Es ist vollbracht. Dank einer völlig uninspirierten 0:1-Niederlage gegen den HSV verabschiedete sich Borussia Mönchengladbach aus dem Abstiegskampf der Saison 2006/07 und kann ab sofort mit vollem Elan für die kommenden Spiele gegen Gegner wie Osnabrück oder Paderborn planen. Sicher, rein rechnerisch ist man noch immer nicht abgestiegen und könnte sich mit 4 Siegen aus den letzten 5 Spielen und etwas Glück noch theoretisch retten. Doch abseits des Ergebnisses veranschaulichte der neuerliche Grusel-Auftritt, wie hoch verdient dieses Team mit diesem Abstand auf dem letzten Platz der Tabelle steht. Die Klasse der Mannschaft reicht für die 1. Bundesliga nicht aus und man muss ab sofort vielmehr Fragen dazu stellen, wie dieser völlig falsch zusammengestellte und unharmonische Haufen in eine funktionierende Mannschaft verwandelt werden kann, die sich im nächsten Jahr berechtigte Aufstiegshoffnungen machen darf.

Doch blicken wir noch einmal zurück auf das vermeintliche Abstiegsendspiel, das jenem Namen aber zu keiner Zeit gerecht wurde.  

Trainer Jos Luhukay hatte etwas überraschend Zé Antonio nach schwacher Leistung auf Schalke aus dem Team verbannt und Bo Svensson eine neuerliche Chance geboten. Peer Kluge und Michael Delura kehrten zurück. Dafür mussten Compper und Lamidi weichen. Für letzteren rückte Insua wieder als hängende Spitze vor.
 

In der Anfangsphase merkte man den Borussen das Bemühen und Engagement an, das aber zu keinerlei zwingenden Torgelegenheiten führte. Ein harmloser Schuss von Michael Delura, der mit seinem 22 Meter Schuss nahtlos an die gute, alte Ivo-Ulich-Tradition anknüpfte, indem er Rost den Ball im Zeitlupentempo in die Arme schob. Mehr war im HSV-Strafraum nach 10 Minuten nicht passiert. Man hatte das Geschehen zwar im Griff, aber die Frage stellte sich hier schon, ob dies in solch einem Spiel ausreicht. 
 

Im Nachhinein gehörten jene anfänglichen 10 Minuten noch zu den besseren im gesamten Spiel, was sich im Folgenden mehr und mehr offenbarte. So verflachte die Partie bis zur 20. Minute völlig und man bekam den Eindruck, es handelte sich eher um ein unwichtiges Freundschaftsspiel. In Minute 21 schreckten die Zuschauer dann doch mal hoch. Borussia kam durch Hamburger Nachlässigkeiten in eine 2-1-Situation, was allen Ernstes den Ansatz einer Torchance hinauf beschwor. Doch Insuas Versuch, Nando Rafael in Szene zu setzen, endete angesichts der vermeintlichen Super-Technik des Argentiniers allzu kläglich, so dass die Situation bereits verpuffte, ehe sie sich überhaupt anbahnen konnte.
 

Auch die Hamburger, die in der 1.Halbzeit mit dem Spielverlauf offensichtlich nicht unzufrieden waren, wollten sich jetzt nicht lumpen lassen. Ein Sorin-Schuss in der 23. Minute war noch kein Problem für Kasey Keller. Eine Minute später wäre für den US-Keeper dann aber fast Freitag, der 13. zum Unglückstag geworden. Völlig ohne Not schoß er Rafael van der Vaart im eigenen Strafraum an den Kopf und hatte Glück, dass der Ball von dort links nebens Tor trudelte. Etwas Pech und Keller wäre mit dieser Nummer Bestandteil jedes Bundesliga-Jahresrückblicks geworden.
 

Doch in diesen wird unsere Mannschaft auch so zweifelsohne auftauchen, denn es bieten sich genug Negativ-Extrema, die sich auf uns in dieser Spielzeit anwenden lassen. So ist es ein wahrer Mythos, dass unser Hauptproblem im Verwerten der Chancen besteht, wenngleich hiervon auch noch die Rede sein wird in diesem Spielbericht. Borussia erarbeitet, geschweige denn erspielt sich nicht mal irgendwelche zwingenden Tormöglichkeiten. Wie kann es sein, dass in solch einem existenziell wichtigen Spiel in der ersten halben Stunde keine einzige Situation Torgefahr auslöste??
 

