Der beste Saisonstart seit fünf Jahren vernebelte einigen Borussen offensichtlich die Sicht darauf, bislang nur auf zwei der schwächsten Mannschaften der Liga getroffen zu sein. Schon in der 2. Halbzeit in Augsburg waren deutliche Defizite sichtbar geworden. Dies setzte sich im Spiel gegen die Frankfurter Eintracht nahtlos fort und führte zu einer verdienten 0:1-Niederlage. Nach diesem neuerlich blutleeren Auftritt stellt sich mehr denn je die Frage, was dieser Kader in dieser Bundesliga-Saison zu leisten imstande ist. Selbst das ausgelobte Minimalziel, sich gegenüber der Vorjahres-Platzierung 9 verbessern zu wollen, wird mit solchen Leistungen kaum zu realisieren sein.

Die Eintracht war von Beginn an präsenter und hatte sich vorgenommen, die defensiven Schwächen der Fohlenelf konsequent auszusetzen. Mit Erfolg, denn schon nach einer knappen Minute landete der Ball das erste Mal im Netz. Einzig der unbeholfene Einsatz von Kevin-Prince Boateng verhinderte hier schon den Rückstand, den selbiger Spieler dann aber kurze Zeit später trotzdem bewältigte.

Bis zur 8. Minute der Nachspielzeit gelang es Borussia anschließend kaum, das Tor der Eintracht nennenswert in Gefahr zu bringen. Ein bis zwei gute Reaktionen des Frankfurter Keepers waren zwar nötig. Davon abgesehen war der Auftritt der Gladbacher aber erschreckend harmlos und uninspiriert. Das starke Flügelspiel der ersten Spiele war ohne den verletzten Traoré kaum noch zu erkennen. Sein Ersatz Patrick Herrmann mühte sich redlich, blieb aber wie so oft in den letzten Monaten blass.

Ähnliches galt an diesem Nachmittag für fast alle Feldspieler der Borussia, die den durchschnittlichen Gegner zu keiner Zeit ernsthaft forderten. Dieter Hecking sollte sich in den kommenden Tagen die Frage stellen, ob sein außenlastiges System die Stärken der Gladbacher Offensive wirklich optimal nutzt. Dort ist ein torgefährlicher Mittelstürmer nicht vorhanden, dafür aber mit Stindl, Raffael und Hazard einige technisch hochwertige Akteure, die ihre Qualitäten und auch ihre Torgefahr in der Vergangenheit bereits nachhaltig unter Beweis gestellt haben.

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