich „ins kalte Wasser" geworfener Jungspund wie Marvin Compper sich erst noch anzueignen hat. Helveg wusste stets die richtige Entscheidung zu treffen, hatte aber das Pech, dass zwei taktische Fouls ihn um die Gelegenheit brachten gegen Schalke nun zu zeigen, dass er wirklich die zur Zeit bessere Wahl mit Blickrichtung auf eine stabile Borussenabwehr ist.

So wird Heynckes Helveg zu ersetzen haben. Er hätte dies mit Kirch tun können, doch in der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag gab es dazu die Auskunft, dass Kirch aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht spielen könne. Heynckes kann auch Tobias Levels, der gemäß der Meinung des Trainers auf allen Defensivpositionen zum Zug kommen kann, nicht als Helveg-Ersatz zur Hand nehmen, da Levels aufgrund des Ausfalls von Bo Svensson weiter in der Zentrale neben Zé António gebraucht wird. So bleibt Borussia für die Besetzung nur ein noch tieferer Griff in die Schatulle der Nachwuchskräfte. Robert Fleßers etwa könnte eingesetzt werden - möglicherweise löst Heynckes die Problematik aber auch mit Peer Kluge, in Frankfurt im Mittelfeldzentrum aktiv, und baut dafür seine Mittelfeldbesetzung um.

Borussias Offensive

Optimisten sehen in der Leistung der Offensive der Borussia in Frankfurt eine einhundertprozentige Chancenauswertung, Pessimisten bemängeln, dass die Borussia offensiv nicht wesentlich mehr hinbekommen habe als jenes zu Unrecht nicht anerkannte Tor von Marvin Compper. Da es ein Heimspiel ist und die Borussia mutmaßlich über deutlich langanhaltendere Phasen Ballbesitz haben wird, bietet sich die Hereinnahme des in Frankfurt von der Bank eingesetzten Oliver Neuville an. Sein Pendant im Sturm wird mutmaßlich Kahê heißen und somit ist die Frage nach Nando Rafael, der seine erste Bewährungsschance nach dem Osnabrückspiel in Frankfurt nicht nutzen konnte, bereits beantwortet - der gebürtige Angolaner wird aus der Startformation weichen müssen.

Möglicherweise überlegt sich Jupp Heynckes auch eine stärkere Akzentuierung auf die Offensive, hierfür würde sich der Einsatz des Schweizers David Degen von Beginn an anbieten. Diese Überlegung würde aber die Position von Federico Insúa bedrohen, sollte Heynckes - wie gegen Leverkusen nach der Pause - den vom heutigen Gegner ausgeliehenen Delura für die Mittelfeldzentrale vorsehen. Entscheidend könnte hier sein, ob Peer Kluge in der Tat als Außenverteidiger aushelfen muss. Dann wäre eine Position im Mittelfeld ohnehin zu besetzen. Dafür würde sich etwa Bernd Thijs anbieten und Insúa bliebe nur dann nicht in der Elf, wenn Heynckes Delura und Degen gemeinsam aufbietet.

Der Gegner aus Gelsenkirchen

... hat derzeit Defizite in allen relevanten Belangen. Trainer, Manager, Kader, Fans. Alles unterhalb dessen was geht (Fans) bzw. vorgegeben wurde (Slomka/Müller). Ich werde versuchen, das Wort  "Potential" zu vermeiden. "Potential" ist ein Unwort sondergleichen und gemahnt an Rolli Rüßmann in der Gladbacher Abstiegssaison. Wann  war das? 1999? Egal, RR jedenfalls ist heute noch davon überzeugt,  dass der Fohlenkader in der Abstiegssaison tierisch Potential hatte. Was latürnich Stuss ist. Genau so wie die auf Schalke häufig geäußerte These seitens Fans und Management, Schalke hätte nach Werder und Bayern den besten Kader und das Potential um den Titel mitzuspielen. Nee, is klar. Mit der Schnute vielleicht. 3 Beispiele?

- Totale Dominanz
- Wir wollen ins UEFA-Cup-Finale
- Wir wollen deutscher Meister werden 

Punkt 1 kann man noch als misslungene Fingerübung eines Freizeitpsychologen entschuldigen, die Punkte 2 und 3 hingegen  offenbaren das ganze Elend. "Matthias Sammer will Jennifer Aniston nach Blind Date ehelichen" gehört in die gleiche Akte. "Wollen" kann man viel, ich will auch das ein großer Arsch kommt und ganz Dortmund zuscheißt. 