In Minute 33 konnte man erstmals auf einen Torschrei hoffen, als Kaspar Bögelund in seiner besten Szene des Spiels in die Mitte passte, wo Nando Rafael aus 6 Metern über den Ball trat. Eine klägliche Aktion für einen vermeintlichen Stürmer, dem man nicht nur wegen dieser Szene die Bundesligatauglichkeit absprechen muss. 
 

Danach beruhigte sich das Spiel wieder ein wenig bis zur 40. Minute. Und, welch Wunder, jetzt sollten tatsächlich einmal 5 richtig gute Minuten unserer Borussia folgen. Die einzigen guten Minuten in diesem Spiel, aber immerhin. 2 echte Torchancen sollten sich hier bieten, von denen speziell die erste zur dadurch verdienten 1:0-Führung hätte reichen können.
 

Es trug sich zu in der 40. Minute, der Minute, in der sich auch die letzten Optimisten in unserem Fanlager endgültig mit dem Gang in die 2.Liga abfinden mussten. El Fakiri war schön in halblinker Position in den Strafraum gelangt, von wo er auf Jansen ablegte. Der Linksverteidiger lief zur Außenlinie, von wo er den Ball soeben noch nach innen bringen konnte. Federico Insua zog dort direkt ab und beförderte den Ball an die Querlatte des Hamburger Gehäuses. Wie schon in den letzten beiden Spielen stand erneut das Gebälk im Weg und verhinderte die Führung. Doch wer hier von Pech reden möchte, sollte sich den Fortlauf derselben Szene in Erinnerung rufen. Denn der Ball gelangte noch einmal zu Peer Kluge, der aus 5 Metern zum Nachschuss ansetzen durfte und dies in extrem guter Lage. Doch vollkommen kläglich verzog der Bald-Nürnberger weit übers Tor und beendete somit diesen Hochkaräter im uns eigenen Unvermögen dieser Saison.
 

Kurz vor der Halbzeit war es dann einmal mehr Jansen, der auf links viele Freiheiten besaß und diese in dieser Phase immer besser zu nutzen verstand. Seine Flanke in die Mitte wurde von Benjamin noch zur Ecke geklärt. Im Anschluss bekam Bo Svensson seine große Chance, schoss aus 5 Metern aber zu unplatziert auf Frank Rost, der keine Mühe hatte, diesen Ball abzuwehren. 
 

Doch immerhin machten diese 5 Minuten Hoffnung, dass die Mannschaft endlich den Ernst der Lage erkannt hatte und bereit war, für die Minimalchance alles zu geben. 40 Minuten lang hatte man eher den Eindruck gehabt, ein Großteil der Spieler habe sich innerlich schon lange aufgegeben. Ein Eindruck, der sich leider im Verlauf der 2. Halbzeit dann immer mehr verstärken sollte.
 

Denn anstatt an die guten letzten Minuten der ersten Hälfte anzuknüpfen, hatte man bei Borussia wohl mehr an den vorherigen 40 Gefallen gefunden und versuchte, diese fortzusetzen. Ohne jeden Zug zum Tor und entsprechend ohne irgendeinen Ansatz von Torgefahr plätscherte das Spiel bis zur 60. Minute vor sich hin und steuerte geradewegs auf ein gerechtes 0:0 zu. Mehr hatten beide Mannschaften bei Gott nicht verdient, wenngleich der HSV in der 2. Hälfte begann, mehr Spielanteile zu entwickeln und die Kontrolle über das Spiel immer mehr an sich zu reißen. Doch zu nennenswerten Offensivaktionen waren auch die Hanseaten nicht in der Lage, was man mit Wohlwollen der ordentlichen Borussen-Defensive zugute schreiben kann.
 

In der 64. Minute ein erstes Aufflackern bei den Gastgebern, das wieder einmal über Jansen ausgelöst wurde. Seine gute Flanke erreichte den Kopf von Rafael, der diesen aber offensichtlich für andere Dinge als fürs Fußballspielen benötigt. 
 

Trotzdem brandete bald hoffnungsfroher Jubel im Borussia-Park auf. Denn Oliver Neuville sollte nun das Spielfeld betreten. Der große Hoffnungsträger sollte uns doch noch irgendwie die 3 Punkte sichern. Eine gewaltige Bürde für einen 33jährigen, der monatelang verletzt war und noch weit von seiner Bestform entfernt ist. Doch selbst in 10%iger Form dürfte er zur Zeit unser bester Stürmer sein, so dass eine Auswechselung von Rafael ebenso sinnvoll gewesen wäre wie die Befreiung vom schwachen Peer Kluge oder vom blassen Sebastian Svärd. 
 

