Nach dem unter dem Strich zweifelsfrei verdienten Kampfsieg in Ingolstadt gibt es im sogenannten "Fußballdeutschland" nur ein Thema: Die Hand Stindls. Nach einem Spieltag, der immerhin einen Kantersieg des Meisters und eine Trainerentlassung als Aufhänger im Angebot hatte, ist der Treffer zum 1:0 durch Gladbachs Kapitän Diskussionsstoff bei Fans und Medienvertretern gleichermaßen. Nun ist die Diskussion zweifelfsohne angebracht. War die Regelauslegung durch Schiedsrichter Dingert in Ordnung? Ist die Regel an und für sich überhaupt sachgemäß? Hätte Borussia das Tor abgekannt werden müssen? All das kann und muss man sogar besprechen. Niemand hätte sich beschwert, wenn Dingert statt auf Anstoß auf Freistoß für Ingolstadt entschieden hätte. Hat er aber nicht. Und das nicht, weil er arglistig getäuscht worden wäre. Nicht, weil weder er noch seine zahlreichen Assistenten die Situation nicht sehen konnten. Nein: die Entscheidung, auf Tor für Borussia zu entscheiden, hat der Schiedsrichter im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gefällt. Vermutlich in genauer Kenntnis der Regeln zum Handspiel und der vom DFB gewünschten Auslegung.

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Borussia ist DFB-Pokal weiter, das ist toll. Aber schnell geriet das souveräne 2:0 bei Greuther Fürth für Borussias Fans in den Hintergrund. Denn Deutschland drehte durch. Eine Personalie aus München überschattete an diesem Pokalabend alles: Den Sieg der Borussen, den der Bayern und das Ausscheiden des 1.FC Köln. Der angekündigte Rücktritt von Philipp Lahm verbunden mit der Ansage des Bayern-Kapitäns, zunächst keinen Job im Verein antreten zu wollen, überraschte viele, sorgte für Gesprächsstoff bei allen, die sich in Deutschland für Fußball interessieren. In Gladbach dagegen nimmt man die Ankündigung nicht nur mit Überraschung sondern auch mit Bauchweh zur Kenntnis. Denn prompt schossen die Spekulationen um einen Wechsel von Sportdirektor Max Eberl nach München wieder ins Kraut.

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Der Februar hat in diesem Jahr 29 Tage. Am letzten, dem heutigen, sollte sich Havard Nordtveit entscheiden: Nimmt er das Angebot Borussias zur Vertragsverlängerung an oder sieht er sich nach einem neuen Arbeitgeber um - ob im Ruhrgebiet oder in England. Max Eberl hatte Nordtveit öffentlich und unmissverständlich ein Ultimatum gesetzt. Ähnlich unmissverständlich gibt der Norweger jetzt zu Protokoll, dass ihn das nicht schert. "Es ist für meine Karriere und meine Familie eine ganz wichtige Entscheidung, und dafür nehme ich mir Zeit" diktierte er den Kollegen vom kicker nach dem Spiel in Augsburg in den Block. Mit anderen Worten: Es geht hier um mich, der Verein spielt die zweite Geige. Nun ist es so, dass Havard Nordtveit, seit er 2011 in Mönchengladbach angeheuert hat, immer ein zuverlässiger Profi war, immer solide, selten überragend. Zweifellos war und ist es gut, Spieler von diesem Kaliber im Kader zu haben. Dass der Vertrag nicht, wie es wohl üblich gewesen wäre, im vergangenen Sommer schon verlängert wurde, ist den aktuell handelnden Personen nur bedingt anzulasten. Dass Nordtveit bei Lucien Favre nicht den Stellenwert genoss, wie jetzt unter André Schubert, ist offensichtlich. Auf der anderen Seite war das Werben von Eberl und Schubert um den Defensivmann in den vergangenen Wochen unüberhörbar, über mangelnde Wertschätzung kann sich Nordtveit mittlerweile nicht mehr beschweren, zudem spielt er eigentlich immer. Nach den diversen Liebesbekundungen sollte Max Eberl jetzt zeigen, wer der Herr im Haus ist. Ein Ultimatum ist ein Ultimatum, der Verein benötigt Planungssicherheit, angesichts der aktuellen Schwächen vor allem in der Defensive. Es ist nicht hinzunehmen, dass ein Spieler den Verein öffentlich hinhält. Und bei allem Respekt, Nordtveit ist kein Spieler aus der Kategorie "unersetzbar". Pokern gehört zum Geschäft, aber irgendwann muss Schluss sein, will man als Sportdirektor nicht das Gesicht verlieren. Eberl sollte sich von Havard Nordtveit nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen. Ein Angebot kann man auch wieder zurückziehen, frag nach bei Mike Hanke. Um Nordtveit, eigentlich ein Spieler aus der Kategorie "guter Typ" wäre es schade, aber Max Eberl sollte auch angesichts anderer anstehender Pokerspiele ein Signal setzen, wer im Verein das Sagen hat.

Unter den Anhängern von Borussia Mönchengladbach herrscht Endzeitstimmung. Wir erleben womöglich das Ende einer Ära. Nicht nur das Ende der Ägide von André Schubert, dessen Entlassung nurmehr eine Frage der Zeit zu sein scheint. Das gestrige Spiel beim FC Barcelona dürfte auch der letzte Champions-League-Auftritt für geraume Zeit gewesen sein. Vermutlich wird mit dem Ausscheiden aus der Europa-League im Lauf der Rückrunde auch die schöne Zeit der Fernreisen für die Borussenfans fürs Erste vorbei sein. Borussia ist sportlich und stimmungsmäßig im unteren Mittelfeld der Bundesliga angelangt. Es gibt rund um den Borussia-Park zur Zeit nahezu nichts, was Anlass zur Hoffnung böte. Verstärkt wird das „Ende einer Ära“-Gefühl von den nicht enden wollenden Gerüchten rund um Max Eberls bevorstehenden Wechsel nach München.

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Der Rückrundenstart hat viele Borussenfans ernüchtert. Von vier Spielen hat das Team drei verloren, zumindest zwei der Niederlagen fallen in die Kategorie „völlig unnötig“. Der 5:1-Heimsieg gegen Bremen übertünchte die Probleme kurzzeitig, wenngleich auch dieses Spiel zwischenzeitlich aus heiterem Himmel zu kippen drohte. Man kommt angesichts der Ergebnisse und vor allem angesichts der Art, wie sie zustande gekommen sind, nicht umhin, zu konstatieren: Borussia hat ein Problem. Bezieht man die Entwicklung der Wochen vor der Winterpause mit ein, fragen sich inzwischen nicht wenige, ob dieses Problem wohl ein Trainerproblem sein könnte. Ist der „Schubert-Fußball“, der zunächst als der Weg aus der Krise galt, womöglich langfristig der Weg in dieselbe?

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