Also, wat hamwer auf Schalke? 17 Punkte, Platz 4 und bereits  verpasste Ziele wie die Gruppenphase des UEFA-Cups oder die dritte  Runde des DFB-Pokals. Vorgegebenes Ziel war ein CL-Platz, ich  persönlich bin froh wenn wir Fünfter werden. Kein Understatement,  eher eine realistische Einschätzung. Von den bisherigen Spielen war lediglich eines wirklich gut, und das war natürlich der Sieg gegen Werder. Alles andere rangiert zwischen bieder (Heimsieg gegen WOB)  und glücklich (Sieg in Aachen). 

System seit Sonntag wieder 4-3-3. Eigentlich dachte ich, Slomka hätte geschnallt dass die Mannschaft nicht das Zeug dazu hat. Schließlich hat er vor wenigen Wochen auf 4-4-2 umgestellt (das Systemopfer hieß Løvenkrands), aber seit dem Bayern-Spiel spielen wir halt doch wieder mit 3 echten "Spitzen" in 2 echten Anführungszeichen.

Schalker Defensive

Marcelo Bordon heißt der sportliche wie charakterliche Fels in der Brandung. Alle anderen dürfen lediglich in Ermangelung wirklich guter Verteidiger auflaufen. Wobei unsere Höchststrafe Mladen Krstajic heißt. Immer für einen spielentscheidenden Bock und/oder einen Platzverweis gut. Egal ob innen oder außen. Dario Rodriguez ist nicht ganz so unterirdisch wie die fünf Jahre zuvor, Rafinha und „Kobi" sind Schatten ihrer selbst. Ob Tim Hoogland eine Alternative ist, wird die Zeit zeigen. Gleiches gilt für Christian Pander nach seiner 18-monatigen Pause. Da darf man schon mal das Metzelder-Syndrom  befürchten.

Vor der Kette wird der abgewanderte Christian Poulsen mindestens adäquat duch Zlatan Bajramovic ersetzt. Nein, das ist ausnahmsweise  mal kein Zynismus. Zlatan spielt eine gute Saison, und wenn er sich  mal im Zaum hätte, dann müsste man nicht in jedem Spiel befürchten, dass er vorzeitig runter muss. Neben „Bajra" stümpert seit Fabian  Ernsts Verletzung im Wechsel entweder Hamit Altintop oder Gustavo Varela. 

Das Thema Torwart: Frank Rost hat uns Spiele gewonnen, auch diese Saison, und zwar nicht nur in Hamburg. Richtig ist aber auch, dass Manuel Neuer in allen Spielen vor dem aktuellen Torwarttausch bislang fehlerfrei hielt. Ob das Spiel in Stuttgart (das bislang letzte Spiel mit „Fäustel" im Tor, Endstand 0:3 und mindestens 2 davon tragen den  Namen Rost) Auslöser genug sein darf einen solchen Schritt zu vollziehen, sei dahingestellt. Gegen Bayern war Manuel jedenfalls alles andere als ein ruhender Pol.

Schalker Offensive

Kennt Ihr den hier? "Wir haben 5 Top-Stürmer, da ist es doch logisch dass 2 auch mal auf die Bank müssen." (Andreas Müller nach dem zweiten oder dritten Spieltag). Na, wer findet den Fehler?

Im Einzelnen: Halil Altintop wäre nicht der erste Stürmer, der in der  Liga nur ein gutes Jahr hatte. Peter Løvenkrands ist noch nicht lange bei uns und sollte daher noch Artenschutz genießen. Trotzdem darf er mal die eingebaute Tarnkappe abnehmen. In der Mitte dann Kevin Kuranyi, an welchem sich die Geister zwar nicht scheiden, aber dessen Schicksal auch nicht wirklich gerecht ist. Er hat wenigstens ab und  an seine Momente, in denen er als Vorlagengeber geglänzt hat und ist, was das Gesamtbild angeht, sicher positiver als seine vorhin genannten Kollegen einzuschätzen.

Unser Problem ist jedoch, dass die beiden Stürmer, die uns wirklich nach vorn bringen würden, verletzt sind. Gerald Asamoah wird zwar oft belächelt, aber es gibt im Kader keinen Stürmer, der auch mal Zweikämpfe annimmt und diese auch für sich entscheidet. Und Sören Larsen war nie ein Techniker und wird das auch nie werden, aber den Mann muss man wirklich nur vorn in die Mitte stellen. In Steffen-Simon-Deutsch hieße das, er antizipiert die Bälle. Und auch wenn ich Steffen Simon mit Anlauf furchtbar finde, so ist es dennoch nichts als die Wahrheit. Letzte Saison übrigens 10 Treffer mit der halben  Einsatzzeit eines Kevin Kuranyi (ebenfalls 10 Dingers).

