18 Gegentore kassierte Borussia in den ersten 11 Pflichtspielen dieser Saison. Insbesondere in den Auswärtsspielen in Freiburg, Manchester und Gelsenkirchen machten sich die Probleme in der defensiven Kompaktheit bemerkbar. Mo Dahoud stand bei beiden Spielen auf dem Platz, in denen es je vier Gegentore gab. Ihn hatte Schubert schon zu Saisonbeginn vorgewarnt, an seinem Defensivverhalten arbeiten zu müssen, um den nächsten Entwicklungsschritt in seiner Karriere zu machen. Doch auch z. B. Andreas Christensen zeigte in den ersten Wochen der neuen Saison zuvor unbekannte Schwächen. Es ist bislang eine höchst durchwachsene Saison für Borussias Youngster, die in der Borussen-Umfrage vor Saisonbeginn einen großen Vertrauensvorschuss von den Fans erhalten hatten.

Bei der Frage nach dem U21-Spieler, dem der größte Sprung zugetraut wird, landeten die beiden Stammfohlen hinter zwei Akteuren, die bislang noch keine einzige Bundesliga-Minute vorweisen können. Ein sehr positives Zeichen dafür, welche Möglichkeiten sich dem Verein in der Zukunft noch bieten können.

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Nach 11 Spielen ist es noch zu früh, um sich ein abschließendes Urteil über die Neuverpflichtungen des Sommers zu erlauben. Ein klassischer Fehleinkauf ist bislang ebenso wenig auszumachen wie sich noch nicht absehen lässt, ob Max Eberl mal wieder einen Überraschungscoup a la Marco Reus gelandet hat. Dies wäre am ehesten bei einem der beiden Youngster eine Option, die bislang beide noch keine Gelegenheit bekommen haben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Während Lászlo Bénes zunächst über die U23 Spielpraxis erhalten soll und dort bislang viermal eingesetzt wurde, laboriert Mamadou Doucouré weiter an seiner aus Paris mitgebrachten Verletzung, die ihn für die gesamte Hinrunde außer Gefecht setzen wird. Daneben setzte Eberl auf drei bundesligaerfahrene Akteure, die ihre Qualitäten im Fohlendress bereits angedeutet haben, dabei bislang aber maximal den Substanzverlust der abgewanderten Führungsspieler aufgefangen haben. Angesichts des erzielten Transferüberschusses und der erneuten Qualifikation für die Champions League stellt sich die Frage, ob ein oder zwei weitere Transfers Sinn gemacht hätten.

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Für über 10 Mio. € war Josip Drmic vor der letzten Saison aus Leverkusen nach Mönchengladbach gewechselt. Dort sollte er anknüpfen an seine erfolgreichen Nürnberger Zeiten, wo er 2014 noch 17 Tore markiert hatte. Dies gelang ihm bislang nicht, denn dem durchwachsenen Jahr in Leverkusen folgte ein noch katastrophaleres. Ein einziges Tor gelang Drmic in der gesamten Hinrunde, weshalb er zum Winter nach Hamburg verliehen wurde. Auch dort fand er nicht wirklich zu seiner Bestform und zog sich zu allem Überfluss einen Knorpelschaden zu, der ihn bis heute außer Gefecht setzt, sodass er erst in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist. Nicht die besten Voraussetzungen um sich in der brutalen Konkurrenzsituation der Gladbacher Offensive durchzusetzen. Mit Raffael, Hazard, Stindl und Hahn streiten sich schon jetzt mindestens vier Topspieler in überragender Form um die maximal drei offenen Planstellen in der Offensivzentrale. Härtefälle sind da vorprogrammiert, ohne dass Borussias echtester Stoßstürmer überhaupt eingreifen konnte. Borussias Fans haben wenig Hoffnung darauf, dass sich an dieser Situation nachhaltig etwas ändern wird. Rund ein Viertel aller Teilnehmer an der Borussen-Umfrage 2016/17 stimmten nämlich vor Saisonbeginn für den Schweizer als negativste Überraschung der laufenden Spielzeit.

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Bereits nach 6 Spieltagen feiert die Bundesliga ihre zweite Länderspielpause, was Borussia angesichts der Vielzahl der englischen Wochen zugutekommt. Dies umso mehr als dass sich einige Akteure 14 Tage lang von den Strapazen der Dreifachbelastung erholen können, die eigentlich Besseres zu tun haben sollten. Wenn die deutsche Nationalmannschaft kommenden Samstag auf Tschechien trifft, wird sie dies einmal mehr ohne Borussen tun, denn Spieler aus Mönchengladbach ignoriert der Nationaltrainer mit imposanter Beharrlichkeit. Mit André Hahn, Christoph Kramer, Lars Stindl, Tony Jantschke und Julian Korb stünden einige Spieler des Vorjahres-Vierten zur Verfügung. Doch trotz des Rücktritts eines Lukas Podolski und der Verletzung z. B. von Mario Gomez besteht für Löw weiter keine Veranlassung, an seiner Linie zu zweifeln. Da verwundert es wenig, dass Borussias Fans zunehmend das Interesse an der Nationalelf verlieren, wie zuletzt die geringe Zuschauerzahl beim Finnland-Spiel im Borussia-Park zeigte. Auch die Borussen-Umfrage 2016/17 weist dies bei einer Vielzahl von Antworten nach, die nicht gerade pfleglich mit dem Bundestrainer umgehen.

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Mit einem peinlichen 6:0-Erfolg über hoffnungslos unterlegene Bremer startete der FC Bayern München am vergangenen Freitag in die neue Bundesliga-Saison. Der wehrlose Auftritt der Gäste war die eine Seite dieser unwürdigen Veranstaltung. Viel trauriger war aber die Tatsache, dass schon vor dieser Begegnung nur noch über die Höhe des Sieges gerätselt wurde und sich das Ergebnis letztlich nur am oberen Ende der Erwartungen einpendelte. Schon im Vorjahr hatte es zum Auftakt einen 5:0-Sieg der Bayern über einen Nordklub gegeben. Der HSV wurde am Ende immerhin 10. Die Dominanz des Rekordmeisters hat sich in den vergangenen Jahren zu einer alles erdrückenden Übermacht gesteigert. Wenn hingenommen wird, dass ein Verein das Fünffache eines Durchschnitts-Bundesligisten einnimmt, dann müssen auch die Konsequenzen ertragen werden. Und die sehen immer häufiger so aus wie am vergangenen Freitag. Vor diesem Hintergrund ist es umso unsäglicher, wie es den internationalen Eliteklubs jetzt gelungen ist, die UEFA zu erpressen und sich ab 2018 noch einmal deutlich mehr vom Geldkuchen der Champions League abzuholen.

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