Christophe95, Michael Lang, CC BY-SA 3.0Wie erwartet hat Borussia einen weiteren Nationalspieler der Schweiz unter Vertrag genommen. Rechtsverteidiger Michael Lang kommt vom FC Basel. Der 27-Jährige unterschreibt einen Vertrag bis 2022. Wer Lang noch nicht kannte, hatte bei der Weltmeisterschaft schon zwei Mal die Chance, sich von seinen Qualitäten zu überzeugen. Er ist in Basel Stammspieler auf seiner Position und spielt sie bei der WM als Ersatz für Stephan Lichtsteiner. Man sieht einen abgeklärten Außenverteidiger mit Drang nach vorne. Eine Art Oscar Wendt auf rechts, etwas besser und engagierter im Zweikampf, dafür allerdings mit weniger Tempo. Lang ist für einen Spieler seiner Erfahrung und Qualität fast schon ein Schnäppchen. Die Ablöse bewegt sich im niedrigen Millionenbereich, sein Vertrag in Basel lief nur noch ein Jahr. Zu seinen bisher 26 Länderspielen kommt in Russland vermutlich noch mindestens ein weiteres dazu. Als Borussen-Fan ist man angesichts der großen Zahl Gladbacher Spieler im Schweizer Kader inzwischen fast schon natürlicher Fan der Nati. "Borussia Schweiz" trifft im Achtelfinale am Dienstag Nachmittag auf Schweden. 

Während man in Frankreich und Kroatien noch Interesse am WM-Turnier zu haben scheint, in Posen, Vaduz oder bei den Glasgow Rangers seit gestern der bittere Ernst der Europa-League-Qualifikation losgegangen ist, ist man in Deutschland zur Zeit weniger am real gespielten Fuβball interessiert als an den faszinierenden Tätigkeiten auf dem Transfermarkt. Bei der Borussia tut sich da nach vielen Gerüchten gerade am heutigen Tag einiges.

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Borussias Kapitän Lars Stindl muss in der Sommerpause zum Confed-Cup. Nachdem Bundestrainer Joachim Löw die Leistungen des Gladbachers jahrelang nicht gewürdigt hat, lud er ihn jetzt in den B-Kader, der zu dem Turnier in Russland fährt. Stindl ist nicht der einzige Neuling im Kader. Unter anderem sind der Hoffenheimer Demirbay, der Leipziger Demme und Ex-Borusse Amin Younes von Ajax Amsterdam nominiert. Das Acht-Nationen-Turnier, eine Art Generalprobe für die WM im Putin-Reich, findet vom 17. Juni bis zum 02. Juli statt. Löw verzichtet auf zahlreiche Stammkräfte, von Bayern München ist lediglich Joshua Kimmich dabei, von Borussia Dortmund Matthias Ginter. Lars Stindl hat heute zudem seinen Vertrag bei Borussia verlängert - bis 2021. Der alte Kontrakt des 28-jährigen hatte eine Laufzeit bis 2020.

Borussia bestätigt die Verpflichtung von Matthias Ginter. Der 23-jährige wechselt von Borussia Dortmund nach Mönchengladbach. Die Ablösesumme soll Medienberichten zufolge bei 17 Millionen Euro liegen. Mit Ginter bekommt Borussia einen aktuellen Nationalspieler, der beim Confederations-Cup mit soliden Leistungen aufwartete. Während er bei der Nationalmannschaft bevorzugt rechts hinten spielte, wird er bei Borussia eher in der Innenverteidigung eingeplant. In Dortmund hat Ginter in der vergangenen Saison häufig gespielt - nicht zuletzt, weil der BvB in der Defensive Personalprobleme hatte. Als unverzichtbar gilt der frühere Freiburger nicht, wie der Transfer an den Niederrhein belegt. Ginter ist defensiv vielseitig einsetzbar, auch auf der Sechserposition kann er spielen. Bei Borussia wird er aber vor allem als Ersatz für Andreas Christensen gesehen. Die recht große Investition zeigt auch, dass Max Eberl sich von der Idee, Christensen noch einmal vom FC Chelsea auszuleihen, verabschiedet hat. Der beste Innenverteidiger seit Patrik Andersson ist also definitiv Borusse gewesen. Ginter wird heute (Dienstag) Nachmittag offiziell im Borussia-Park vorgestellt, nachdem er die obligatorische sportärztliche Untersuchung absolviert hat.

Pünktlich zum Tag der Arbeit haben Borussias Frauen den Aufstieg in die erste Bundesliga unter Dach und Fach gebracht. Dank eines nie gefährdeten 4:0-Erfolgs über den ETSV Würzburg und einem gleichzeitigen 0:0 des Verfolgers aus Saarbrücken beim TSV Crailsheim sind die Borussinen zwei Spieltage von Schluß nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Derzeitiger Tabellenführer ist die zweite Mannschaft aus Hoffenheim, die nicht für den Aufstieg berechtigt ist. Der Erfolg von Borussias Frauen ist überraschend und kann eigentlich nicht hoch genug bewertet werden. Noch vor Jahresfrist kickte man eine Liga tiefer und hatte als Saisonziel eigentlich die Etablierung in der zweiten Liga ausgegeben. Hervorzuheben ist sicherlich Nadja Pfeiffer, die noch die Chance besitzt, Torschützenkönigin zu werden. Allerdings kann ein solch überraschender Erfolg immer nur das Ergebnis einer geschlossenen Teamleistung sein. Seitenwahl gratuliert unserer Frauen-Mannschaft und zieht den Hut vor dieser Leistung. Chapeau!

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