Aber Asa und Sören sind bekanntlich verletzt, daher ist nun wieder Løvenkrands-Kuranyi-Halil der Sturm der Wahl. Na denne: Toi, toi,  toi.

Hinter den Spitzen Lincoln. Tja, Lincoln. Spielt seit Saisonbeginn  "mannschaftsdienlich", und die Anführungszeichen haben ihre  Berechtigung deswegen, weil die wirklich wichtigen, wenn auch oft in den Schlot gehenden Einzelaktionen in dieser Saison quasi nicht stattfinden. Er ist immer noch der Schalker mit den meisten Aktionen und Ballberührungen, wirkt aber wie kastriert seitdem er letzte Saison mal temporär raus musste. Die Alternative heißt Mesut Özil und ist ein Hoffnungsträger der es technisch drauf hat, aber der halt aufgrund seiner Jugend noch recht grün hinter den Ohren ist.

Ganz schön viel Gejammere meinerseits, stelle ich gerade fest. Aber zu keinem anderen Schluss kann man kommen, wenn man die absolvierten Spiele als Basis nimmt. Euer Problem wäre es, zu viel Respekt vor uns zu haben. Solltet Ihr freiwillig die Rolle des Karnickels vor der zahnlosen Schlange übernehmen, dann haben wir 'ne Chance. Merke: Wir spielen zwar immer 60 von 90 Minuten Geschrömmel, aber auf 'ne gute halbe Stunde haben wir es noch in jedem Spiel gebracht. Manchmal hat das gereicht.

Schiedsrichter

"Endlich" erhält der Münchener Peter Sippel vom ehemaligen Zweitligisten Würzburger Kickers die Gelegenheit die Borussia auf heimischem Platz zu begleiten, nachdem er sie nicht nur in der vergangenen Saison (bei der Niederlage in Bremen am 23. Spieltag) ausschließlich auswärts pfeifen durfte. Sippiel ist dem geneigten Borussenfreund dann auch besonders für seine Sympathie mit Heimmannschaften in Erinnerung, besonders die beiden ersten Auswärtsspiele beim 1. FC Kaiserslautern (2:3, 0:2) nach dem Wiederaufstieg Borussias blieben da stark in der Erinnerung haften: Beim ersten Spiel ließ der freundliche Bayer Kaiserslautern nach einem umstrittenen Elfmeter in der Schlussphase so lange nachspielen, bis die Pfälzer doch noch zum glücklichen Siegtreffer kamen, beim zweiten Match in Kaiserslautern versagte Sippel einem herrlichen Tor Mikael Forssells die Anerkennung, weil Ivo Ulich den dabei hilflosen Torwart Wiese auf boshafte Weise irritiert haben soll.

Von Schalker Seite gibt es hier keine Widersprüche. Die Gelsenkirchener pfiff Herr Sippel in dieser Saison genauso häufig wie die Borussia, also überhaupt nicht, und da er so im Ruhrgebiet keinen bleibenden Schaden in den Gedächtnissen hinterlassen konnte, nehmen beide Parteien gemeinsam ihren trotzdem naiv anmutenden guten Glauben zur Hand und hoffen, dass Herr Sippel seiner Berufung Genüge tut und das Spiel tatsächlich eben unparteiisch leiten wird. Hoffen wir auf einen Unparteiischen, keinen "das Unrecht im besten Fall gerecht verteilenden" Referee.

Bilanz

Es ist der 35. Auftritt des FC Schalke bei der Borussia in der Bundesliga und nicht jeder Auftritt endete dabei in einem solchen Debakel wie jener am 7. Januar des Jahres 1967, als eine Schalker Elf, angeschlagen über den Tod der Ehefrau ihres Mitspielers Kreuz, auf dem Bökelberg von Jupp Heynckes und Kollegen mit 11:0 abgewatscht wurde. Seit dem Wiederaufstieg im Sommer 2001 ist dieses nun anstehende Match das sechste, gewonnen hat die Borussia nur jenes, in dem ihr aktueller Trainer Jupp Heynckes als Gelsenkirchener Sachverwalter wirkte. Dieses 2:0 vom Mai 2004, gleichzeitig das vorletzte Ligaspiel am Bökelberg, rettete der Borussia damals mit den Verbleib in der Liga. Zuletzt gab es im Februar diesen Jahres ein schnödes 0:0, übrigens auch an einem Mittwoch und vielmehr exakt neun Monate her. Insgesamt gewann die Borussia 20 ihrer 34 Spiele gegen Schalke daheim, spielte in neun Begegnungen Remis und verlor die fünf restlichen (76:26 Tore).

