Borussia Mönchengladbach versinkt immer tiefer in der Krise. In Stuttgart setzte es nunmehr die achte Niederlage in den vergangenen 11 Pflichtspielen. Das Spiel war praktisch bereits in der Anfangsphase entschieden. Die Art und Weise, wie man sich bei einem selbst verunsicherten Abstiegskandidaten präsentierte, wirft viele Fragen auf. Es ist nicht so, dass die Mannschaft keinen Einsatz zeigte. Vielmehr knüpfte ihr Offensivspiel aber nahtlos an den Vorstellungen der vergangenen Spiele an und setzte die Gastgeber kaum vor ernsthafte Probleme. Nachdem die Borussen erneut kaum Gefahr ausstrahlten hat sie sich nun erstmal sowohl vom Ziel Europa als auch Einstelligkeit verabschiedet. Die in den letzten Wochen verständlich geäußerten Durchhalte-Parolen erübrigen sich nun ebenso, wie Diskussionen um eine vorzeitige Vertragsverlängerung des Trainers. Vielmehr dürften die nächsten Tage und Wochen für diesen deutlich ungemütlicher werden.

Bei den Borussen ersetzte Hofmann den zuletzt etwas schwächeren Herrmann. Ansonsten vertraute Dieter Hecking auf die gleiche Mannschaft, die schon gegen Leipzig aufgelaufen war. Bereits nach fünf Minuten rächte sich diese Umstellung. Hofmann trickste sich im Mittelfeld selbst aus, der VfB hatte somit Platz zum Kontern. Ginczek tauchte plötzlich frei vor Sippel auf und vollendete überlegt zum 1:0. Wer nun eine Reaktion erwartete, wurde enttäuscht. Die Fohlen agierten in der Offensive umständlich und harmlos, defensiv stellten die nach dem Trainerwechsel wenig überraschend pressenden Schwaben die Gäste immer wieder vor Probleme. In der 27. Minute kamen die Borussia durch Hazard dann plötzlich zu einer Großchance, die der Belgier aber symptomatisch für die derzeitige Abschlussschwäche nicht nutzen konnte. Vier Minuten später hatte Elvedi Glück, als er einen Ball passieren ließ und Gomez diesen Fauxpas nicht nutzte.

Dieter Hecking reagierte und brachte Raffael für den blassen Grifo. Die Borussen agierten nun zielstrebiger und sorgten durch Stindl sogar für etwas Torgefahr. Das Spielgewicht verlagerte sich nun zu Gunsten der Gäste, die aber weiterhin zu kompliziert spielten um den VfB vor ernsthafte Probleme zu stellen. Und so plätscherte ein Spiel dahin, in der ein Abstiegskandidat nicht mehr tat, als er tun musste und ein ehemaliger Europa-Aspirant nicht wusste, was er tun soll. Hecking setzte nun alles auf eine Karte und brachte Drmic für Zakaria und zehn Minuten später Bobadilla für den harmlosen Hofmann. Drmic hatte dann auch die erste ernsthafte Chance der zweiten Halbzeit, als er eine Direktannahme knapp neben das Tor setzte, Zieler wäre hier wohl machtlos gewesen. Dies war aber viel zu wenig um eine in der zweiten Hälfte nahezu unsichtbare Heimmannschaft zu gefährden. Die Borussia verliert trotz hohem optischen Übergewichts aufgrund mangelnder Torchancen letztendlich nicht unverdient. Ballbesitz alleine reicht nicht um Punkte zu holen.

 

VfB: Zieler - Beck, Baumgartl, Pavard, Insua - Ascacibar (90. Kaminski), Gentner – Aogo (66. Mangala),  Thommy (65. Badstuber) - Ginczek - Gomez

Borussia: Sippel - Jantschke, Ginter, Vestergaard, Elvedi - Kramer, Zakaria (63. Drmic) – Hofmann (75. Bobadilla), Grifo (46. Raffael) - Stindl, Hazard

 

Tore: 1:0 Ginzcek (5 Min.)

Gelbe Karten: Baumgartl

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