Die Winterpause war kurz – zu kurz offenbar für die Spieler von Borussia Mönchengladbach, die sich entschieden, nach den dürftigen Auftritten beim Telekom-Cup am Darmstädter Böllenfalltor ein weiteres Testspiel zu absolvieren. Dies war jedenfalls der Eindruck, der sich beim dürftigen 0:0 über weite Strecken aufdrängte.

Dabei ließ sich das Pflichtspiel-Debüt von Dieter Hecking gut an. Die Fohlenelf startete so überlegen wie lange nicht in ein Auswärtsspiel und wollte dem Spiel von Anfang an ihren Stempel aufdrücken. Selbst der umstrittene Jonas Hofmann, der sich überraschend in der Startelf wiederfand, trug zum guten Beginn bei mit einer schön herausgearbeiteten Torchance und einer tollen Vorlage auf Raffael, der freistehend aus 5 Metern den Torhüter anschoss. Dies sollte die größte Torchance der Partie bleiben, die im Anschluss merklich verflachte.

Den weiteren Spielverlauf gestalteten die Lilien ausgeglichener. Insgesamt hatte Borussia zwar die etwas zwingenderen und zahlreicheren Torchancen. Sie bot aber viel zu wenig gegen eine Darmstädter Mannschaft, die sich kämpferisch, aber wenig bundesliga-tauglich präsentierte.

Mit zunehmender Spieldauer war erkennbar, dass die Borussen den Druck des unerwarteten Abstiegskampfs spüren und sich davon sichtlich beeindrucken lassen. Ein Leitwolf der Marke Martin Stranzl oder Tomas Galasek wäre das, was die Mannschaft jetzt am allernötigsten hätte. Da dieser aber in einer Mannschaft allzu vieler Indianer nicht in Sicht und ein weiterer Transfer nicht angedacht ist, dürfte es noch eine sehr mühselige Saison für Borussia und ihren neuen Trainer werden.

Am Ende des letzten Hinrundenspieltags steht ein Punkt, den man sportlich erst in einigen Wochen wird einordnen können. War es ein erster Schritt nach vorne, dass phasenweise verbesserte Ansätze zu erkennen waren – und das auch noch in einem fremden Stadion? Oder war die Harmlosigkeit gegen einen zweitklassigen Gegner ein weiterer Beleg für die spielerischen Defizite, die der Borussen-Kader inzwischen aufzuweisen scheint?

Darmstadt: Esser – Sirigu, Milosevic, Sulu, Holland – Heller, Gondorf, Vrancic (82. Jungwirth), Rosenthal (70. Niemeyer), Guwara – Colak (88. Schipplock)

Gladbach: Sommer – Jantschke, Christensen, Vestergaard, Wendt – Hofmann (70. Hahn), Kramer, Dahoud, Hazard – Raffael (80. Simakala), Stindl

Gelbe Karten: Niemeyer – Jantschke

Mit einer verdienten 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg ist das überschaubar erfolgreiche Fußball-Jahr 2016 für die Fohlenelf in angemessener Weise zuende gegangen. Gleichzeitig hat die Amtszeit von André Schubert mit diesem Abend einen unwürdigen Abschluss gefunden. Seine Fohlenelf half ihrem Sportdirektor mit einer über weite Strecken erschreckend uninspirierten Leistung, die längst überfällige Entscheidung in den nächsten Tagen ohne Gesichtsverlust bekannt geben zu können.

Nachdem die Leistungen der einstigen Mannschaft in den letzten Spielen immer katastrophaler ausgefallen sind, war zuletzt selbst dem letzten Kontinuität-Befürworter klar geworden, dass Schubert nicht über diesen Winter hinaus zu halten sein wird. Die Ablösung wird daher schon vor der Partie festgestanden haben, zumal die Spatzen bereits seit Tagen von den Gladbacher Dächern pfeifen, dass mit Dieter Hecking in den nächsten Tagen ein neuer Trainer im Borussia-Park vorgestellt werden soll.

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Es war ein toller Europapokal-Abend, der fast alles hatte, was solche internationalen Flutlichtspiele brauchen. Nur das Happy End blieb den zuletzt glücklosen Gladbachern wieder einmal versagt. Das 1:1 gegen Celtic Glasgow ist faktisch gleichbedeutend mit dem Aus in der Champions League, lässt der Fohlenelf aber noch alle Chancen auf ein Überwintern in der Europa League.

In Halbzeit 1 ergab sich ein überraschend ausgeglichenes Spiel, da die Gäste mutig nach vorne spielten und sich stark verbessert zeigten gegenüber dem Auftritt vor 14 Tagen. Borussia hatte sogar Glück, beim Lattentreffer von Sinclair nicht in Rückstand zu geraten. Etwas aus dem Nichts ging sie dann sogar durch Lars Stindl in Führung. Auf Vorlage von Thorgan Hazard, der zu Beginn an fast allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt war.

Im Anschluss verdiente sich die Fohlenelf die Führung, da sie fortan das Spielgeschehen im Griff behielt und sich zunehmend Chancen erspielte. Dies verstärkte sich sogar noch nach dem Seitenwechsel, als auch Hahn an der Latte scheiterte und das 2:0 nur noch eine Frage der Zeit schien.

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Keine Frage, die drei Punkte, die Borussia gegen Mainz 05 geholt hat, sind von enormer Wichtigkeit. Der Absturz ans Tabellenende ist erst einmal gestoppt, das Gefühl, dass zum Unvermögen zuletzt häufig auch eine gewaltige Portion Pech kam, ist verflogen. Denn: Der Sieg gegen Mainz war nicht nur wichtig, sondern auch enorm glücklich. Dankenswerterweise eierte nach dem Spiel auch kaum einer der Beteiligten um diese Tatsache herum. Borussia gewann wegen zweier Fehlentscheidungen des Schiedsrichters und wegen der einen Qualität, die nicht verloren zu sein scheint: Großem Einsatz. Spielerisch dagegen läuft im Moment gar nichts.

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Eintracht FrankfurtBorussia Mönchengladbach orientiert sich spielerisch wie tabellarisch ins Mittelfeld der Liga. Nach einer beidseitig intensiv geführten, aber ideenarmen Partie hieß es am Ende gegen Eintracht Frankfurt 0:0. Es ist bereits das vierte Bundesligaspiel in Folge, in dem die Borussen ohne eigenen Torerfolg blieben. Am nächsten kam in der 71. Minute Oscar Wendt einem Treffer, aber Hradecky wehrte seine Direktabnahme mit starkem Reflex und Unterstützung der eigenen Querlatte ab. Zuvor war Johnson auf dem Flügel durchgebrochen. Ansonsten waren die Gladbacher zwar sehr bemüht, waren spielerisch aber erneut zumeist ratlos. Bei der besten Gelegenheit auf Frankfurter Seite traf in der 25. Minute Hrgota das Außennetz.

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Korb, Vestergaard, Wendt – Jantschke - Kramer, Dahoud (75. Herrmann) – Stindl – Johnson (87. N. Schulz), Hahn.

Eintracht Frankfurt: Hradecky – Abraham, Hasebe, Vallejo – Chandler, Mascarell, Huszti, Oczipka – Fabian, Gacinovic (82. Tarashaj) – Hrgota (75. Seferovic).

Tore: keine.

Gelbe Karten: Johnson – Huszti, Tarashaj.

Schiedsrichter: Felix Zwayer.

Zuschauer: 53.000.

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