Aufstellungen

Borussia: Keller - Kluge, Levels, Zé António, Compper - Delura, Polanski, Thijs, Insúa - Neuville, Kahê.
Ersatz: Heimeroth - Degen, Rafael, Fleßers, Thijs, Sonck, Rubink
Es fehlen: Jansen, Bøgelund, Daems, Svärd, Svensson, Kirch (alle verletzt), Helveg (gesperrt)

Schalke: Neuer - Rafinha, Bordon, Rodriguez, Krstajic - Varela, Bajramovic, Kobiashvili - Halil Altintop, Kuranyi, Løvenkrands.
Ersatz: Rost - Boenisch, Hoogland, Baumjohann, Heppke, Kunert, Özil, Hamit Altintop
Es fehlen: Abel, Larsen, F. Ernst, Lincoln, Asamoah (alle verletzt)

Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Assistenten: Tobias Welz, Walter Hofmann
Vierter Offizieller: Christoph Bornhorst (Damme)

SEITENWAHL-Meinung 

Christoph Clausen
: Mit einem leistungsgerechten 1:1 trennt sich die Borussia am Samstag von Schalke 04. Damit wird die Partie in Hamburg zu einem kleinen Endspiel um die Frage, wer vorerst in unerfreulichen Tabellenregionen stecken bleibt.

Michael Heinen:5 Niederlagen in Folge müssen nun wirklich nicht sein. Von daher muss es gegen die Schalker zumindest zu einem Unentschieden reichen. Mit 1:1 endet eine ordentliche Partie, nach der von einer deutlichen Steigerung im spielerischen Bereich die Rede sein wird, ehe es am Wochenende dann wieder in ein fremdes Stadion geht.

Mike Lukanz: Nicht immer wird Borussia ein solches Pech durch Entscheidung der Schiedsrichter haben. Doch wenn man schon Herrn Takahara gestattet, ein Tor zu erzielen, dann darf sich Kevin Kuranyi auf das Spiel freuen. Schalke gewinnt 2:1 in Mönchengladbach, womit der beliebte "Herbst am Niederrhein" endgültig eingeläutet sein dürfte.

Thomas Zocher: Geht Angst um in Mönchengladbach? Nein! Greift Verunsicherung bei der Borussia um sich? Natürlich, vier Niederlagen in Folge verunsichern jede Elf. Einem der besten Fußballer, die der Gegner je hervorgebracht hat, Thon heißt der, ist der Satz zugeschrieben, dass es selbst im Moment des Tiefpunktes stets einen positiven Ansatz geben würde. Und in der Tat, mit dem 1:1 gegen den FC Schalke legt die Borussenelf den Grundstein für weitere Punkte in weiteren Spielen.

Christian Heimanns: Auch wenn die Leistung in Frankfurt einigermassen solide war, Siege holt man so nicht. Um Schalke zu schlagen bräuchte es mehr Selbstvertrauen der Mannschaft, darum gibt es heute ein 1:1.

Hans-Jürgen Görler: Es ist nur schwer vorstellbar, dass der Abwärtstrend ausgerechnet gegen den FC Schalke 04 gestoppt werden kann. Leider wird die Borussia mit 0:1 den Kürzeren ziehen und sich nach dem Mittwoch im Abstiegskampf wiederfinden.

Michael Koll: 3:1 für Gladbach. Und wer jetzt "Zweckpessimist!" ruft, dem schalle ich "Nee, Realist!" entgegen. Wir haben nicht nur keinen Knipser, wir haben auch keinen Vorbereiter. Theoretisch haben wir zwar beides, aber praktisch pendelt unsere Torgefahr seit Monaten im eher homöopathischen Bereich. Obendrein haben wir keine Abwehr, und zwar theoretisch wie praktisch. Also, Dreier für Euch, Schweigen im Bus nach Hause für uns.

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  • Für den #effzeh gibt‘s jetzt nur noch eine Rettung. #PeterFürPeter
  • Die Europa League hat angerufen, sie möchte die #fohlenelf zurück! #UEL
  • @doerpm Geheimtipp: #stepontoe
  • Die Elf vom Niederrhein #Cando #CandosMelodie #CandoLieder
  • @Peter_Ahrens From carlo to cando
  • @JrgNeb "Sie kehrt zurück", steht im ersten Absatz im Artikel & wird ganz genau auf dem Bild angezeigt.
  • @frankie1960 Das ist nahezu das erste Mal, daß man auch in Mönchengladbach einen Treffer von Ulf Kirsten gutfinden kann! 🙂

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