Es war ein toller Europapokal-Abend, der fast alles hatte, was solche internationalen Flutlichtspiele brauchen. Nur das Happy End blieb den zuletzt glücklosen Gladbachern wieder einmal versagt. Das 1:1 gegen Celtic Glasgow ist faktisch gleichbedeutend mit dem Aus in der Champions League, lässt der Fohlenelf aber noch alle Chancen auf ein Überwintern in der Europa League.

In Halbzeit 1 ergab sich ein überraschend ausgeglichenes Spiel, da die Gäste mutig nach vorne spielten und sich stark verbessert zeigten gegenüber dem Auftritt vor 14 Tagen. Borussia hatte sogar Glück, beim Lattentreffer von Sinclair nicht in Rückstand zu geraten. Etwas aus dem Nichts ging sie dann sogar durch Lars Stindl in Führung. Auf Vorlage von Thorgan Hazard, der zu Beginn an fast allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt war.

Im Anschluss verdiente sich die Fohlenelf die Führung, da sie fortan das Spielgeschehen im Griff behielt und sich zunehmend Chancen erspielte. Dies verstärkte sich sogar noch nach dem Seitenwechsel, als auch Hahn an der Latte scheiterte und das 2:0 nur noch eine Frage der Zeit schien.

Der Blick richtete sich zunehmend auf das Parallelspiel in Manchester, wo Barcelona zunächst führte und damit Borussia zwischenzeitlich auf den zweiten Platz der Tabelle katapultierte. Ein weiterer Heimsieg über Manchester hätte so sogar Platz 2 gesichert. Dies wurde aber Makulatur, als die Engländer die Partie u. a. dank eines Torwartfehlers von ter Stegen drehten. Und noch viel mehr als Julian Korb in der 75. Minute den bis dahin weitgehend abgemeldeten Dembelé durch leichtes Halten bei seiner Torchance behinderte. Der ansonsten sehr großzügig pfeifende Schiedsrichter de Sousa legte das Regelwerk hier sehr konsequent aus und gab neben dem Elfmeter sogar noch Rot für Borussias Abwehrspieler, der auch in anderen Situationen die Schwachstelle in Borussias insgesamt gewohnt stabiler Hintermannschaft darstellte.

Yann Sommer blieb einmal mehr bei einem Penalty chancenlos, so dass die Partie urplötzlich wieder offen war. In Unterzahl bot sich in der Schlussviertelstunde ein offener Schlagabtausch, der beiden Seiten Chancen zur Führung ermöglichte. Es blieb aber beim Unentschieden und damit bei Platz 3 für Borussia mit zwei Punkten Vorsprung vor Celtic. Zu allem Überfluss kassierte kurz vor Spielende Christoph Kramer eine weitere Gelbe Karte, so dass er beim wichtigen Heimspiel gegen Manchester ausfallen wird.

Insgesamt war es zwischen den beiden Toren ein ordentlicher Auftritt der Borussia, die in dieser Phase aber versäumte, weitere Treffer nachzulegen. Am Ende brachte man den am Boden liegenden Gegner völlig unnötig zurück ins Spiel und musste sogar noch froh sein, wenigstens den Punkt über die Zeit zu bringen.

Der Europapokal-Fight kostete zudem noch weitere Kräfte der ohnehin bereits auf dem Zahnfleisch gehenden Borussen, die bereits Freitagabend in Berlin das nächste wichtige Spiel vor der Brust haben. Hoffnung bereitet das inzwischen konstant stabile Defensivgerüst um die beiden grundsoliden Innenverteidiger Vestergaard und Elvedi sowie die Rückkehr der wiedergenesenen Hazard und Raffael, die beide in ihrer begrenzten Einsatzzeit andeuteten, wie wichtig sie für das Gladbacher Offensivspiel sind.

Borussia: Sommer – Korb, Strobl (77. Jantschke), Vestergaard, Elvedi – Hazard (69. Herrmann), Kramer, Stindl (81. Raffael), Wendt – Johnson, Hahn

Celtic: Gordon – Gamboa (85. Henderson), Lustig, Sviatchenko, Izaguirre – Forrest (60. Roberts), Brown, Armstrong, Rogic (69. McGregor), Sinclair – Dembele

Tore: 1:0 (32.) Stindl, 1:1 (75.) Dembelé

Gelbe Karten: Herrmann, Kramer – Izaguirre

Rote Karte: Korb

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