Nach einer furchterregenden Defensivleistung hat Borussia die erste Saisonniederlage kassiert. Hertha BSC setzte sich auch in der Höhe völlig verdient mit 4:2 durch. Borussia startete zwar mit einer ordentlichen Gelegenheit für Hazard, bewies aber dann direkt, wie man gegen eine Mannschaft wie Berlin nicht verteidigt. Die Zuordnung bei hohen Bällen stimmte fast nie, Berlin kam durch Duda zu einer ersten guten Chance. Danach tat sich wenig, Borussia versuchte es mit langen Bällen, was unschön aussah, aber letzten Endes erfolgreich war. Ein solcher Ball auf Johnson führte zu einem Foul an ebendiesem. Den fälligen Elfmeter verwandelte Hazard sicher. Aber im direkten Gegenzug glich Berlin aus. Plattenhardt flankte von links, Ibisevic köpfte zum 1:1. Und kaum war der Jubel verklungen stand es schon 2:1, Elvedi sah im Defensivzweikampf aus, wie ein Regionalligakicker, Dilrosun flankte ähnlich zielgerichtet wie vorher Plattenhardt, diesmal auf den Kopf von Lazaro. Von da an bis zur Pause hätte Hertha gut und gerne 4:1 führen können, Borussia ermöglichte den konzentriert und zielstrebig zu Werke gehenden Berlinern zahlreiche Möglichkeiten. In der Pause überrasche Dieter Hecking mit einer Auswechslung. Statt des indisponierten Elvedi musste Jantschke raus, es kamen Patrick Herrmann und Florian Neuhaus für Jantschke und Fabian Johnson. Der Mann mit der 7 belebte das Offensivspiel der Borussen merklich. Unterstützung von seinen Kollegen gab es aber nur bedingt. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es Großchancen für die Hertha. Wie schon vor dem Wechsel kam Borussia schlecht in die meisten Zweikämpfe, Berlin holte die zweiten Bälle, Gladbach fast nie. Als Borussia sich gerade etwas zu befreien versprach und durch den erneut agilen Plea zu einer ersten Großchance kam, setzte es den vermeintlichen Nackenschlag. Aus einer Chance für Borussia nach einem Eckball entwickelte sich ein schneller Konter. Strobl versuchte noch, den durcheilenden Kalou mit einer Blutgrätsche zu stoppen (für die er, hätte er den Gegner getroffen, zu Recht vom Platz geflogen wäre), in der Mitte lief Ibisevic durch, Elvedi irrte kopflos durch den Strafraum, statt den Bosnier an der Ballannahme zu hindern, der musste nur noch einschieben. Dass Borussia danach nicht aufsteckte, ist die einzig gute Nachricht nach diesem Spiel. Nur vier Minuten später flankte Herrmann mustergültig auf den Kopf von Plea, der Ball senkte sich unter die Latte, Gladbach war wieder im Spiel. Doch eine weitere Eselei in der Abwehr knockte die Mannschaft sechs Minuten später aus. Lazaro verlud den bemitleidenswerten Elvedi, in der Mitte stand Duda völlig blank und konnte zum 4:2 einschießen. Borussia hatte durch zweimal Plea und Neuhaus noch Chancen zum Anschluss, aber auch Berlin hätte die Führung gegen Ende noch ausbauen können. Am Ende steht der verdiente Erfolg für die gute Mannschaft von Pal Dardai und für Borussia die Erkenntnis, das man ohne Abwehr nicht Fußball spielen sollte. 

Hertha: Jarstein - Lazaro, Stark, Lustenberger, Plattenhardt - Maier - Kalou, Grujic (72. Skjelbred), Duda (86 Luckassen), Dilrosun - Ibisevic (76. Selke)

Borussia: Sommer - Elvedi (77. Cuisance), Ginter, Jantschke (45. Herrmann), Wendt - Strobl - Zakaria, Hofmann - Hazard, Johnson (45. Neuhaus), Plea

Tore: 0:1 Hazard (29. FE), 1:1 Ibisevic (30.), 2:1 Lazaro (34.), 3:1 Ibisevic (63.), 3:2 Plea (67.), 4:2 Duda (72.)

 

 
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