Doch Jos Luhukay hatte andere Pläne und verärgerte damit das Heimpublikum. Federico Insua musste für „Olli Nationale“ weichen. Sicher, der Argentinier war in Halbzeit 2 genau wie der Rest des Teams untergetaucht. Aber trotzdem zeigte er wenigstens ein paar lichte Momente und war zudem höchst engagiert. Angesichts der Gesamtleistung des Teams und auch der insgesamt dürftigen Vorstellung von Insua wäre es aber abstrus, hieran den Misserfolg in diesem Spiel festzumachen. 
 

Es ist ebenso unsinnig zu vermuten, die durch diesen Wechsel ausgelöste Unruhe auf den Rängen habe die Mannschaft so sehr verunsichert, dass sich das harmlose Gekicke in der Folgezeit erklären ließe. Denn schon die 20 Minuten vor diesem Wechsel waren ähnlich harmlos und lethargisch abgelaufen. Wenn man sich Leistungen von Mannschaften wie Bielefeld, Bochum, Cottbus oder Aachen in den letzten Wochen und Monaten vor Augen führt, dann ist es beschämend, wie wenig Borussia den Abstiegskampf angenommen hatte. Das absolute Aufbäumen war nicht zu erkennen. Mag sein, dass der Glaube an das Wunder Klassenerhalt bei vielen nicht mehr wirklich vorhanden gewesen ist. Wahrscheinlicher erscheint aber, dass diese Mannschaft vom Charakter her nicht fähig ist, mit so einer Situation umzugehen und ihr dazu die nötige Qualität fehlt. 
 

In jedem Fall war die Resignation greifbar, die sich im Borussia-Park breit machte. Sicher, ein Glückstor irgendwie hätte den einen oder anderen Mega-Optimisten in kurzfristige Hochstimmung versetzt. Es hätte aber nichts daran geändert, dass die Mannschaft uns insgesamt seit mindestens Anfang 2006 einen derart katastrophalen Fussball vorsetzt, mit dem sich aus insgesamt 6 Spielen niemals mehr als 1-2 Siege herausholen ließen. Die Hoffnung, in einen Lauf zu kommen, ist mit dieser Mannschaft offensichtlich nicht umsetzbar. Irgendwann muss man diese Erkenntnis leider annehmen. 
 

Doch wir waren immer noch beim Spiel Borussia gegen den HSV. Immerhin DAS Abstiegsendspiel schlechthin, in dem es für beide Mannschaften um dermaßen viel ging, dass man vor der Partie die üblichen Floskeln vom gefressenen Gras und umgepflügten Rasen bemühte. Der Platzwart dürfte am Ende der Partie glücklichster Besucher des Borussia-Parks gewesen sein, da die Spieler ihm für die kommende Woche eine Menge Arbeit ersparten.
 

Wir befinden uns also irgendwo zwischen der 65. und 79. Minute in jenem Spiel, das in dieser Form freitags besser um 18 Uhr angepfiffen hätte werden sollen. Als man sich gerade gemütlich zurückgelegt hatte und drohte einzuschlummern, wurde man noch mal wachgerufen. Peer Kluge hatte sich auf links durchgetankt und seine einzig gute Szene des Tages. Eine schöne Flanke fand den Kopf von Oliver Neuville, der anders als Kollege Rafael mit dem Ball etwas anzufangen wusste. Zwar war auch letztlich Neuvilles Kopfball nicht platziert genug, um einen Frank Rost überwinden zu können. Immerhin konnte man aber die bis dahin beste Chance des 2. Spielabschnitts verzeichnen. 
 

Auch der inzwischen eingewechselte Eugen Polanski meldete sich kurz darauf zu Wort, schoss aber nach Delura-Pass deutlich am Tor vorbei.
 Jetzt ging wenigstens Jos Luhukay alles oder nichts, indem er theoretisch einen Abwehrspieler gegen einen Stürmer auswechselte. Praktisch kam Kahê für Svensson, was nicht unbedingt als Stärkung des Offensivspiels gewertet werden muss. 

