Der Gladbacher Höhenflug setzte sich in Leipzig nicht fort. Auch im fünften Aufeinandertreffen konnte die Werksmannschaft aus Sachsen nicht besiegt werden. Erneut kassierte die Mannschaft von Dieter Hecking bereits in der Anfangsphase ein Gegentor. Wie gereift die Borussia aber derzeit ist, zeigte sich in der Folge, als der Gast sich nur kurz schüttelte und danach ein hochklassiges Bundesligaspiel mitgestaltete. Kurz vor der Pause stellte Timo Werner mit seinem zweiten Treffer die Weichen auf einen Heimsieg, der in der zweiten Halbzeit erfolgreich verwaltet wurde. Hinter den nun enteilten Dortmundern befindet sich die Borussia nun in einer Vierer-Verfolgergruppe und kann seine Position am nächsten Sonntag gegen Stuttgart ausbauen.

Die schnellen Gegentore hatte man nach dem Heimsieg gegen Hannover als einen Schwachpunkt ausgemacht, der zu beheben sei. Diesmal dauerte es 3 Minuten bis Yann Sommer den Ball aus den eigenen Maschen holen musste. Werner beschäftigte im Alleingang die gesamte Borussen-Abwehr und vollstreckte nach Doppelpass mit Sabitzer frei vor dem Gladbacher Schlussmann zum 1:0. Ein Tor, dass den Hausherren in die Karten spielte. Mit aggressivem Forechecking blieben die Sachsen in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft und hatte Pech, als Klostermann frei das mögliche 2:0 nach 13 Minuten verzog. Die Borussia setzte hingegen erste Nadelstiche und setzte ein erstes Ausrufezeichen, als Gulasci vor dem frei durchgebrochenen Stindl klären konnte. Den Gästen gelang es nun, die Partie ausgeglichen zu gestalten und kam zu den besseren Chancen. Nach einer halben Stunde musste Gulasci nach einem Kopfball von Stindl erneut sein ganzes Können aufbieten. Auf der Gegenseite verpasste Sabitzer knapp. Kurz darauf rettete Strobl in höchster Not vor dem einschussbereiten Werner, der kurz darauf nochmals an Sommer scheiterte. Sabitzer verfehlte nach der folgenden Ecke das Tor nur knapp. Als beide Teams sich in der Halbzeit wähnten fiel dann doch noch das 0:2 als Jantschke einen Moment zu spät reagierte und Poulsen und Werner frei durchbrachen. Die ersten 45 Minuten hatten den Zuschauern absoluten Spitzenfußball von beiden Mannschaften geboten, wobei Leipzig aufgrund der besseren Chancen nicht unverdient führte.

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Mit der komfortablen Führung im Rücken beschränkte sich der Gastgeber nun auf die Spielkontrolle. Die Borussia kombinierte bis zum Leipziger Strafraum, ohne sich Chancen herausspielen zu können. Ein abgefälschter Pfostentreffer von Stindl entsprang eher dem Zufall. Eine Viertelstunde vor Schluss reagierte dann Dieter Hecking und brachte für seine beiden Außenverteidiger Cuisance und Raffael. Am Bild veränderte sich hingegen nichts. Leipzig verteidigte den Vorsprung am Ende souverän. Für die Borussia heißt es jetzt Mund abwischen und weitermachen. Auch wenn beide Gegentore unnötig waren, verkaufte man sich bei den Sachsen besser, als es das Ergebnis aussagt. Bereits am nächsten Sonntag kann man zeigen, dass man zurecht dort steht, wo man steht.

Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Konaté, Upamecano, Halstenberg - Demme - Sabitzer, Kampl (83. Ilsanker), Bruma (68. Laimer) - Poulsen, Werner (90. Cunha)

Borussia: Sommer – Lang (76. Cuisance), Elvedi, Jantschke, Wendt (76. Raffael)- Strobl, Neuhaus (60. Traoré), Zakaria – Hazard, Plea – Stindl

Tore: 1:0 Werner (3. Min), 2:0 Werner (45.)

Gelbe Karten: Demme, Upamecano / Stindl, Zakaria

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