Tatsächlich kam durch diesen Wechsel noch einmal Bewegung ins Spiel und es ergaben sich endlich sogar einmal Torchancen. Einziger Schönheitsfehler, dass diese ausnahmslos alle zugunsten der Gäste ausfielen.
 

Während Borussia überlegte, wie man den Zuschauern die völlige Selbstaufgabe verheimlichen und stattdessen ein ernsthaftes Bemühen um Offensivspiel glaubhaft machen könnte, schien man in Hamburg langsam zu begreifen, dass ein Punkt an diesem Abend eigentlich ein ziemliches Armutszeugnis wäre. Ein dermaßen harmloser Gegner, der immer mehr resignierte, musste doch zu schlagen sein. Doch unglücklicherweise für Huub Stevens verfügen auch die Hanseaten über keine allzu torgefährliche Offensive. Der einzige Garant für Treffer, Rafael van der Vaart, wurde von Hassan El Fakiri aus dem Spiel genommen. Insofern war es nur folgerichtig, dass auch beim HSV vorne die Null stehen musste. 
 

In den letzten 10 Minuten, als Borussia nur noch über 3 Abwehrspieler verfügen konnte, bemühten sich die Gäste mit zahlreichen Weitschüssen um den Führungstreffer. Doch sämtliche Schüsse waren viel zu unplatziert und daher leichte Beute für Keller. Zweimal scheiterte van der Vaart auf diese Weise, so dass man sich immer mehr auf ein 0:0 einstellen durfte. 
 

Von Borussia selbst kam zu diesem Zeitpunkt gar nichts mehr. Das Auflösen der Abwehr schien reine Alibi-Funktion zu besitzen und hatte keinerlei positiven Effekt. So kam es wie es kommen musste. In der 90. Spielminute startete Hamburg über den soeben eingewechselten Paolo Guerrero einen letzten Angriff. Kaspar Bögelund trabte lässig nebenher und schaute zu, wie der Ball zu Mahdavikia auf die rechte Seite gepasst wurde. Dieser wurde von El Fakiri nur halbherzig angegriffen und konnte so unbedrängt in die Mitte des Strafraums zu Guerrero zurückpassen. Dieser war wiederum Bögelund davongelaufen, was den Dänen nicht sonderlich zu stören schien. Anstatt im Volltempo hinterherzulaufen oder gar eine Grätsche anzusetzen, staunte Bögelund, wie Guerrero 3 Meter vor dem Tor an den Ball kommen konnte und Keller natürlich keine Chance ließ. 
 

Das war´s. Letztlich wäre auch ein Punkt viel zu wenig gewesen und selbst ein glücklicher Sieg hätte bei solch einer Leistung kaum ernsthaft Grund zur Hoffnung geboten. Doch mit diesem Treffer wurden auch rechnerisch die Chancen derart minimiert, dass es kaum noch jemand wird wagen können, weitere Hochrechnungen für die Restsaison anzustellen.
 

Natürlich ist es die Pflicht der Mannschaft, bis zum letzten Spiel alles zu geben. Und solange noch rechnerisch irgendetwas geht, muss man sich mit aller Macht dafür einsetzen, um doch noch irgendwie das Unmögliche zu ermöglichen. Doch schon in dieser so wichtigen Partie war davon nichts zu erkennen. Zwei Siege gegen die beiden HSVs hätten uns theoretisch wieder ins Rennen um den Klassenerhalt zurückgebracht. Der erste wäre gegen einen ebenfalls desolaten Gegner an diesem Freitag abend keine Sensation gewesen. Aber selbst dazu fehlte unseren Jungs die Qualität und der Charakter. 
 

Eine bittere Erkenntnis dieses erneut trostlosen Abends, die aber keine allzu neue sein sollte. Denn wenn eine Mannschaft dermaßen lange und konstant auf solch einem spärlichen Niveau kickt, dann ist es sehr verwegen, derselben Truppe auf einmal eine große Siegesserie zuzutrauen. Borussia hat als einzige Mannschaft in dieser Saison noch keinen uneingeschränkt überzeugenden, geschweige denn einen überraschenden Sieg eingefahren. Borussia verzeichnet die mit Abstand wenigsten Chancen (und folgerichtig auch Tore) aller Bundesligisten. Borussia steht dank dieser Saisonleistung insgesamt vollkommen zu Recht abgeschlagen am Tabellenende und darf sich auch über den deutlichen Abstand zum Vorletzten in keiner Weise beschweren. Das Tabellenbild lügt nicht, sondern spiegelt völlig realistisch das wieder, was wir in dieser Spielzeit geleistet haben. Dies muss knallhart so erkannt und angesprochen werden. Dann müssen die Ursachen hierfür erkannt und für die Zukunft abgestellt werden.
 

Denn wenn dieser Abend etwas Gutes hatte, dann war es die Planungssicherheit, die uns von nun an geboten wird. In den folgenden Wochen müssen schonungslos alle Fehler aufgelistet werden, die in den letzten Jahren geschehen sind und es muss ein Konzept aufgestellt werden, wie es jetzt weitergehen soll. Mit dieser Mannschaft wird es auch in Liga 2 nicht viel zu holen geben. Da kommt es gelegen, dass es bei einem Abstieg automatisch eine hohe Fluktuation an Spielern gibt, die hoffentlich zum vorläufig letzten Mal in den nächsten Jahren die so dringend nötige Kontinuität im Team stören wird. 
 

Es dürfen auch die Fehler der neuen Verantwortlichen konstruktiv angesprochen werden. Die Wechsel von Luhukay dürfen hinterfragt werden. Hieraus jedoch bereits jetzt schon wieder eine Trainerdiskussion zu entfachen, nachdem erst vor wenigen Wochen der Vertrag langfristig verlängert wurde, wo noch alle Fans einmütig den erfrischenden, visionären Coach in höchsten Tönen lobten??! So etwas tut weh und kann nicht gut durchdacht sein. Anders als bei vielen seiner Vorgänger sind zumindest die Analysen von Luhukay nach dem Spiel stets zutreffend und zeugen von gutem Sachverstand. Ein wenig mehr Vertrauen in diesen sollte ihm schon entgegengebracht werden. Denn den Trainer, der (fast) immer genau so entscheidet wie man das selbst als Fan gerne hätte, den gibt es nicht, bzw. der 1.FC Nürnberg wird diesen kaum aus seinem Vertrag freigeben.

Jos Luhukay hat von allen Verantwortlichen der letzten Jahre die geringste Schuld am aktuellen Desaster. Ihm kann die mangelhafte Zusammensetzung des Kaders kaum angelastet werden. Und letztlich ist es fast egal, wen er spielen lässt, ein- oder auswechselt. Denn egal, wer spielt. Die Qualität reicht insgesamt nicht aus. Dies konnte Luhukay nach Amtsantritt leider nicht mehr ändern. Fürs neue Spieljahr wird ihm dagegen die Gelegenheit geboten, einen brauchbareren Kader nach eigenen Vorstellungen aufzubauen. Wie dieser dann im kommenden Jahr in Liga 2 abschneidet, daran werden sich Luhukay und Ziege messen lassen müssen. Eine Vorverurteilung Luhukays, die sich auf die Leistungen dieser Mannschaft in dieser Saison bezieht, wäre zutiefst unfair und befriedigt höchstens das Verlangen einiger Fans, stets einen Sündenbock für das empfangene Leid zu benötigen.
    

Borussia: Keller - Bögelund, Gohouri, Svensson (Kahê 83), Jansen – Svärd (Polanski 77), El Fakiri, Delura, Kluge – Insua (Neuville 66), Rafael.

Ersatz: Heimeroth – Zé Antonio, Compper, Lamidi

Hamburg: Rost – Benjamin, Reinhardt (Abel 47), Mathijsen, Sorin – Wicky, Jarolim, van der Vaart, Laas – Berisha (Mahdavikia 82), Olic (Guerrero 90)

Tore
: 0:1 Guerrero (90.)

  
Gelbe Karten (Borussia): Rafael

Gelb-Rote Karte: -

Rote Karten: -

Zuschauer: 54.019 (100 %)

Schiedsrichter: Markus Merk (Kaiserslautern)

Besondere Vorkommnisse: Das 0:1 war das 15. von 29 Spielen, das Borussia ohne eigenen Torerfolg abschloss. Von den letzten 10 Heimspielen konnte nur die Partie gegen Hertha BSC Berlin gewonnen werden. In 3 der letzten 4 Partien war ein Tor in letzter Minute spielentscheidend. Erstmals in der laufenden Saison war das Stadion an der Hennes-Weisweiler-Allee ausverkauft, erstmals in seiner Karriere bei der Borussia kam Verteidiger Zé António (kam 2005 aus Coimbra) nicht in einem Punktspiel zum Einsatz.


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